Jörg Rademacher übernimmt Trainerposten beim Handball-Oberligisten

TV Neerstedt verpflichtet „Verteidigungsminister“

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Neerstedts künftiger Trainer Jörg Rademacher gilt in der Handballszene als akribischer Arbeiter.

Neerstedt - Von Sven Marquart. Das ging fix! Überraschend schnell hat der TV Neerstedt seine Trainersuche abgeschlossen. Nur fünf Tage, nachdem die bisherigen Coaches Dag Rieken und Kai Freese ihren Abschied zum Saisonende bekannt gegeben haben, stellte der Handball-Oberligist Jörg Rademacher als Nachfolger vor.

„Wir sind froh, dass wir die vakante Position so schnell wieder besetzen konnten. Damit sind wir in den Planungen für die neue Spielzeit, einen wichtigen Schritt vorangekommen“, sagt Friedel Schulenberg. „Mit seiner langjährigen Erfahrung soll er unsere ambitionierte Mannschaft in Zukunft führen“, erläutert der TVN-Handballabteilungsleiter. Die Zusammenarbeit ist zunächst auf die Spielzeit 2015/2016 angelegt.

Vom neuen Übungsleiter erhofft sich Schulenberg, dass er „frische Motivation und Zug in die Mannschaft bringt“. Als guter Deckungsspieler werde Rademacher den Grün-Weißen „vor allem im Abwehrbereich weiterhelfen können“. Davon ist auszugehen, schließlich trug Rademacher während seiner aktiven Zeit beim Wilhelmshavener HV nicht umsonst den Spitznamen „Verteidigungsminister“. Der Abwehrspezialist packte nicht nur kräftig zu, sondern hatte auch immer einen markigen Spruch auf den Lippen und war bei den gegnerischen Angreifern gefürchtet.

Der Mittelmann spielte unter anderem für die DDR-Oberligisten SC Dynamo Berlin, Stahl Brandenburg und den Bundesligisten ThSV Eisenach, ehe er über die SG Varel/Altjührden beim Wilhelmshavener HV landete. Mit den Jadestädtern schaffte Rademacher 2002 den Aufstieg in die erste Bundesliga, musste seine Karriere aber aufgrund einer Kreuzbandverletzung beenden. Stattdessen assistierte er dem damaligen WHV-Coach Michael Biegler als Co-Trainer.

Anschließend trainierte der B-Lizenzinhaber fünf Jahre lang den Oberligisten HSG Wilhelmshaven, wo er trotz eines schmalen Kaders Erfolg hatte. Zu seinen Spielern gehörte damals auch der jetzige Neerstedter Routinier Björn Wolken. Nachdem Rademacher in der Saison 2012/2013 beim Drittligisten HSG Varel-Friesland abgelöst wurde, galt der 47-Jährige als Kandidat auf den Trainerposten beim VfL Edewecht. Doch der Deal kam nicht zustande.

In der Szene hat sich der Bad Zwischenahner den Ruf eines harten Arbeiters erworben. Er gilt als fordernd und äußerst akribisch. „Wenn das gesagt wird, kann man das so stehen lassen“, sagt Rademacher und grinst. Das Ende seiner zweijährigen Auszeit kam auch für ihn überraschend: „Das ging alles sehr schnell. Nachdem Dag Rieken und Kai Freese abgesagt hatten, hat Friedel Schulenberg Kontakt aufgenommen. Wir haben uns kurz unterhalten und sind uns schnell einig geworden.“

Jörg Rademacher, der in der jüngeren Vergangenheit „nicht viele Oberliga-Spiele gesehen“ hat, will sich jetzt möglichst schnell einen Überblick über das Leistungsvermögen seiner zukünftigen Mannschaft verschaffen. Als grobe Zielvorgabe für die kommende Saison nennt er das obere Tabellendrittel. „Und dann schauen wir mal, wie weit es geht.“

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