Offensivmann nimmt Platz von Oberbörsch ein

Kant kommt auf Elias besondere Empfehlung

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Vor wenigen Tagen noch Gegner, jetzt Teamkollegen beim VfL Wildeshausen: Christopher Kant (l.) und Robin Ramke. 

Wildeshausen - Noch vor wenigen Tagen war Christopher Kant als Gastspieler für den Fußball-Oberligisten SV Atlas Delmenhorst im Test gegen den Bezirksligisten VfL Wildeshausen aufgelaufen. Das Angebot der Blau-Gelben, sich über die Kreisliga-Mannschaft für das Oberliga-Team zu empfehlen, traf jedoch nicht den Geschmack des 20-Jährigen. Stattdessen trägt Kant ab sofort – Achtung! – das Trikot des VfL Wildeshausen. Bereits in den Testspielen beim TuS Sudweyhe (2:0) und in Einen gegen BW Langförden (4:1) kam der Offensivmann je eine Halbzeit lang zum Einsatz.

Kant kickte in der abgelaufenen Saison noch für den VfB Oldenburg II. Inzwischen haben die Blauen ihre Reserve aus der Bezirksliga zurückgezogen. Anschließend hatte VfB-Coach Marco Elia seinem ehemaligen Wildeshauser Trainerpartner Marcel Bragula den Linksfuß wärmstens empfohlen. „Marco hat gesagt, dass Christopher charakterlich sehr gut bei uns reinpassen würde“, erzählt Bragula. Er vertraute seinem alten Kompagnon und griff zu. Und die ersten Eindrücke sind vielversprechend: „Christopher hat einen guten linken Huf, gutes Tempo, und er ist ein guter Kombinationsspieler.“

Der in Delmenhorst wohnende Kant ist jedoch keine zusätzliche Alternative. Vielmehr nimmt er im Wildeshauser Aufgebot den Platz von Jannis Oberbörsch ein. „Jannis gehört ab sofort nicht mehr zum Kader. Er ist arbeits- und studienbedingt so stark eingespannt, dass er kaum noch trainieren kann. Sein Pass bleibt aber beim VfL“, erläutert Bragula.

Neben Oberbörsch verpassten auch Sebastian Bröcker (Achillessehnenbeschwerden), Philipp Finger (Knöchelprobleme), Alexander Kupka und Andreas Kari (beide Urlaub) die beiden jüngsten Testpartien der Krandel-Kicker. Beim 2:0 (1:0) über den hannoverschen Bezirksligisten TuS Sudweyhe war Bragula vor allem von der Abwehrleistung angetan: „Wir haben defensiv sehr gut gearbeitet. Sudweyhe hatte in der ersten Halbzeit einen Pfostenschuss – sonst haben wir nichts zugelassen.“ Offensiv hätten es jedoch gerne „zwei, drei Tore mehr sein dürfen“. Das 1:0 leitete Thorben Schütte mit einer Energieleistung ein. Nach einem Sudweyher Eckstoß sprintete der Innenverteidiger gut 50 Meter mit dem Ball und bediente Torjäger René Tramitzke, der nur noch einschieben musste (41.). Nicht nur wegen dieser Szene hatte Bragula das Abwehrzentrum mit Schütte und Marius Krumland gut gefallen. Das 2:0 erzielte Neuzugang Robin Ramke nach einem feinen Schnittstellenpass von Christoph Stolle (87.).

Gegen den Vechtaer Kreisliga-Meister und Bezirksliga-Aufsteiger BW Langförden tat sich der VfL Wildeshausen beim 4:1 (2:0) in den ersten 20 Minuten sehr schwer. Bragula stellte vom 4:1:4:1- auf ein 4:4:2-System um. Das funktionierte besser. Dann lenkte Langfördens Michael Gerken eine scharfe Hereingabe von Lukas Schneider zum 1:0 ins eigene Tor (25.). Michael Eberle besorgte nach Vorarbeit von Christoph Stolle den 2:0-Pausenstand (39.). Maximilian Seidel bereitete nach dem Seitenwechsel jeweils das 3:0 und 4:0 durch Robin Ramke vor (69./76.). Zwischen diesen beiden Treffern hätte Seidel erhöhen können, doch er setzte seinen Strafstoß nur an den Innenpfosten, nachdem er selbst gefoult worden war. Beim 4:1-Schlusspunkt durch Henrik Grave hatten die Wildeshauser nicht gut verteidigt (90.).

„Wir sind ein ganzes Stück weitergekommen. Die Neuzugänge fügen sich immer besser ein“, bilanzierte Bragula nach dem erfolgreichen Doppeltest. Allerdings fehle es seiner Crew im Vergleich zum Vorjahr noch etwas an Wucht. „Auch unsere Standards gefallen mir noch nicht so gut.“ Eine weitere Möglichkeit an diesen Defiziten zu feilen, musste Bragula nun schweren Herzens absagen. Weil Pokalspielleiter Stefan Brinker eine Verlegung der Erstrundenpartie im Bezirkspokal beim TuS Frisia Goldenstedt auf Dienstag, 31. Juli, ablehnte, obwohl sich beide Kontrahenten einig waren, bleibt es bei Sonntag, 29. Juli, 15 Uhr, als Spieltermin. Deshalb wird der VfL Wildeshausen nun nicht wie geplant zur Titelverteidigung beim Schmidt+Koch-Cup antreten. Beim Turnier des Osterholzer Kreisligisten SV Löhnhorst wären die Huntestädter in Vorrundengruppe B am Sonnabend, 28. Juli, auf den Bremen-Ligisten Blumenthaler SV sowie den Lüneburger Landesligisten SV BW Bornreihe getroffen.

Stattdessen wird nun die Partie beim Kreisligisten TuS Heidkrug im Rahmen des dreitägigen Trainingslagers am Freitag, 27. Juli, 19.30 Uhr, zur Generalprobe vor dem Pflichtspielauftakt. 

mar

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