Ex-Wildeshauser leitet Cloppenburger 3:0-Erfolg ein / Lohmann verletzt

Jacobs ein ständiger Gefahrenherd

Gleich scheppert’s: Maximilian Seidel (vorne) hat Cloppenburgs David Hüsing ausgetanzt. Der Schuss des VfL-Angreifers kracht an den Außenpfosten. Foto: Marquart

Wildeshausen – Einer durfte am Freitagabend natürlich nicht fehlen: Selbstverständlich wollte sich Klaus Ebel das Landesliga-Spiel zwischen dem BV Cloppenburg und dem VfL Wildeshausen nicht entgehen lassen. Schließlich wohnt er nur einen Steinwurf vom Stadion an der Friesoyther Straße entfernt. Insgesamt elf Jahre trainierte der Fußballlehrer die erste Herrenmannschaft des BVC. Von 2012 bis 2014 fungierte Ebel dann bei den Krandel-Kickern als Chefcoach. Inzwischen lässt es der 72-Jährige als Übungsleiter der Cloppenburger D-Junioren ruhiger angehen.

Für das Aufeinandertreffen seiner beiden Ex-Mannschaften hatte Ebel diplomatisch ein 2:2 getippt – und lag damit gründlich daneben. Der BVC gewann mit 3:0 (1:0). Nur zwei Tage nach dem Bezirkspokalaus beim SV Brake (1:3) mussten die Wildeshauser also auch ihre erste Punktspielniederlage einstecken – eine gebrauchte Woche. Dazu passte, dass sich VfL-Keeper David Lohmann beim Abfangen einer harmlosen Flanke einen Finger auskugelte und nicht mehr weiterspielen konnte (21.).

Die erste Chance der Begegnung sahen Experte Ebel und rund 330 weitere Zuschauer aufseiten des BVC. Doch Lohmann klärte per Fußabwehr gegen Derrick Ampofo (6.). Der Aufsteiger wurde erstmals in der zwölften Minute gefährlich: Lennart Feldhus hatte sich gegen BVC-Kapitän Kristian Westerveld durchgesetzt, fiel im Strafraumduell mit Quendrim Krasniqi aber zu leicht hin anstatt den Abschluss zu suchen. Klar elfmeterreif war die Szene, als ein Cloppenburger bei einem Schuss von Sascha Görke die Hand ausfuhr und den Ball abwehrte (44.). Aber erneut ließ Schiedsrichterin Anke Hölscher (TuS Westerende) weiterspielen.

So ging es mit einer 1:0-Führung für den Oberliga-Absteiger in die Kabinen. BVC-Torjäger Dio Ipsilos hatte die Kugel unhaltbar für Lohmann eingeköpft (15.). Die herrliche Flanke dazu kam ausgerechnet von Janek Jacobs. Der 25-Jährige war gegen seinen Stammverein auf dem linken Flügel ein ständiger Gefahrenherd. Maximilian Seidel hätte für den schnellen Ausgleich sorgen können. Doch sein Schuss klatschte nur an den Außenpfosten, nachdem er David Hüsing regelrecht schwindelig gespielt hatte (18.). Allerdings hätte die Crew von BVC-Coach Wolfgang „Maxe“ Steinbach nach 45 Minuten auch schon höher führen können. So traf Ampofo nach einem Laufduell mit Sebastian Pundsack nur den Pfosten (22.). Außerdem parierte Pundsack in höchster Not gegen Benny Boungou (45.+3).

„Die zweite Halbzeit war dann besser als die erste. Wir haben Druck entfacht und hatten auch Chancen“, sagte Marcel Bragula. Außerdem forderte der VfL-Coach nach einem Ziehen gegen Seidel zum dritten Mal einen Strafstoß. Aber erneut pfiff Hölscher nicht (56.). Stattdessen leisteten sich die Gäste mitten in dieser Drangphase einen Ballverlust. Dann ging es schnell. Ipsilos flankte, und Ampofo erhöhte per Kopf auf 2:0 (61.). „Das ist ein kleines Problem. Darauf müssen wir eingehen“, meinte Bragula.

Während der starke tschechische BVC-Schlussmann Lukas Godula (Bragula: „Ihr Faustpfand“) seinen Kasten bis zum Ende sauber hielt, erhöhte der eingewechselte Enes Muric nach erneuter Ipsilos-Flanke noch auf 3:0 (81.). So hatten sich die Ex-Cloppenburger Alexander Dreher und Mika Ostendorf, die beide zur Wildeshauser Startformation gehörten, die Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte ganz gewiss nicht vorgestellt.  mar

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