Harpstedter TB II verliert mit 2:6 bei Hicretspor

Jannis Oberbörsch ballert Wildeshausen an die Spitze

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Harpstedts Kai Künzel (r.) setzte im Auswärtsspiel beim KSV Hicretspor den Schlusspunkt. Doch sein Treffer zum 2:6-Endstand war nur noch Ergebniskosmetik.

Wildeshausen/Harpstedt - Andree Höttges hatte es geahnt: Torjäger Henning Nitzsche sollte dem VfL Wildeshausen II für das Auswärtsspiel in der 1. Fußball-Kreisklasse beim TuS Vielstedt wegen einer Fußverletzung nicht zur Verfügung stehen. „Deshalb mussten wir uns was einfallen lassen“, sagte der VfL-Coach. Höttges’ Lösung für das Problem war perfekt: Als Ersatz bot er Jannis Oberbörsch auf. Der 25-jährige Angreifer, der in der vergangenen Saison noch zum Wildeshauser Bezirksliga-Kader gehört hatte, zuletzt aber berufsbedingt kürzer treten musste, ballerte die Krandel-Kicker beim 13:0 mit sechs Treffern an die Tabellenspitze.

TuS Vielstedt – VfL Wildeshausen II 0:13 (0:7): „Jannis ist eben einer, der weiß, wo das Tor steht“, freute sich Höttges über seinen gelungenen Schachzug. Und auch die künftigen Gegner seiner Crew sollten sich besser in Acht nehmen. „Ich gehe davon aus, dass Jannis bis zur Winterpause bei uns sein wird“, plant Höttges auch weiterhin mit dem oberligaerfahrenen Stürmer. Oberbörsch hatte den Torreigen in Vielstedt eröffnet und ließ dann noch fünfmal das Netz zappeln (6./12./38./44./80./90.). Drei Treffer zum Kantersieg steuerte Robin Landgraf bei (11./64./81.). Je einmal waren Norman Holzenkamp (16.), Nico Krumdiek (30.), Schahuaz Amir-Juki (76./Foulelfmeter) und Lorenz-Anton Stöver (79.) erfolgreich. „13 Tore zu schießen ist schön. Wichtiger ist aber, dass wir weiter Punkte holen“, sagte Höttges. Denn der VfL Stenum II hat wie seine Crew nach acht Spielen 21 Zähler auf dem Konto. Neben Knipser Oberbörsch lobte Höttges Mittelfeldmann Amir-Juki, der „die Dinge sehr gut umgesetzt“ habe.

KSV Hicretspor – Harpstedter TB II 6:2 (3:1): Die erste halbe Stunde der temporeichen Partie verlief ausgeglichen. Beide Teams erarbeiteten sich einige Chancen. Unter anderem scheiterten die Harpstedter Fabian Engeln und Christian Goritz jeweils an KSV-Keeper Harun Uzun. Stattdessen erzielte Izzet Saglam per 20-Meter-Freistoß das 1:0 für Hicretspor (32.). „Und wir haben danach die Köpfe hängen lassen“, berichtete HTB-Spielertrainer Goritz. Schnell legten Yusuf Kalmis und Germain Martens das 2:0 (34.) und das 3:0 (40.) nach. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff konnte Uzun einen Freistoß von Rene Kube nur nach vorne abklatschen, und Markus Würdemann verkürzte auf 1:3 (45.+3). „Für die zweite Halbzeit hatten wir uns vorgenommen, aggressiver in die Zweikämpfe zu gehen und schnell das 2:3 zu machen – aber leider ging das in die andere Richtung“, bedauerte Goritz. Tuna Gizir besorgte nach einer flachen Hereingabe das 4:1 (58.). Germain Martens (70.) und Onur Aslan (76.) machten anschließend das halbe Dutzend voll. Kurz vor Schluss konnte Uzun erneut einen Schuss von Kube nicht festhalten. Diesmal staubte Kai Künzel ab – 2:6 (88.). Damit war die HTB-Reserve noch gut bedient. „Wenn Hicretspor vernünftig zu Ende gespielt hätte, hätten sie auch noch zwei, drei Dinger mehr machen können“, musste Goritz eingestehen. 

mar

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