Wildeshauser A-Junioren trotzen SG DHI Harpstedt im Derby ein 1:1 ab

Iken wirft hin, Flege übernimmt

Zog den Schlussstrich: Maximilian Iken trat als A-Junioren-Trainer des VfL Wildeshausen zurück. Foto: Marquart

Wildeshausen – Maximilian Iken hatte die Faxen dicke. „Es ist so viel vorgefallen – das muss ich mir nicht mehr antun“, sagte der 22-Jährige. Er zog die Konsequenzen und legte den Trainerposten bei den A-Junioren des VfL Wildeshausen mit sofortiger Wirkung nieder. Bis zum Saisonende wird Bastian Flege das Tabellenschlusslicht der Fußball-Bezirksliga betreuen. Unter seiner Regie trotzten die Krandel-Kicker der SG DHI Harpstedt im Derby ein 1:1 (0:0) ab.

Die Wildeshauser zogen sich weit zurück und wollten über Konter zum Erfolg kommen. „Das hat nicht so gut geklappt“, musste Flege eingestehen. Die Harpstedter waren drückend überlegen, schafften es trotz bester Möglichkeiten aber nicht, daraus Kapital zu schlagen. Allein Lukas Brümmer, Ole Volkmer und Niclas Schemionek vergaben in der ersten Halbzeit drei hundertprozentige Chancen. „Ein 0:2 zur Pause wäre nicht unverdient gewesen“, meinte Flege. Wie in den Spielen zuvor machte VfL-Keeper Tobias Beier erneut einen tollen Job und war ein sicherer Rückhalt.

Kurz nach dem Wechsel gelang den Gästen der überfällige Führungstreffer: Volkmer verlängerte einen Abschlag von Torhüter Jakob Wehrenberg, und Lukas Brümmer überlupfte Beier zum 1:0 (51.). „Da haben wir uns endlich für den großen Aufwand belohnt“, freute sich DHI-Coach Michael Würdemann. Notgedrungen wurde Wildeshausen nun aktiver. „Und verdientermaßen haben wir das 1:1 gemacht“, erklärte Flege. Fabian Blech profitierte davon, dass in der DHI-Innenverteidigung die Zuteilung nicht stimmte (68.).

„Und dann ging das Geduldspiel von vorne los“, ächzte Würdemann. Seine Crew rannte wieder vergeblich an und hätte in der Schlussminute sogar fast das 1:2 kassiert. Doch Wehrenberg parierte glänzend, als Dlofan Alhaidar allein vor ihm auftauchte. Im Gegenzug hatte der VfL Glück, dass Volkmer freistehend den Ball nicht richtig traf. „Die Jungs haben sich das Leben selbst schwer gemacht“, haderte Würdemann.

Dafür sprach er den B-Junioren-Leihgaben Jelko Meyer, Jannes Pleus und Frederik Janowsky ein Kompliment aus: „Sie bringen schon Qualität mit.“ Durch das Unentschieden ist die SG DHI im Kampf um den Klassenerhalt nicht wirklich vom Fleck gekommen und rangiert mit 18 Zählern punktgleich hinter dem FC Rastede auf Abstiegsplatz elf.

„Harpstedt hatte die bessere Spielanlage und hätte den Sieg deswegen verdient gehabt. Deshalb ist das 1:1 für mich in Ordnung“, resümierte Flege. Obwohl sein Team aus den jüngsten vier Partien fünf Punkte holte, ist das rettende Ufer allenfalls noch theoretisch zu erreichen. „Für uns geht es darum, dass wir uns weiter von Spiel zu Spiel steigern“, zeigte Flege den weiteren Weg auf.

Dass die Wildeshauser A-Junioren überhaupt noch in der Bezirksliga dabei sind und nicht längst zurückgezogen haben, ist jedoch hauptsächlich Ikens Verdienst. Trotz 17 zum Teil derber Niederlagen am Stück, schaffte er es immer wieder aufs Neue, seine sportlich unterlegenen Schützlinge zu motivieren. Lediglich zum Heimspiel gegen GVO Oldenburg trat der Tabellenletzte nicht an. Unter diesen Umständen empfand der Ex-Coach die Kritik, die auf ihn eingeprasselt sei, als nicht gerechtfertigt – und zog den Schlussstrich.  mar

SG DHI kommt nicht vom Fleck

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