Janek Jacobs und Ole Lehmkuhl beim 0:0 in Leer schmerzlich vermisst

Mittelfeldspieler Bockhorn im Abwehrzentrum tadellos

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VfL-Stürmer Rene Tramitzke (r.) konnte sich beim Auswärtsspiel in Leer nicht in Szene setzen. Dafür bot der etatmäßige Mittelfeldspieler Storven Bockhorn (3.v.l.) erneut eine starke Leistung in der Innenverteidigung.

Wildeshausen - War das Glas nun halbvoll oder doch eher halbleer? So richtig anfreunden konnte sich Marcel Bragula mit dem 0:0 beim VfL Germania Leer jedenfalls nicht. „Das ist schon komisch: Wenn man bei einem ehemaligen Oberligisten einen Punkt holt, sollte man eigentlich zufrieden sein. Ich bin es aber nicht“, sagte der Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen.

Defensiv bot der Aufsteiger eine tadellose Leistung und ließ keine gefährlichen Chancen der Germanen zu. Mal abgesehen von der einen Situation, als Sebastian Bröcker auf der Linie klären musste (70.). Ansonsten stand die Viererkette mit Lennart Flege und Storven Bockhorn im Zentrum sehr sicher. Mittelfeldspieler Bockhorn machte auf der für ihn ungewohnten Position wie schon beim 2:1 gegen den TSV Oldenburg eine starke Partie. „Dass wir nach den ganzen Gegentoren diesmal zu null gespielt haben, ist das Positive, was wir mitnehmen können“, meinte Bragula.

Weniger einverstanden war der VfL-Coach diesmal mit der Angriffsdarbietung seiner Crew. „Von unserer Offensivabteilung bin ich enttäuscht. Nach vorn war das zu wenig – da fehlten ein paar Prozent“, monierte er. Der letzte Pass kam nicht präzise zum Nebenmann, außerdem ging den Gästen die Zielstrebigkeit auf dem Weg zum Tor ab. Die verletzten Janek Jacobs und Ole Lehmkuhl wurden schmerzlich vermisst. Weder Rene Tramitzke im Sturmzentrum noch Sebastian Bröcker und Maximilian Seidel auf den Außenbahnen konnten sich entscheidend in Szene setzen. Gleiches galt für die eingewechselten Andreas Kari (ab 57. für Tramitzke) und Lennart Feldhus (ab 78. für Seidel).

In der ersten Halbzeit der fairen Partie – Schiedsrichter Jan Lammers (RSV Emden) zog auf beiden Seiten je ein Mal Gelb – hätten die Krandel-Kicker in Führung gehen können. So zielte Sascha Görke, der nach überstandener Grippe wieder dabei war, nur knapp am linken Pfosten vorbei (25.).

Wenig später bekam Rene Tramitzke in aussichtsreicher Schussposition keinen Druck hinter den Ball (32.). Das war aber auch schon alles, was der Neuling offensiv zu bieten hatte. „In der zweiten Halbzeit hatten wir keine Torchance mehr“, berichtete Bragula.

Beide Teams gingen taktisch äußerst diszipliniert zu Werke, immer darauf bedacht, keinen Fehler zu machen. Dadurch sahen die rund 150 Zuschauer keine schöne Begegnung. „In der ersten Halbzeit waren wir feldüberlegen, in der zweiten waren leichte Vorteile bei Leer – deshalb geht das Unentschieden insgesamt in Ordnung“, bilanzierte Bragula. Der VfL Wildeshausen bleibt mit jetzt vier Punkten Tabellendreizehnter, Germania Leer rangiert mit nun zwei Zählern weiter auf Position 15.

mar

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