Jöstingmeiers Traumtor besiegelt erste Saisonpleite des VfL Wildeshausen – 2:4

„Die Welt geht nicht unter“

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Ungewohntes Bild: Die erfolgsverwöhnten Wildeshauser Storven Bockhorn (l.) und Rene Tramitzke nach der ersten Punktspielniederlage der laufenden Saison.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Auf diese Partie hatte sich Lukas Schneider lange gefreut. Der ehemalige Linksverteidiger des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen absolviert seit August ein Praktikum in München. Nun hatte er sich extra zwei Tage Urlaub genommen, um seine alten Mannschaftskollegen im Spiel gegen den TuS Obenstrohe zu unterstützen. Doch was der 23-Jährige gestern sah, dürfte ihm nicht gefallen haben: Die Krandel-Kicker kassierten mit dem 2:4 (2:3) ihre erste Saisonpleite und verloren die Tabellenführung wieder an den SV Atlas.

„So ist Fußball – heute war es soweit“, sagte VfL-Trainer Marcel Bragula nach der aus seiner Sicht „unglücklichen Niederlage“. Die Gastgeber mussten bereits nach 24 Minuten einem 0:3-Rückstand hinterher laufen – eine Hypothek, die sich als zu groß erweisen sollte. Dabei hatten die Wildeshauser durchaus Chancen, um zumindest ein Unentschieden zu retten, während sich die Obenstroher als Meister der Effektivität enpuppten.

Nach einem Freistoß von Florian Jochens ging Dennis Jöstingmeier dem Ball im Gegensatz zur VfL-Abwehr energisch entgegen – 0:1 (7.). Beim 0:2 durch Matthias Lamche wähnte Marcel Bragula den Torschützen „drei Meter im Abseits“ (13.). Doch Referee Muhammed Yasin (BV Garrel) entschied in dieser Situation ebenso gegen die Gastgeber wie bei der hochriskanten Grätsche von Kai Meyer gegen Bastian Kühn. Zwar spielte der VfL-Rechtsverteidiger ganz klar den Ball, doch Yasin wertete die Szene als Foul. Florian Jochens ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte den Strafstoß zum 0:3 (24.).

„Das ist erstmal ’ne Nummer. Andere Mannschaften würden da zerfallen, aber wir kommen toll zurück“, freute sich Marcel Bragula über die Moral seines Teams. Lohn: das 1:3 durch Maximilian Seidel, der ein Flanke von Ole Lehmkuhl einköpfte (27.). Und nur vier Minuten später unterlief Christian Albers, hart bedrängt von Sascha Görke, ein Eigentor zum 2:3. Görke hatte vor der Pause sogar zwei Mal die Chance zum Ausgleich, doch Obenstrohes Keeper Tim Stahl hatte etwas dagegen (32./45.).

Nach Wiederanpfiff verpasste Janek Jacobs aus 17 Metern Torentfernung das haarscharf 3:3 (58.). Im direkten Gegenzug zimmerte Dennis Jöstingmeier den Ball vom linken Strafraumeck per Dropkick zum 2:4 in den linken Winkel (58.). „Ein Traumtor!“, musste Marcel Bragula anerkennen.

Zwar hätte Tim Albus die Platzherren nochmal heranbringen können, doch sein Kopfball landete am Pfosten (60.). Nun war den Wildeshausern auch anzumerken, dass die vorherige Aufholjagd viel Kraft gekostet hatte.

„Von der Niederlage geht die Welt nicht unter. Wir müssen ruhig weiterarbeiten und uns auf das Derby in Ahlhorn vorbereiten“, bilanzierte Marcel Bragula.

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