VfL-Neuzugang Müller-Rautenberg verletzt sich beim 3:1 über Union Lohne

Joker Schröder und Kant stechen

Sofort in der Startelf: Wildeshausens Neuzugang Steven Müller-Rautenberg (M.) feierte beim 3:1-Erfolg über den SV Union Lohne seine Premiere im VfL-Trikot, verletzte sich dabei kurz vor der Pause am Sprunggelenk. Foto: Büttner

Wildeshausen - Von Nico Nadig. Die Premiere von Steven Müller-Rautenberg im Dress des VfL Wildeshausen hätte zweifelsohne besser verlaufen können: Zwar bejubelte er mit dem Fußball-Landesligisten einen 3:1 (1:1)-Heimerfolg über Mitaufsteiger SV Union Lohne, doch die zweiten 45 Minuten verfolgte der 26-Jährige mit bandagiertem Knöchel von der Bank aus. Was war passiert? Kurz vor dem Pausenpfiff hatte ein Lohner den Neuzugang vom Oberligisten SV Atlas Delmenhorst gefoult. „Stevo“ bleib anschließend in der Kabine. „Ich hatte zwei Außenbandrisse innerhalb von anderthalb Jahren. Nun hoffe ich, dass es nicht wieder einer ist“, sagte Müller-Rautenberg.

Nach nur zwei Trainingseinheiten hatte VfL-Coach Marcel Bragula den Flügelflitzer direkt in die Startelf beordert. „Das war gar nicht geplant. Ich habe aber gleich gespürt, wie groß der Teamspirit hier ist und hatte sofort Spaß“, schwärmte Müller-Rautenberg. Die kurze Vorbereitung fiel dabei kaum auf. Ganz im Gegenteil. Der Neuzugang wirkte bereits gut integriert und wurde von seinen Mitspielern immer wieder gesucht. „Er hat sofort Verantwortung übernommen“, lobte Bragula. Ein Lob sprach er aber nicht nur Müller-Rautenberg aus, sondern seiner kompletten Mannschaft. Denn trotz der widrigen Umstände – sechs Leistungsträger fehlten – lieferten die Krandel-Kicker eine gute Leistung ab und haben nach vier Spieltagen nun acht Punkte auf dem Konto.

Besonders in Hälfte eins überzeugte der VfL. Aus einem 4-2-3-1-System heraus erspielte er sich Vorteile, profitierte allerdings auch von der Schläfrigkeit der Gäste. Wie etwa beim 1:0: Nachdem Jan Lehmkuhl den Ball durchgesteckt hatte, traf Sascha Görke freistehend zur Führung (10.). Die Gäste ließen in dieser Situation jegliche Konsequenz im Zweikampfverhalten vermissen. In der Folge erarbeitete sich der VfL weitere Chancen, verballerte sie aber allesamt. Und diese Fahrlässigkeit wurde bestraft: Einen schlecht getretenen Lohner Eckball machte der VfL selbst gefährlich, was David Heils zum Ausgleich nutzte – 1:1 (45.+1).

In Durchgang zwei startete der VfL schwach und rannte oft hinterher. Die Lohner hätten sogar in Führung gehen können, doch VfL-Torhüter David Lohmann wehrte den Versuch von Niklas Berger ab (71.). „Die Verletzung von ,Stevo‘ musste das Team erstmal wegstecken. Ole Lehmkuhl ist dann zuerst nicht gut reingekommen, und bei Maximilian Seidel hat ein Muskel zugemacht, so dass wir keinen Stürmer mehr hatten“, erläuterte Bragula, dessen Team ab der 75. Minute wieder stärker agierte.

Verdientermaßen gelang dem gerade erst eingewechselten Elias Schröder vom Strafraumeck aus das 2:1 – Union-Keeper Markus Schulten hatte den Ball durch seine Hände flutschen lassen (79.). Nur zwei Zeigerumdrehungen später sorgte der ebenfalls eingewechselte Christopher Kant nach Querpass von Ole Lehmkuhl für den 3:1-Endstand (81.). Was in der Schlussphase auffällig war: die taktische Variabilität der Wildeshauser. In den finalen Minuten verteidigten die Platzherren mit einer Fünferkette. Zuvor hatten sie zu einem 4-4-2 und einem 4-1-4-1 gewechselt. „Das sind die Früchte des Trainings. Ich bin sehr stolz“, strahlte Bragula.

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