Schwedische Springreiterin will sich weiterentwickeln und junge Pferde aufs nächste Level bringen

Karin Martinsen fühlt sich wohl in Wohlde

Ehrgeizig: die Schwedin Karin Martinsen (hier auf Chrystal Blue).
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Ehrgeizig: die Schwedin Karin Martinsen (hier auf Chrystal Blue).

Wohlde – Der Winkelsetter Ortsteil Wohlde ist nicht gerade der Nabel der Welt. Dass Sören Pedersen dort auf seinem Hof in der Vergangenheit bereits mehrere hochklassige Turniere wie etwa das Deister-Springpferde-Championat ausgerichtet hat, dürfte daran kaum etwas geändert haben. Weshalb sich eine Frage stellt: Wie hat es die Schwedin Karin Martinsen, die seit nunmehr fast drei Jahren auf dem Hof arbeitet, überhaupt nach Wohlde verschlagen?

Die Antwort ist recht simpel: Martinsen und Sören Pedersens Sohn Nicolas sind privat ein Paar. Die beiden Springreiter lernten sich einst in den Niederlanden kennen. Martinsen war damals Schülerin an der „Young Riders Academy“, die talentierten Sportlern aus ganz Europa den Sprung in den Profibereich erleichtern will. Nach ihrem erfolgreichen Abschluss kehrte Martinsen allerdings erst einmal zurück nach Schweden.

Lange hielt es sie dann jedoch nicht in ihrer Heimat. Denn nachdem sie und Nicolas Pedersen sich bereits Gedanken über eine gemeinsame Zukunft in Deutschland gemacht hatten, besuchte sie ihn in Wohlde. „Eigentlich war damals nur geplant, dass ich hier erstmal trainiere“, erinnert sich die 25-Jährige. Doch die Schwedin fühlte sich direkt wohl und blieb letztlich auf dem Hof in Wohlde.

Zum einen hat Martinsen viel Spaß an der täglichen Zusammenarbeit mit Nicolas und Sören Pedersen. „Als Partner motiviert mich Nicolas, und auch Sören hilft mir viel. Wir drei sind ein wirklich sehr gutes Team“, betont die 25-Jährige. So lief sie den Parcours des Großen Preises von Oldenburg beim Agravis-Cup beispielsweise gemeinsam mit Sören Pedersen ab. Zum anderen hat sie Gefallen an der Art und Weise gefunden, wie hierzulande im Pferdesport gearbeitet wird. „Wir haben in Schweden schon nicht so viele und vor allem nicht so viele gute Reiter“, erklärt Martinsen.

Trotz der hohen Leistungsdichte im Springreiten hat die 25-Jährige aus einer rein ergebnisorientierten Sicht ein durchaus erfolgreiches Jahr erlebt. So gewann sie beispielsweise im Januar mit Tailormade Chloe Star PS den Großen Preis von Verden. „Aber für mich ist nicht entscheidend, ob ich Erste oder Zweite werde“, sagt die ehrgeizige Schwedin: „Ich möchte sehen, dass meine Pferde und ich uns weiterentwickeln.“ Und so lautet ihr Ziel für die nächste Saison: vornehmlich die jungen Pferde auf das nächste Level bringen und vermehrt bei Drei- und Vier-Sterne-Events starten.

Eigentlich hatte sich die 25-Jährige das auch schon für dieses Jahr vorgenommen. Doch die Coronapandemie machte ihr zumindest zum Teil einen Strich durch die Rechnung. Wie viele andere Reiter, gesteht die Schwedin, habe sie in dieser Phase auch hin und wieder mit Motivationsproblemen zu kämpfen gehabt. Insgesamt habe sie sich von diesem Jahr – vor dem Ausbruch des Coronavirus – einfach mehr erhofft. „Aber ich glaube ganz fest daran, dass auch am Ende dieser Zeit etwas Positives herauskommt“, bekräftigt Martinsen.

Von Nico Nadig

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