Angreifer lässt sein Potenzial aufblitzen

Jannis Oberbörsch debütiert bei 0:3 gegen TV Dinklage

JannisOberbörsch

Wildeshausen - Gegen Ende der Hinrunde waren die Trainingseinheiten des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen geprägt von Gelächter und guter Laune. „So soll es ja auch sein“, meint Marcel Bragula. Allerdings registrierte er bei seinen Mannen auch kleine Unkonzentriertheiten und eine Nuance Selbstzufriedenheit. „Als Trainer spürt man das“, sagt der VfL-Coach und betont: „Es geht nicht von allein.“ Um die Sinne seiner Crew für den Titelkampf zu schärfen, hat er zur Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte ein anspruchsvolles Testspielprogramm zusammengestellt.

Zum Auftakt zeigte der Landesliga-Vierzehnte TV Dinklage den Krandel-Kickern beim 3:0 (1:0) gleich mal, wo es lang geht. „Das war eine klare Sache. Da war ein Klassenunterschied erkennbar. Das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf. Es hätte aber auch 5:2 ausgehen können“, resümierte Bragula nach der Partie, die im Dersa-Sportpark in Damme auf Kunstrasen ausgetragen worden war.

Allerdings weiß Bragula auch um die Ursachen für die deutliche Abfuhr. Denn während sein Dinklager Kollege David Riesner mit seinem Team schon seit dem 8. Januar wieder im Training ist, waren die Wildeshauser zum Üben bisher nur dreimal im Fitnesscenter Auszeit und einmal in der La-Ola-Soccerhalle. „Wir waren noch gar nicht draußen auf dem Platz – für uns war das also ein Kaltstart“, erläutert Bragula. Außerdem setzte er 17 Spieler ein, die alle zumindest eine Halbzeit lang spielten, während Riesner eine starke Elf aufbot und lediglich dreimal wechselte.

Bragula: Jannis hat „noch viel Arbeit vor sich“

Auf Wildeshauser Seite kam Jannis Oberbörsch zu seinem Debüt im VfL-Trikot. Der Winterneuzugang vom SV Eintracht Oldenburg gab im 4-1-4-1-System zunächst die einzige Spitze. Als Bragula nach etwa 70 Minuten auf ein 4-4-2 umstellte, bildete der 24-Jährige mit Maximilian Seidel das Sturmduo. Oberbörsch boten sich auch zwei Großchancen, von denen der frühere Rotenburger Oberliga-Spieler jedoch keine nutzen konnte. „Jannis hat gute Ansätze gezeigt und sein Potenzial aufblitzen lassen. Er hat aber noch viel Arbeit vor sich“, meint Bragula. Er will Oberbörsch im Rahmen der Vorbereitung auch noch auf der Achter- und auf der Zehnerposition testen.

Während auch Michael Eberle (2) und Timo Höfken ihre Möglichkeiten nicht in Zählbares verwandeln konnten, gaben Thomas Wulfing (3.), Felix Schmiederer (55.) und Delgas Ablak (80.) VfL-Keeper Felix Dittrich dreimal das Nachsehen. Zudem verzeichnete Dinklage noch zwei Aluminiumtreffer. „Dafür haben wir Dinklages Standards gut verteidigt und in den letzten 20 Minuten auch ordentlich nach vorne gespielt“, fand Bragula. - mar

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