Wildeshauser verlieren schwaches Landesliga-Spiel gegen BV Essen mit 0:1

Jabateh stürzt VfL auf Abstiegsplatz

Auffälligster Wildeshauser: Flügelstürmer Steven Müller-Rautenberg (vorn). Foto: Marquart

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Trostloses Fußballspiel an einem tristen November-Sonntag: Durch die 0:1 (0:1)-Niederlage zum Rückrundenauftakt gegen den BV Essen rutschte Landesligist VfL Wildeshausen erstmals seit dem Saisonstart auf einen Abstiegsplatz. Für den Aufsteiger war es bereits die vierte Pleite in Folge. „Für die Zuschauer muss es grauenhaft gewesen sein“, hatte Wildeshausens Co-Trainer Patrick Meyer Mitleid mit den etwa 150 Fans.

Den einzigen Treffer in der auf schwachem Niveau geführten Partie erzielte Vafing Jabateh. Essens liberianischer Angreifer profitierte dabei von einem groben Fehler von Thorben Schütte. Nach einem weiten Ball hätte Wildeshausens Innenverteidiger eigentlich problemlos klären können. Doch Schütte drehte sich dabei so ungeschickt, dass ihm der heranstürmende Jabateh die Kugel stibitzen konnte. Der 26-Jährige lief noch ein paar Schritte und schob dann unhaltbar für VfL-Keeper David Lohmann unten rechts zu seinem achten Saisontor ein (40.).

Bis dahin waren die Krandel-Kicker von zwei eher mäßigen Teams das etwas aktivere gewesen und hatten auch zwei Chancen, um selbst in Führung zu gehen. Zunächst blockte Orgest Buzi im letzten Moment einen Schuss von Maximilian Seidel (10.). Dann kam Steven Müller-Rautenberg nach einem Freistoß von Lukas Schneider zum Abschluss, setzte den Ball aber über den Querbalken (36.). Dazwischen hatte Essens Nikita Kirik aus 25 Metern das Ziel knapp verfehlt (29.).

„Die erste Halbzeit war noch ganz okay, in der zweiten war das aber zu wenig. Da müssen wir viel überzeugter sein von unserer Art Fußball zu spielen. So kommst du auch nicht zu Chancen. Deshalb ist das Ergebnis in Ordnung“, urteilte Meyer. Er hatte bereits zur Pause Alexander Kupka auswechseln müssen, der einen Ellenbogen ins Gesicht bekommen hatte. Kurz nach Wiederbeginn war dann für Angreifer Seidel wegen Rückenproblemen Schluss. Und in der 86. Minute humpelte dann Müller-Rautenberg nach einem Foul von Ivan Buzynnikov vom Feld. Weil das Wechselkontingent bereits erschöpft war, mussten die Wildeshauser die verbleibende Spielzeit in Unterzahl absolvieren.

Bis zu seiner Verletzung war Müller-Rautenberg der auffälligste Wildeshauser. Immer wieder suchte der Flügelstürmer den Abschluss. Allerdings fehlte ihm bei seinen Versuchen das nötige Glück (61./65./67.). „,Stevo‘ war gut im Spiel. Wenn ich das richtig gesehen habe, hat wieder sein lädiertes Sprunggelenk etwas abbekommen“, meinte Meyer.

Schon Mitte der zweiten Halbzeit hatte der B-Lizenzinhaber das Gefühl, dass seiner Crew der Ausgleich nicht mehr gelingen würde: „Das ist schon ernüchternd.“ Auch die Umstellung vom anfänglichen 4-2-3-1-System auf eine 4-4-2-Formation brachte nichts ein.

„Wenn ich mich auf die Mannschaft verlassen muss, ist sie da. Wir wussten, dass wir nicht viele Chancen bekommen werden und geduldig sein müssen. Dieses Glück muss man sich aber auch erarbeiten“, freute sich Mohammad Nasari. Ein Sonderlob zollte Essens Coach seinem Verteidiger Buzynnikov, der die Aufgabe gegen VfL-Torjäger Lennart Feldhus „grandios gelöst“ habe.

So es das Wetter und die Platzverhältnisse zulassen, hat der VfL Wildeshausen mit der Auswärtspartie beim VfL Germania Leer (Sonntag, 1. Dezember, 14 Uhr) und dem Heimspiel gegen den VfL Oythe (Sonntag, 8. Dezember, 14 Uhr) in diesem Jahr noch zwei Chancen, seinen Negativlauf zu durchbrechen und die Abstiegsränge wieder zu verlassen. „So wollen wir jedenfalls nicht in die Winterpause gehen“, bekräftigte Meyer.

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