Rechtsverteidiger des VfL Wildeshausen gibt gegen BW Bümmerstede seine Abschiedsvorstellung

Jannik Wallner darf Meisterschale in Empfang nehmen

Trägt gegen BW Bümmerstede die Kapitänsbinde: Jannik Wallner. Foto: Marquart

Wildeshausen – Der FC Rastede brachte eine Ration „Löwentrunk“ mit, und von GVO Oldenburg gab’s zwei Fässer Bier. Schönes Beiwerk. Im Rahmen des Heimspiels gegen BW Bümmerstede (Sonntag, 15 Uhr) erhalten die Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen nun endlich das, wofür sie die ganze Saison über hart gearbeitet haben: die Meisterschale.

Allerdings wird nicht – wie 2015 nach dem legendären Saisonfinale gegen den SV Atlas – Mannschaftsführer Sebastian Pundsack die Trophäe aus den Händen von Staffelleiter Frank Schulte in Emfpang nehmen. Diese besondere Ehre wird diesmal Jannik Wallner zuteil. „Jannik wird die Mannschaft als Kapitän aufs Feld führen, und wenn er Kapitän ist, wird er auch die Schale entgegennehmen“, kündigt VfL-Coach Marcel Bragula an. Denn für Wallner ist die Partie gegen den Tabellenvierten eine ganz besondere: Es ist sein letztes Heimspiel für die erste Wildeshauser Herrenmannschaft. Nach der Saison wird sich der 29-Jährige ins vierte VfL-Team zurückziehen.

Wallners Abschied stimmt Bragula schon ein wenig sentimental. Denn zusammen mit Sascha Görke ist Wallner dienstältester Akteur bei den Krandel-Kickern. Im Jahr 2008 hatte er den direkten Sprung aus der A-Jugend in die erste Herren geschafft. Unter dem damaligen Trainer Jürgen Gaden stand Wallner sogar noch gemeinsam mit Bragula auf dem Platz.

Seit 2014 ist Ex-Mittelstürmer Bragula Wallners Trainer. „Jannik ist definitiv einer der intelligentesten Spieler, mit denen ich bisher zusammengearbeitet habe. Außerdem hat er Spaß und Lockerheit in die Mannschaft gebracht und nimmt auf der Beliebtheitsskala einen der vorderen Plätze ein“, adelt Bragula den gelernten offensiven Mittelfeldspieler.

Bereits Bragulas Vorgänger Jörg Peuker hatte Wallner zum Rechtsverteidiger umgeschult. „Mit Ball hat Jannik eine hohe Qualität, gegen den Ball hat er manchmal Probleme“, erläutert Bragula. Aus diesem Grund fand sich Wallner des Öfteren auf der Ersatzbank wieder. Keine einfache Entscheidung für den Übungsleiter. Denn Wallner ist nicht nur sein Spieler, er nennt ihn auch einen Freund. „Auch wenn Jannik bei mir nicht immer gespielt hat, hat er sich nie beklagt. Stattdessen hat er auch außerhalb des Platzes viel für die Mannschaft getan und war sich für nichts zu schade – auch deshalb hat er einen besonderen Abschied verdient“, meint Bragula.

Wallner ist nach jetzigem Stand der einzige Spieler des aktuellen Kaders, der in der nächsten Saison nicht zum Wildeshauser Landesliga-Aufgebot zählen wird. Torhüter Sebastian Pundsack hatte in dieser Woche wegen der schweren Verletzung von Felix Dittrich sein geplantes Laufbahnende verschoben (wir berichteten).

Gegen Bümmerstede will der VfL seinen Heimnimbus wahren. Der Meister ist in dieser Saison zuhause noch ungeschlagen (elf Siege, drei Unentschieden). „Und wir haben großes Interesse daran, dass das auch so bleibt“, unterstreicht Bragula.  mar

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