IFA-Pokalausrichter vergibt im Quali-Spiel 2:0-Satzführung und drei Matchbälle

Lukas Lässer lässt Brettorfs Medaillenträume platzen

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Die Spieler des TuS Kremsmünster (grüne Trikots) feiern den Gewinn des IFA-Pokals.

Wardenburg - Von Sven Marquart. Die Durststrecke hält an: Seit dem Triumph des TK Hannover im Jahr 2007 müssen die deutschen Faustball-Mannschaften auf einen Sieg beim IFA-Pokal warten. Dass ihre Geduld weiter strapaziert wird, war am vergangenen Wochenende bereits nach den Qualifikationsspielen klar. Denn im Halbfinale waren die Teams aus Österreich und der Schweiz unter sich. Im rein österreichischen Endspiel besiegte der TuS Kremsmünster den favorisierten FBC Askö Linz-Urfahr mit 3:1.

„Leider hinken wir leistungsmäßig hinterher“, bedauerte Ulrich Meiners. Der IFA-Vizepräsident aus Ahlhorn hätte den beiden ausrichtenden Vereinen Wardenburger TV und TV Brettorf zumindest eine deutsche Mannschaft im Semifinale gewünscht: „So können sie den Lohn für ihre Mühen nicht ernten.“

Während sich der enttäuschende DM-Dritte TV Vaihingen/Enz bereits nach der Vorrunde aus dem Titelkampf verabschiedet hatte, erwischte es den TV Schweinfurt-Oberndorf und den TV Brettorf in den Qualifikationsspielen. Die Schweinfurter um Nationalmannschaftsmittelmann Fabian Sagstetter unterlagen dem TuS Kremsmünster nach hartem Kampf mit 2:3.

Dagegen stand der TV Brettorf bei einer 2:0-Satzführung gegen den Schweizer Vizemeister SVD Diepoldsau-Schmitter bereits mit einem Bein im Halbfinale. „Eigentlich hatten wir sie schon da, wo wir sie hin haben wollten“, meinte Tobias Kläner. Brettorfs Angreifer hatte wegen einer Erkältung und einer Knieblessur in den vergangenen drei Wochen nicht richtig trainieren können. Deshalb hätte er sich bei tropischen Temperaturen Entlastung am Schlag gewünscht. Doch dummerweise war Jens von Seggern beruflich verhindert.

Trotzdem hatte der Mitausrichter im fünften und entscheidenden Satz drei Matchbälle, konnte aber keinen davon nutzen. „Da geht uns auch ein bisschen das Glück ab“, haderte Tobias Kläner mit den fehlenden Fortune. Stattdessen machten die Eidgenossen mit der ersten sich ihnen bietenden Gelegenheit den Sack zu: Mit einem enormen Armzug drosch Nationalangreifer Lukas Lässer den Ball flach zum 14:12 durch die Mitte – aus der Traum von einer Brettorfer Medaille!

Im bedeutungslosen Spiel um Platz fünf unterlag der Co-Gastgeber erneut dem TV Schweinfurt-Oberndorf in zwei Sätzen. Schon zum Turnierauftakt hatten sich die Unterfranken mit 2:0 behauptet. Allerdings verzichtete Brettorfs Trainer Ralf Kreye diesmal auch auf seine Stammabwehr mit Christian und Timo Kläner sowie Tim Lemke und schickte stattdessen Jörn Kläner, Julian von Seggern und Marc Lange aufs Feld. Außerdem nutzte Tobias Kläner die Partie, um Sprungangaben zu üben. „Es hört sich jetzt blöd an, aber der IFA-Pokal war ein gutes Training für die DM-Endphase“, meinte der Angreifer.

Mit den Lokalmatadoren im Halbfinale hätten sich vielleicht noch einige Fans mehr Am Everkamp eingefunden. Aber so blieb das Publikumsinteresse „deutlich hinter den Erwartungen“ von Torsten Büsselmann zurück. Der Faustballabteilungsleiter des Wardenburger TV schätzte den Besuch der Vorrunde auf 250, den des Finaltages auf etwa 400 Zuschauer. Büsselmann mochte jedoch nicht verhehlen, dass die „Probleme zum Teil hausgemacht“ waren, indem am Freitag und Sonnabend und nicht in bewährter Manier am Sonnabend und Sonntag gespielt wurde. Am ersten Tag grätschte den Organisatoren zudem das WM-Viertelfinale der deutschen Fußball-Nationalmannschaft dazwischen, am zweiten die U14-Landesmeisterschaften in Ahlhorn. „Das hat auch viele Leute abgezogen“, meinte Torsten Büsselmann.

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