Seeger freut sich auf die „geilste Liga“

Reichlich frischer Wind für Huntlosens Offensive

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Huntlosens Trainer Maik Seeger (hinten, Mitte) nimmt einige Neulinge unter seine Fittiche (vorn von links): Leon Fenslage, André Hesselmann, Simon Mohn und Tom Kunst. Es fehlt Dennis Beckmann.

Huntlosen - Maik Seeger muss schmunzeln. „Endlich bin ich in der Kreisliga“, feixt der Trainer des FC Huntlosen: Als Spieler des TV Munderloh schaffte er früher zwar den Aufstieg, zum Start in der neuen Klasse fand er sich aber in der zweiten Mannschaft wieder.

Als Aktiver in Huntlosen gewann er vor gut zehn Jahren die Relegation, doch der FCH durfte trotzdem nicht hoch, weil der vermeintliche Bezirksliga-Aufsteiger GW Kleinenkneten damals sein Relegationsspiel am grünen Tisch noch verlor. Als Trainer feierte er 2016 nach zwei Aufstiegen in Serie Huntlosens Kreisliga-Rückkehr, musste sich während der Vorbereitung aber aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen. Jetzt ist Seeger wieder fit – und tatendurstig: „Die Kreisliga ist für mich die geilste Liga in unserem Amateurfußball.“

Zugute kommt ihm und seinem Team, dass Huntlosen einerseits über eine beneidenswerte Anlage verfügt – mit dem Kunstrasenplatz, auf dem „rundweg acht Monate Fußball und Training im Jahr möglich sind – auf anderen Plätzen nur sechs“, schildert Seeger. Andererseits liege der Ort zentral im Kreis: „Wir sind in einer Viertelstunde bei fast allen Gegnern – etwa in Dötlingen, Ahlhorn, Großenkneten, Munderloh und Wardenburg.“

Die Reisen dorthin tritt der letztjährige Tabellenelfte nun in teils neuer Besetzung an. Der elffache Torschütze Tareg Sato verließ den Club, weil er nicht mehr so oft trainieren wollte. Wanja Hiemann pausiert, Jan Schindler konzentriert sich auf sein neues Traineramt bei den A-Junioren der SG Großenkneten/Huntlosen, das er von Seeger übernommen hat.

Aus dieser A-Jugend nahm Rückkehrer Seeger Tom Kunst mit. „Das ist auf jeden Fall der richtige Schritt für ihn“, meint sein bisheriger und neuer Coach über das Offensivtalent, das über außen oder in der Sturmspitze spielen kann: „Tom will und wird hier lernen, und die Älteren aus der Mannschaft schieben ihn an.“ Dank seines Doppelspielrechts sammelte Kunst beim TuS Döhlen erste Erfahrungen im Seniorenbereich. 

Aus diesem Club der 2. Kreisklasse kommt auch Leon Fenslage, der dort in der abgelaufenen Serie satte 21 Mal traf. „Leon bringt viel Schwung mit, wir müssen ihn aber noch ein bisschen aufpumpen, damit er zwei Ligen höher die nötige Puste bekommt“, sagt Seeger. Mehr Routine bringt Stürmer André Hesselmann an seine alte Wirkungsstätte mit. In der vorigen Saison ließ er es elfmal für den TV Munderloh klingeln. „Über Andrés Qualitäten müssen wir nicht reden“, freut sich Seeger über den 28-Jährigen: „Das ist ein alter Hase, der weiß, wo das Tor steht.“

Fürs Mittelfeld vorgesehen ist Simon Mohn, der aus der A-Jugend des VfL Oldenburg nach Huntlosen kommt: „Er macht schon Eindruck auf der Sechser-Position, kann aber auch den etwas offensiveren Part in der Mittelfeldzentrale übernehmen“, urteilt der FCH-Trainer: „Auf jeden Fall bringt er für seine 19 Jahre ein sehr gutes Defensivverhalten mit. Und er verfügt über einen harten Schuss – noch nicht unbedingt vor dem Tor, aber am vorletzten Ball ist er oft beteiligt.“

Ebenfalls sofort weiterhelfen dürfte Dennis Beckmann, der Sohn des ehemaligen Ahlhorner, Wardenburger und Großenkneter Trainers Jörg Beckmann. „Dennis ist hervorragend ausgebildet“, schwärmt Seeger vom Mittelfeldmann, der sich am liebsten auf der linken Seite sieht: „Im Moment hat er noch Knieprobleme und verpasst daher den Großteil der Vorbereitung, aber er ist eine Bereicherung für uns.“

In dieser Konstellation mit vielen langjährigen Stammkräften und dem frischen Blut hofft Maik Seeger, so schnell wie möglich mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun zu haben. „Aber das wird schwer“, mahnt er: Der zuletzt fast abgestiegene Ahlhorner SV „wird in der neuen Besetzung ganz sicher nicht da unten landen“. Zudem könne sich bei Aufsteiger RW Hürriyet „immer mal das Personalkarussell drehen“, und der ebenfalls aus der 1. Kreisklasse aufgerückte TuS Hasbergen „spielt einen richtig geilen Fußball“. Die Kreisliga habe es also wieder mal in sich, doch Maik Seeger freut sich trotzdem drauf, endlich dazugehören zu dürfen. 

ck

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