Brettorfs Faustballer Christian Kläner blickt auf ein verrücktes Jahr 2013 zurück

„Ich war mega nervös“

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Der Jubel nach dem World-Games-Sieg war grenzenlos. Christian Kläner (hinten, Vierter von links) war mittendrin. ·

Brettorf - Für Faustball-Nationalspieler Christian Kläner vom TV Brettorf hat es 2013 sportlich besser auf fremden Terrain als in den heimischen Gefilden funktioniert. Denn auf den glorreichen Gold-Medaillengewinn Anfang August bei den World Games in Kolumbien folgte zwei Wochen später das Stahlbad bei den Deutschen Feldfaustball-Meisterschaft vor der Haustüre in Ahlhorn, als die Brettorfer bereits in der Qualifikation ausschieden. Doch der sportliche Meilenstein in Kolumbien bescherte Kläner noch im Oktober das Silberne Lorbeerblatt – persönlich von Bundespräsident Joachim Gauck in Berlin überreicht.

„2013 war für mich nicht das erfolgreichste, aber ganz sicher das ereignisreichste Sportjahr meiner bisherigen Karriere“, sagt der 30-jährige Christian Kläner. Geprägt hätten ihn vor allem die Erfahrungen der World Games – ein internationales Turnier von Sportarten, die nicht olympisch sind. „Ich habe mich in dieser großen Sportlergemeinschaft extrem heimisch gefühlt“, beschreibt Kläner das Gefühl, als im kolumbianischen Cali mehr als 2 800 Sportler aus 90 Nationen zusammenkamen.

Zudem sei es reizvoll gewesen, außerhalb von Europa diese Erfahrung machen zu dürfen. „Wenn man zuerst Kolumbien hört, sagt man sich natürlich: Uhlala! Schließlich hört man in den Nachrichten immer die Berichte über die ganzen Drogenkartelle. Zumal kurz vor den World Games die Unruhen auch nochmal zugenommen hatten“, erinnert sich der 30-Jährige.

Doch im Endeffekt habe man von diesen Problemen vor Ort in Cali nichts mitbekommen: „Das kolumbianische Sportkomitee wollte allen Athleten das Gefühl geben, etwas besonderes zu sein. Das hat geklappt“ sagt Kläner. Doch so luxuriös größtenteils die Hotelanlagen gewesen seien, so rumpelig sei es auf den Sportstätten der Faustballer zugegangen: „Teilweise waren die Platzverhältnisse der Veranstaltung nicht würdig. Es war holprig mit riesigen Schlaglöchern. Aber wir haben ja das Beste daraus gemacht.“ Wohl wahr. Schließlich baumelte am Ende die Goldmedaille um Kläners Hals. Dass es zum sportlichen Meisterstück reichte, habe laut Kläner vor allem am Teamgeist gelegen. „Es war wahnsinnig schön, mit der Mannschaft zwei Woche rund um die Uhr zu verbringen. Das schweißt einfach extrem zusammen.“

Dieses Gefühl, im vergangenen Sommer einer besonderen Mannschaft angehört zu haben, dürfte sich zwei Monate nach dem Titelgewinn nochmals verstärkt haben, als Bundespräsident Joachim Gauck die World-Games-Sieger im Berliner Schloss Bellevue ehrte. „Die Auszeichnung mit dem Silbernen Lorbeerblatt war einzigartig. Aber es ist eben doch etwas anderes als sportliche Erfolge zu feiern. Auf jeden Fall war es ein ungewöhnlicher Rahmen. Ich war mega nervös, deutlich angespannter als bei wichtigen Faustballspielen.“

Das Silberne Lorbeerblatt ist schließlich die höchste sportliche Anerkennung in der Bundesrepublik. Ein Grund zum Aufhören, weil alle Ziele erreicht sind? Mitnichten, sagt Kläner: „Ich will auf jeden Fall noch bis 2015 weiter in der Nationalmannschaft spielen. Denn den WM-Titel in Argentinien zu verteidigen, ist mein Nah- beziehungsweise Fernziel.“ Schließlich gelte es 2014 noch, die Europameisterschaft in der Schweiz zu erreichen und dort den Titel holen. Denn im prall gefüllten Medaillenschrank des 30-Jährigen fehlt die Goldene bei einer EM noch. · wie

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