Punktgleicher TV Brettorf hat aufgrund der weniger gewonnenen Sätze das Nachsehen

Imke Schröder führt ASV zur DM-Qualifikation

Jubel und Erleichterung: Janna Köhrmann (h.v.l.), Tokessa Köhler-Schwartjes, Imke Schröder, Felicia Gißler (v.v.l.), Michael Grzywatz und Sarah Reinecke vom Ahlhorner SV feiern die erneute DM-Qualifikation. Foto: Ahlhorner SV

Brettorf/Ahlhorn – Jubel bei den Faustballerinnen des Ahlhorner SV, Enttäuschung beim TV Brettorf: Nach dem hochdramatischen letzten Spieltag in der 1. Bundesliga Nord durfte die Crew von ASV-Trainerin Edda Meiners die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft am 31. August und 1. September in Kellinghusen feiern. In der Endabrechnung entschieden die mehr gewonnenen Sätze zugunsten der Ahlhornerinnen. Vom Punkt- und Satzverhältnis lag Brettorf gleichauf.

Dennoch gab sich Rieke Schwarze gefasst. „Wir haben es nicht heute verspielt, sondern in den Wochen davor“, meinte Brettorfs Trainerin. Mit Siegen über den SV Moslesfehn (3:2) und den VfL Kellinghusen (3:1) hatte ihr Team die Pflicht erfüllt. Doch mit dem klaren Erfolg über den TSV Bayer 04 Leverkusen (3:0) und der einkalkulierten Niederlage gegen Spitzenreiter TV Jahn Schneverdingen (1:3) rettete der Ahlhorner SV den zweiten Tabellenplatz ins Ziel.

TSV Bayer 04 Leverkusen – Ahlhorner SV 0:3 (3:11, 9:11, 8:11): Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung ließ der amtierende deutsche Vizemeister dem Werksteam keine Chance. Allerdings musste der ASV im zweiten und dritten Satz zunächst jeweils einem Rückstand hinterherlaufen.

SV Moslesfehn – TV Brettorf 2:3 (3:11, 5:11, 11:9, 12:10, 7:11): Mit dem Selbstvertrauen von zuletzt vier Siegen ohne Satzverlust machten die Frauen um TVB-Kapitänin Karen Kläner zunächst da weiter, wo sie am vergangenen Wochenende aufgehört hatten. Doch nach der 2:0-Satzführung riss bei ihnen der Faden. „Und Moslesfehn hat ganz schnell an Fahrt aufgenommen“, berichtete Rieke Schwarze. Zu allem Überfluss wurde Brettorfs Schlagfrau Laura Marofke zu Beginn des dritten Durchgangs von einer Werbebande überrollt, die eine Windböe auf das Spielfeld gefegt hatte. Die Angreiferin überstand den Zusammenprall zum Glück unbeschadet. Zwar musste Brettorf den Satzausgleich hinnehmen, behielt im entscheidenden fünften Durchgang aber die Nerven.

TV Jahn Schneverdingen – Ahlhorner SV 3:1 (11:8, 11:9, 8:11, 11:9): Nach dem Verlust der ersten beiden Sätze drohte den Ahlhornerinnen das DM-Ticket zu entgleiten. Natürlich war der ASV-Tross darüber informiert, dass Konkurrent Brettorf zeitgleich mit 2:0 gegen Kellinghusen führte. Während sich Aniko Müller und Alina Karahmetovic die Aufgaben in der Jahn-Offensive ohne Qualitätsverlust teilten, lastete die gesamte Verantwortung im ASV-Angriff auf den Schultern von Imke Schröder. Hatte die Kapitänin zuletzt mit ihrer Leistung gehadert, präsentierte sie sich diesmal deutlich verbessert. „Für Imke freut es mich am meisten. Sie wollte es unbedingt“, lobte Zuspielerin Janna Köhrmann ihre Schlagfrau, die großen Anteil am Gewinn des dritten Satzes hatte. Obwohl der ASV im vierten Durchgang schon mit 5:1 führte, jubelten wenig später die „Heidschnucken“ – und Ahlhorn konnte nur noch abwarten.

VfL Kellinghusen – TV Brettorf 1:3 (8:11, 8:11, 11:8, 11:13): Mit der 2:0-Satzführung im Rücken hatte Brettorf auch im dritten Abschnitt zunächst die Nase vorn – ein 3:0-Erfolg hätte die DM-Qualifikation bedeutet. „Aber irgendwie sind wir eingebrochen, haben Eigenfehler produziert und so für Kellinghusen die Punkte gemacht“, monierte Rieke Schwarze. Kurz darauf war alles Hoffen vergebens. „Wir sind schon enttäuscht. Trotzdem haben wir unser Saisonziel erreicht, indem wir besser abgeschnitten haben als im vergangenen Jahr“, bilanzierte die 32-Jährige. In der Feldsaison 2018 hatten ihre Schützlinge Platz fünf belegt.

„Brettorf hat eine tolle Saison gespielt und hätte es genauso verdient gehabt“, dachte Janna Köhrmann im Moment des Erfolges auch an den geknickten Landkreisrivalen.  mar

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

#hallezusammen-Konzert gegen Hass und Ausgrenzung

#hallezusammen-Konzert gegen Hass und Ausgrenzung

Fotostrecke: Lukebakio kontert Sargent - 1:1

Fotostrecke: Lukebakio kontert Sargent - 1:1

Nach neuer Krawallnacht in Katalonien: Madrid erhöht Druck

Nach neuer Krawallnacht in Katalonien: Madrid erhöht Druck

Freimarkt 2019 - Bilder vom Auftakt am Freitag

Freimarkt 2019 - Bilder vom Auftakt am Freitag

Meistgelesene Artikel

„Emotionales Spiel“ für Enis Stublla

„Emotionales Spiel“ für Enis Stublla

Rot für Hansch ist das i-Tüpfelchen

Rot für Hansch ist das i-Tüpfelchen

Struve sorgt für die Punkteteilung

Struve sorgt für die Punkteteilung

Bragula erwartet ein Kampfspiel

Bragula erwartet ein Kampfspiel

Kommentare