Colnrades Vierfachtorschütze mit lupenreinem Hattrick

Jörg Schliehe-Diecks dreht ganz groß auf

Colnrades Vierfachtorschütze Jörg Schliehe-Diecks sucht eine Anspielstation
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Immer mittendrin: Vierfachtorschütze Jörg Schliehe-Diecks hatte auch bei allen anderen Colnrader Treffern irgendwie seine Füße im Spiel.

Landkreis – Einige Veränderungen hat es in der Tabelle der 1. Fußball-Kreisklasse gegeben. Nachdem der Delmenhorster BV wegen dreimaligen Nichtantretens als erster Absteiger feststeht, hat Staffelleiter Thomas Luthardt sämtliche Partien des bisherigen Schlusslichts aus der Wertung genommen. Den einzig verbliebenen Abstiegsplatz belegt der TSV Ganderkesee II, der mit 2:8 beim SC Colnrade unter die Räder kam. An der Tabellenspitze zogen die Beckeln Fountains durch das 4:1 über den Harpstedter TB II nach Punkten mit dem zweitplatzierten Bookholzberger TB gleich.

Harpstedter TB II – Beckeln Fountains 1:4 (1:2): Beide Samtgemeinderivalen lieferten sich ein intensives Spiel mit hohem Unterhaltungswert für die rund 75 Zuschauer. Es waren gerade erst sechs Minuten absolviert, da erzielte Jonas Evers das 1:0 für Beckeln. „Danach haben wir ein bisschen zu lange gejubelt“, meinte Fountains-Coach Matthias „Jupp“ Büsing. Denn nach Doppelpass von Marlo Schoppe und Roman Seibel überlupfte Tim Bösemann nur eine Minute später Beckelns Keeper Luca Weichler zum 1:1 (7.). Weil sich Rene Kube verletzt hatte – der HTB-Kapitän konnte sein Bein nicht mehr strecken und dürfte für den Rest der Hinrunde ausfallen –, kam ein Bruch ins Harpstedter Spiel. Das nutzte der pfeilschnelle Jonas Evers, den die HTB-Abwehr einfach nicht in den Griff bekam, zum 2:1 (17.) – zugleich der Halbzeitstand. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Christoph Hartlage auf 3:1 (50.). Beckelns Mittelfeldmann war laut Büsing „so richtig im Derbymodus“ und bereitete neben seinem Treffer auch zwei weitere vor. „,Borte‘ war an allen gefährlichen Situationen beteiligt und hat sich dafür ein Sternchen verdient“, lobte Büsing. Kurz vor Schluss wechselte er Jens Kruse ein. Der Routinier sollte eigentlich helfen, den Vorsprung über die Zeit zu bringen, sorgte mit seinem Treffer zum 4:1 dann sogar für die endgültige Entscheidung (86.). „Aufgrund der klareren Chancen geht Beckelns Sieg in Ordnung, auch wenn er vielleicht ein bisschen zu hoch ausgefallen ist. Am Ende haben Jonas Evers und Christoph Hartlage den Unterschied ausgemacht“, sagte HTB-Routinier Michael Würdemann. Die Fountains, die nach dem 0:9-Debakel in Wüsting (Büsing: „Daran kannst du auch kaputtgehen“) zum fünften Mal in Folge ungeschlagen blieben, kletterten durch den Sieg auf den dritten Tabellenplatz.

SC Colnrade – TSV Ganderkesee II 8:2 (5:1): Nach sechs sieglosen Spielen ist der Knoten beim SC Colnrade geplatzt. Und wie! Vor allem Jörg Schliehe-Diecks drehte ganz groß auf. „Es war sein Spiel“, adelte SC-Spielertrainer Sascha Albers seinen Angreifer. Schliehe-Diecks sorgte nicht nur mit einem lupenreinen Hattrick binnen elf Minuten für die schnelle 3:0-Führung (3./6./13.), sondern steuerte auch noch den Treffer zum 5:1-Halbzeitstand bei (34.) und holte den Foulelfmeter heraus, den Erik Lindemann zum 6:1 verwandelte (62.). Auch bei den übrigen drei Colnrader Treffern durch Finn Eilks (16.), Duc-Hieu Pham (68.) und Daniel Gösling (85.) war Schliehe-Diecks „immer irgendwie beteiligt“, erzählte Albers. Er selbst hütete nach seiner Knieverletzung wieder das Tor und wurde von Marcel Hiller (30.) und Niklas Hoier (82.) zweimal bezwungen. „Nach der zweiten Halbzeit muss ich fast sauer sein, dass der Sieg nicht zweistellig ausgefallen ist. Aber eigentlich bin ich nur froh, dass wir endlich mal wieder gewonnen und ein paar Tore gemacht haben“, sagte Albers. Nach dem 1:3 beim Delmenhorster TB in der Vorwoche hatte er sogar die Vertrauensfrage gestellt, bekam aber Rückendeckung.

TSV Ippener – SV GW Kleinenkneten 1:1 (1:0): „Hätte mir vor ein paar Wochen jemand ein 1:1 in Ippener angeboten, hätte ich durchaus angenommen. Aber mit den Erkenntnissen von Sonntag hätten wir durchaus gewinnen dürfen“, erklärte GWK-Coach Michael Wennmann. Diese Einschätzung teilte auch sein TSV-Kollege Frank Fischer, der den Gästen vor allem eine „exzellente zweite Halbzeit“ bescheinigte. Der erste Durchgang verlief weitgehend ausgeglichen. Nicht ganz unverdient ging Ippener sogar in Führung: Nach einer schnellen Seitenverlagerung von Torjäger Matthias Ideker fackelte Jannes Pleus nicht lange und jagte die Kugel aus 20 Metern flach zum 1:0 ins Eck (17.). Direkt im Anschluss verhinderte TSV-Keeper Jannik Sürstedt per Fußabwehr gegen Sebastian Bartelt den möglichen Ausgleich (18.). Später zielte Bartelt am Tor vorbei (35.). Auf der Gegenseite bewahrte GWK-Schlussmann Lukas Kaschell seine Farben gegen den emsigen Jason Sander (25.) und Ideker (33.) vor einem höheren Rückstand. „In der zweiten Halbzeit kam von uns nicht mehr viel“, musste Fischer zugeben. Folgerichtig verwertete Bartelt einen Steckpass von Jan Taute eiskalt zum 1:1 (54.). Ab der 60. Minute rollte Angriff auf Angriff auf Ippeners Tor. „Aber Jannik Sürstedt hatte einen Sahnetag erwischt“, meinte Wennmann anerkennend. Anhand der Chancen hätte es für seine Elf „durchaus zum Sieg gereicht, aber auch ein Unentschieden in Ippener ist kein Weltuntergang“.

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