Spiel zwischen Falkenburg und Dötlingen abgebrochen

Kant nach Zusammenprall in die Klinik

Georg Zimmermann

Landkreis - In der Saison 2013/2014 hatte Georg Zimmermann den TV Dötlingen in die Fußball-Kreisliga geführt. In der vergangenen Spielzeit schaffte er dann mir dem TV Falkenburg den Aufstieg.

Das Wiedersehen mit seiner ehemaligen Mannschaft endete für den 64-jährigen Harpstedter jedoch mit einem Schock: Weil Falkenburgs Keeper Marcel Kant nach einem heftigen Zusammenprall mit Dötlingens Shqipron Stublla bewusstlos liegen geblieben war und ins Krankenhaus gebracht werden musste, brach Schiedsrichter Jörn Peters (Delmenhorster TB) die Partie nach etwa einer halben Stunde ab.

TV Falkenburg – TV Dötlingen abgebrochen beim Stand von 0:2: Falkenburgs Nils-Sören Wendlandt hatte einen Strafstoß verursacht und wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen (27.). Shqipron Stublla trat an, doch Kant parierte. Im Kampf um den Abpraller gingen beide mit vollem Einsatz zum Ball und stießen mit großer Wucht zusammen. „Das war heftig!“, ächzte Zimmermann. Von Stubllas Knie am Kopf getroffen, blieb Kant zunächst bewusstlos liegen. Als der Keeper wieder zu sich gekommen war, versuchte er aufzustehen, sackte aber sofort wieder zusammen. 

Der herbeigerufene Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus. Daraufhin bat Zimmermann den Unparteiischen, die Partie nicht wieder anzupfeifen. Nachdem Peters beide Mannschaftsführer zu sich gerufen hatte, brach er das Spiel ab. Zu diesem Zeitpunkt hatten die drückend überlegenen Dötlinger durch Roman Seibel (6./Foulelfmeter) und Shqipron Stublla (17.) mit 2:0 geführt. Wie es weitergeht, liegt nun in den Händen von Staffelleiter Thomas Luthardt. 

„Es gibt drei Möglichkeiten: Eine 5:0-Wertung für Dötlingen, eine 2:0-Wertung zum Zeitpunkt des Spielabbruchs oder eine Neuansetzung“, erläuterte Zimmermann: „Aber egal, was entschieden wird – wir werden es akzeptieren.“ Viel wichtiger waren ohnehin die guten Neuigkeiten aus dem Oldenburger Klinikum: „Marcel hat starke Kopfschmerzen und einen blauen Kiefer, aber beim CT ist zum Glück nichts Schlimmes festgestellt worden“, berichtete Zimmermann. Sein Trainerkollege Markus Welz übermittelte die „besten Genesungswünsche“ des TV Dötlingen: „Das sah schlimm aus! Das Wichtigste ist, dass Marcel wieder schnell gesund wird.“

FC Huntlosen – TV Munderloh 2:2 (1:2): Maik Seeger war verwundert. „Munderloh hat sich hinten reingestellt und uns machen lassen – so viel Ballbesitz haben wir in dieser Saison noch nicht gehabt“, staunte Huntlosens Coach. Doch wenn die Gäste dann mal die Kugel hatten, ging es blitzschnell: Jannik Ruben Maas vollendete einen Konter zum 1:0 (28.). Beim 2:1 war Maximilian Pieper nach einem Huntloser Ballverlust in der Vorwärtsbewegung auf und davon gegangen (45.). 

„Und wenn der abgeht, holst du ihn nicht mehr ein“, meinte Seeger. Zuvor hatte Lukas Dalichau nach einem Standard das 1:1 besorgt (32.). Zu Beginn des zweiten Abschnitts verhinderte FCH-Keeper Hauke Büsselmann zunächst einen höheren Rückstand. „Danach hätte er hinten einen Flohmarktstand aufbauen können“, scherzte Seeger. Per Freistoß erzielte Simon Mohn das 2:2 (70.). In der Schlussminute hatte Lyroy Schallock Pech bei einem Lattentreffer (90.). „Das wäre richtig cool gewesen, wenn der reingegangen wäre“, bedauerte Seeger. Die Aktion stand aber stellvertretend für den gesamten Auftritt seiner Crew: „Mit ein bisschen mehr Präzision wäre für uns mehr drin gewesen.“

Harpstedter TB – VfR Wardenburg 2:1 (1:1): HTB-Coach Jörg Peuker freute sich nicht nur über den Sieg, sondern auch darüber, nach zwei Jahren intensiver Suche in Matthias Kaiser endlich einen Co-Trainer gefunden zu haben. Peuker und Kaiser spielten lange gemeinsam beim TuS Heidkrug. „Wir funken nicht nur fußballerisch auf einer Wellenlänge, sondern auch persönlich und privat“, sagte Peuker. 

Etwas weniger enthusiastisch war der 45-Jährige beim Blick auf die erste Halbzeit. Zwar war der HTB durch Magnus Ellermann verdient mit 1:0 in Führung gegangen (17.), ruhte sich dann aber auf dem Vorsprung aus und fing sich das 1:1 durch Lukas Menke (39.). Dementsprechend deutlich fiel Peukers Pausenansprache aus: „Danach war’s wieder okay.“ Die Harpstedter ließen Wardenburg nun überhaupt nicht mehr zur Entfaltung kommen. Der Lohn: das 2:1 von Jonas Pleus (65.). Mel Siegenthaler hatte den Treffer mit einer Hereingabe in den Rücken der VfR-Abwehr vorbereitet.

mar

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