VfL Wildeshausen-SV Baris 1:0

Karis Knaller und Pundsacks Parade sind drei Punkte wert

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Wildeshausens Kevin Kari (r., im Duell mit Mert Caki) erzielte im Nachbarschaftsderby gegen den SV Baris Delmenhorst den einzigen Treffer.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Als der tadellos leitende Schiedsrichter Theodor Potiyenko (FC Hude) die Partie zwischen den Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen und SV Baris Delmenhorst beendet hatte, stürmte Kevin Kari von der Ersatzbank schnurstracks in den Strafraum, um sich bei Sebastian Pundsack zu bedanken. Denn weil VfL-Keeper Pundsack in der Nachspielzeit mit einer tollen Parade den Ball an die Latte gelenkt hatte, war Karis Knaller zum 1:0 (1:0) am Ende drei Punkte wert.

Auch wenn die Krandel-Kicker bereits zum achten Mal in der laufenden Saison ohne Gegentreffer blieben und Spitzenreiter TuS Obenstrohe weiter im Nacken sitzen, war Marcel Bragula nur bedingt mit der Vorstellung seiner Elf einverstanden. „Mit dem Ergebnis und der Defensivleistung bin ich zufrieden, aber unser Offensivspiel war gerade mal ausreichend“, meinte der VfL-Coach. Bei Ballbesitz agierte seine Crew zu zögerlich und mit zu wenig Tempo. Außerdem haperte es bei der Chancenverwertung. „Zur Pause muss es 2:0 oder 3:0 stehen, dann ist Ruhe“, monierte Bragula.

Der Tabellenzweite hatte das Geschehen zunächst sicher im Griff. Die ersten Möglichkeiten boten sich Sebastian Bröcker, dessen Kopfball Baris-Keeper Orhan-Can Karakaya zur Ecke lenkte (19.). Den folgenden Eckstoß köpfte Hauke Glück knapp neben das Tor. Dann schoss Bröcker nach einer Flanke von Lukas Schneider volley über den Kasten (22.). Aber beim nächsten Versuch zappelte die Kugel im Netz – und wie! Sascha Görke chippte den Ball zu Kevin Kari, und der hämmerte das Spielgerät von der Strafraumgrenze mit seinem schwächeren rechten Fuß zum 1:0 unter die Latte (25.). „Ein Supertor! Das freut mich für Kevin“, lobte Bragula.

Anschließend parierte Karakaya gegen Robin Ramke und auch den Nachschuss von René Tramitzke (27.). Kurz darauf war Karakaya bereits geschlagen, doch Tramitzke trat nach Vorlage von Ramke über den Ball – das hätte das 2:0 sein müssen (35.). Stattdessen wäre beinahe der Ausgleich fällig gewesen, als VfL-Innenverteidiger Thorben Schütte zur Überraschung von Torhüter Pundsack den Ball über den Kopf rutschen ließ. Doch zum Glück für den Vizemeister landete das Spielgerät nur am Außennetz (40.). 

Als Pundsack zu Beginn der zweiten Hälfte an einer Flanke vorbeisegelte, setzte Mert Caki den Ball ebenfalls von außen an die Maschen (47.). Bei einem Schuss von Torjäger Devin Isik war Pundsack dann auf dem Posten und machte das kurze Eck zu (77.). Beim folgenden Konter lag der Ball dann im Baris-Tor, doch Referee Potiyenko hatte ein Foul von Tramitzke gesehen (78.). Dann hätte Bröcker für die Entscheidung sorgen können, doch er zielte daneben (81.).

Es lief bereits die Nachspielzeit, als Miki Blümel einen Eckstoß hereinbrachte. Tayfun Kurt rammte den Ball mit dem Kopf Richtung VfL-Gehäuse, aber Pundsack lenkte die Kugel mit den Fingerspitzen an die Latte (90.+2). Gleich darauf war Schluss – und die offensivstarken Delmenhorster erstmals in der laufenden Saison ohne eigenen Treffer geblieben. „Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir einen Punkt verdient gehabt. Leider hat das letzte Quäntchen Glück gefehlt. Trotzdem war das eine deutliche Steigerung gegenüber den letzten drei oder vier Spielen“, meinte Baris-Coach Önder Caki.

Eine Steigerung werden auch die Wildeshauser brauchen, wenn sie am Sonntag, 4. November, 14 Uhr, im Spitzenspiel gegen den TuS Obenstrohe bestehen wollen. „Mit dieser Leistung wird es nicht reichen“, bestätigte Bragula.

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