Erstliga-Faustballerinnen verlieren Europacup-Finale mit 0:3 gegen Arnreit

Imke Schröders Ass bringt dem Ahlhorner SV Silber

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Freuen sich über die Silbermedaille beim Europacup in Kremsmünster: Janna Meiners (v.l.), Sandra Wortmann, Pia Neuefeind, Sarah Reinecke, Celina Minx, Annika Lohse, Imke Schröder und Trainerin Edda Meiners.

Ahlhorn - Die Faustballerinnen des Ahlhorner SV haben auf internationaler Bühne erneut für Furore gesorgt: Beim Europacup im österreichischen Kremsmünster holte die Mannschaft von Trainerin Edda Meiners die Silbermedaille. In einer Neuauflage des Vorjahresendspiels unterlag der Titelverteidiger dem SV Union Arnreit mit 0:3 (5:11, 7:11, 5:11). Damit revanchierte sich der österreichische Meister für die 0:3-Niederlage in Berlin.

„Im Vergleich zum Vorjahressieg war Arnreit diesmal auf allen Positionen einen Tick besser besetzt“, berichtete ASV-Delegationsleiter Ulrich Meiners. Die Ahlhornerinnen machten im Endspiel viel zu wenig Druck. „Das hat Arnreits Angreiferin Magdalena Lindorfer genutzt und uns ordentlich eingeschenkt“, sagte Ulrich Meiners.

Von Trauer war bei den Norddeutschen nach der Niederlage jedoch keine Spur – sie feierten bei der Fete auf dem Sportplatz in Kremsmünster bis tief in die Nacht. „Mit der Silbermedaille sind wir unter den gegebenen Umständen mehr als zufrieden“, bestätigte Meiners. Unter anderem machten Angreiferin Celina Minx wieder starke Rückenprobleme zu schaffen. „Sie hatte Schmerzen bei jedem Schlag. Wahrscheinlich muss sie noch mal in die Röhre – so geht es jedenfalls nicht weiter“, meinte Ulrich Meiners.

Ihrem Europacup-Ziel, einer Medaille, waren die Ahlhornerinnen schon nach den ersten beiden Vorrundenbegegnungen ganz nah. Zum Auftakt bezwang der ASV den in der österreichischen Liga spielenden italienischen Meister SSV Bozen dank einer konzentrierten Leistung mit 3:0 (11:8, 11:4, 11:7). Anschließen rang der Bundesliga-Zweite den Schweizer Meister FG Embrach mit 3:2 (11:5, 11:8, 9:11, 6:11, 11:7) nieder. Dabei schaffte es der ASV trotz einer 9:8-Führung im dritten Satz nicht, den Sack frühzeitig zuzumachen.

Im letzten Gruppenspiel bekam die Crew von Edda Meiners dann schon mal einen Vorgeschmack auf das spätere Endspiel: Der SV Union Arnreit machte beim 3:0 (11:8, 11:7, 11:5) kurzen Prozess. „Das war äußerst klar. Im dritten Satz haben wir dann mit Pia Neuefeind im Angriff gespielt“, sagte Ulrich Meiners. Der Gegner sei für die 15-Jährige Nachwuchsakteurin eindeutig eine Nummer zu groß gewesen, sagte Meiners: „Aber es war wichtig für sie, diese Erfahrung zu sammeln. Außerdem ging es darum, Kräfte für den nächsten Tag zu sparen“, erläuterte der ASV-Delegationsleiter

Im Halbfinale kam es dann zum Aufeinandertreffen mit Bundesliga-Spitzenreiter TV Jahn Schneverdingen, der den Ahlhornerinnen die einzige Niederlage im bisherigen Saisonverlauf beigebracht hatte. Wie schon im Gruppenspiel gegen die FG Embrach lag der ASV rasch mit 2:0 Sätzen vorn (11:3, 11:9). „Die Abwehr stand top, und Imke Schröder war so gut wie nie zuvor“, schwärmte Ulrich Meiners. Trotzdem gelang Jahn der 2:2-Ausgleich (7:11, 6:11).

Im Entscheidungssatz spielten die Ahlhornerinnen mit dem Mute der Verzweiflung. Weil bei Celina Minx nun gar nichts mehr ging, brachte Edda Meiners Allrounderin Sandra Wortmann neben Imke Schröder im Angriff. Nach einer Auszeit beim Stand von 10:8 verwandelte Imke Schröder den zweiten Matchball mit einem Ass zum umjubelten Finaleinzug. · mar

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