Jetzt müssen Schneider und Görke wieder ran

VfL Wildeshausen fährt ohne Mattes Hehr zum „Bonusspiel“ nach Bevern

Lukas Schneider vom VfL Wildeshausen stoppt den Ball mit seinem starken linken Fuß.
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Gesetzt: Lukas Schneider wird in Bevern in der Startelf stehen.

Wildeshausen – Explodierende Coronafallzahlen, immenses Verletzungspech und miese Trainingsbedingungen: Für Marcel Bragula ist nun „der Punkt erreicht, an dem Fußball nur noch eine Randnotiz ist“. Wer den Trainer des Landesligisten VfL Wildeshausen kennt, weiß, dass er eigentlich für seine Aufgabe brennt. Doch in der gegenwärtigen Situation hält sich sein Enthusiasmus in Grenzen.

„Zurzeit geht es nur noch darum, die Termine abzuarbeiten“, sagt der 47-Jährige. Nächste Pflichtveranstaltung für seine Crew ist am Sonntag, 14 Uhr, das Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten SV Bevern, dem noch ein Punkt fehlt, um sich sicher für die Aufstiegsrunde zu qualifizieren.

Spätestens seit Dienstagabend ist Bragulas Laune endgültig im Keller. Dabei war im Trainingsspiel „ordentlich Dampf drin“. Doch dann blieb Mattes Hehr nach einem Foul mit schmerzverzerrtem Gesicht im Matsch liegen. „Das sah richtig schlimm aus“, erinnert sich Bragula. Inzwischen ist klar: Mit einem Außenbandriss im Sprunggelenk wird ihm der 21-jährige Defensivmann sechs bis acht Wochen fehlen. Damit verlängert sich die ohnehin schon ellenlange Verletztenliste um einen weiteren Namen. „Das zerrt an den Nerven“, ächzt Bragula.

Der B-Lizenzinhaber muss überdies auf Angreifer Lucas Abel (Gelbsperre) und Youngster Luke Berger (Verdacht auf Pfeiffer’sches Drüsenfieber) verzichten. Sechser Marco Nakelski will es trotz seines Leistenbruchs probieren. Kevin Radke und Alexander Kupka konnten in dieser Woche nur Lauftraining absolvieren. Christopher Kant ist nach auskuriertem Bänderriss noch kein Kandidat für 90 Minuten. Deshalb hat Bragula für die Partie seine letztjährigen Kapitäne Sascha Görke und Lukas Schneider, die inzwischen für die dritte Wildeshauser Mannschaft spielen, reaktiviert. „Lukas wird in der Startelf stehen“, verrät der Übungsleiter.

Große Erwartungen hat Bragula nicht im Gepäck. Das Duell mit dem offensivstarken Tabellenzweiten betrachtet er genauso wie das noch nicht neu terminierte Heimspiel gegen Spitzenreiter Hansa Friesoythe als „reines Bonusspiel“. Abschenken will er die Begegnungen trotzdem nicht. „Wir versuchen, das Beste aus der Situation zu machen und auch in Bevern zu gewinnen“, unterstreicht Bragula.

Da die Trainingsplätze im Krandel derzeit in einem desolaten Zustand sind, hat sich Bragula für die Übungseinheiten am Donnerstag und Freitag um ein Ausweichquartier bemüht – und auf dem Kunstrasen des TSV Ganderkesee gefunden. „Eine tolle sportkameradschaftliche Geste von Andreas Dietrich“, bedankt sich Bragula beim TSV-Vorsitzenden.

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