VfL Wildeshausen meldet sich mit 1:1 gegen TuS BW Lohne zurück

Jacobs beendet Durststrecke

Maximilian Seidel nimmt Maß: Der Schuss verfehlte nur haarscharf das Tor. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Der VfL Wildeshausen hat im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga ein Lebenszeichen ausgesandt: Nach acht Niederlagen am Stück und zehn sieglosen Spielen insgesamt holten die Krandel-Kicker am Mittwochabend ein 1:1 (0:1) gegen den TuS BW Lohne. Da der TV Dinklage gegen Spitzenreiter TuS Bersenbrück überraschend ein 1:1 holte, reichte den Wildeshausern der Punkt jedoch nicht, um die Abstiegsplätze zu verlassen.

„Das Unentschieden ist vielleicht zu wenig“, meinte VfL-Coach Marcel Bragula. „Aber man muss das Ergebnis auch mal losgelöst von der Leistung betrachten, wenn man sieht, wer heute auf dem Platz gestanden hat.“ Durch die zahlreichen Ausfälle waren die Gastgeber fast mit einer Rumpfelf angetreten. Nachdem Niklas Heinrich beim Warmmachen abwinken musste, kam in der Innenverteidigung Pascal Hesselmann aus der Kreisliga-Mannschaft zum Einsatz. In Florian Rohe und Marius Meier saßen noch zwei weitere Akteure aus der Wildeshauser U 23 auf der Ersatzbank.

Bei seiner Landesliga-Premiere machte Hesselmann eine mehr als ordentliche Partie und führte sich durch ein energisches Tackling gegen Dio Ipsilos gleich gut ein (6.). Doch nur zwei Minuten später ließ der 20-Jährige Lohnes Torjäger Tim Wernke ungehindert quer legen, und Thomas Wulfing nagelte den Ball zum 1:0 unter die Latte (8.). Ansonsten war der regionalligaerfahrene Wernke bei Hesselmann gut aufgehoben.

Durch den frühen Rückstand wirkten die ohnehin schon angeknacksten Wildeshauser noch verunsicherter als zuvor und brachten im ersten Durchgang keine Chance zustande, die diese Bezeichnung verdient gehabt hätte. „Die erste Halbzeit war zu zaghaft“, musste Bragula eingestehen Stattdessen verhinderte Keeper Sebastian Pundsack gegen Ipsilos (16.) und kurz nach Wiederanpfiff mit einer Fußabwehr gegen Wernke (55.) sogar das mögliche 0:2.

Doch ein 20-Meter-Freistoß von Lennart Feldhus, den Lohnes Schlussmann Philip Kreimer gerade noch um den Pfosten lenken konnte (57.), war dann offensichtlich der Weckruf für den Aufsteiger, der fortan beherzter zu Werke ging. Allen voran der eingewechselte Sebastian Bröcker, der zuletzt beim 1:2 in Oythe zunächst eine dicke Chance vergeben und dann beim zweiten Gegentreffer entscheidend gepatzt hatte.

„Wir woll’n den Schmale sehen!“, hallte es nach einer Stunde Spielzeit durch den Krandel. Doch die VfL-Anhänger mussten sich noch eine Viertelstunde gedulden, ehe Bragula den reaktivierten Goalgetter aufs Feld schickte. Die Einwechslung des 33-Jährigen, der ebenfalls sein Landesliga-Debüt gab, läutete dann eine starke Schlussviertelstunde der Platzherren ein. Zunächst rauschte ein 17-Meter-Schuss von Bröcker noch knapp am Lohner Kasten vorbei (76.). Doch schon kurz darauf vollendete Janek Jacobs eine schöne Einzelaktion mit einem platzierten Flachschuss zum 1:1 (77.).

Nun wollte der Tabellendreizehnte mehr – und hätte es auch fast bekommen. Allerdings rauschte Maximilian Seidels Schuss von der Strafraumkante nur haarscharf am Pfosten vorbei (82.). Umgekehrt hatte der VfL Glück, dass Jan Lehmkuhl in letzter Sekunde Wernke abblocken konnte (89.). So blieb es beim 1:1.

„Ich will Wildeshausen auch im nächsten Jahr in der Landesliga sehen! Kriegen wir das hin, Männer?“, fragte Bragula seine Crew nach dem Abpfiff. Ihr langgezogenes „Jaaaaaaa!“ klang ziemlich überzeugend . . .

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