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Harpstedter TB hält Verfolger auf Distanz

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Von: Sven Marquart

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Harpstedts Timo Höfken (links) mit Ball auf dem Weg zum Tor.
Torschütze: Timo Höfken (links) erzielte im Spitzenspiel gegen den VfR Wardenburg das 2:0 für den HTB. © Tamino Büttner

Landkreis – Big Points für den Harpstedter TB: Durch das 3:2 über den VfR Wardenburg vergrößerte der Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga seinen Vorsprung zum Tabellendritten auf elf Punkte. Dagegen beträgt Harpstedts Abstand zum TSV Großenkneten weiterhin zwei Zähler: Der Verfolger setzte sich beim TV Dötlingen mit 2:1 durch. Im Tabellenkeller sendete Schlusslicht TV Falkenburg mit dem 4:1 über den VfL Wildeshausen II ein Lebenszeichen.

TV Dötlingen – TSV Großenkneten 1:2 (1:1): Im Gegensatz zur 1:10-Klatsche im Hinspiel leistete Dötlingen dem Titelanwärter diesmal erbitterten Widerstand. „Im Endeffekt ist Knetens Sieg verdient, aber wenn man sieht, wie die Tore fallen, schon etwas glücklich. Wir hätten gerne einen Punkt mitgenommen“, sagte Dötlingens Co-Trainer Tim Lemke. Denn schon in der fünften Minuten hatte Joost Hoffrogge die Gastgeber auf Vorlage von Hendrik Sandkuhl mit 1:0 in Führung gebracht. Kurz zuvor hatte TSV-Keeper Sören Willers gerade noch einen Sandkuhl-Kopfball entschärfen können. Die Dötlinger Taktik mit zwei Viererketten ging zunächst prächtig auf – bis TSV-Kapitän Lukas Dalichau einen Konter abschloss und der Ball zum 1:1 ins Tor trudelte (28.). „Das war nicht mal eine richtige Chance“, haderte Lemke. Da Großenkneten viel mehr Ballbesitz hatte, ging das 1:1 zur Pause aus seiner Sicht aber in Ordnung. Ein Kommunikationsproblem zwischen Torhüter Kevin Pecht und Kapitän Gerrit Schüler ebnete Fynn Meyer den Weg zum Siegtreffer: Der künftige Wildeshauser konnte den Ball locker zum 2:1 einschieben (54.). „Ein Tor, das nicht unbedingt fallen muss“, ärgerte sich Lemke. Nach einem Freistoß von Jannes Henning vergab Johannes Ullerich per Kopf die große Chance zum Ausgleich (56.). Kurz vor Schluss parierte Pecht einen von Joole Bredehöft verursachten Foulelfmeter (88.). „Vielleicht haben wir uns den Sieg ja für das Kreispokal-Halbfinale aufgespart“, orakelte Lemke. Am Dienstag, 10. Mai, 19.30 Uhr, treffen beide Teams erneut aufeinander – dann aber wieder auf dem Kneter Kunstrasen.

TV Falkenburg – VfL Wildeshausen II 4:1 (2:0): „Das ist natürlich eine super Enttäuschung! Gegen den Tabellenletzten, der bis dahin sieben Punkte geholt hatte, stellt man sich natürlich was anderes vor“, gab VfL-Kapitän Ole Willms zu. Dabei hätten die Krandel-Kicker in Führung gehen können. Unter anderem lief Andreas Kari allein aufs Tor zu. Stattdessen erzielte Florian Erhorn das 1:0 für die „Falken“ (14.) und nutzte einen Fehlpass von VfL-Keeper Maik Backhus dann zum 2:0 (22.). Kurz nach Wiederbeginn köpfte Dominique Streif einen Eckstoß zum 3:0 ein (49.). Per direkt verwandeltem Freistoßtor verkürzte Kevin Schwarze auf 1:3 (65.), ehe erneut Streif mit dem 4:1 die Hoffnungen der Gäste zunichtemachte (75.). „Das war von uns viel zu wenig“, erklärte Ole Willms.

Harpstedter TB – VfR Wardenburg 3:2 (3:0): Der Klassenprimus diktierte das Geschehen, versäumte es zunächst aber, dies auch in Zählbarem zum Ausdruck zu bringen. „Wir hatten einige gute Situationen, aber meistens fehlte der letzte Pass“, berichtete HTB-Coach Marcus Metschulat. Zudem hatte Nils Klaassen Pech bei einem Pfostentreffer (19.). „Aber dann haben wir uns dreimal innerhalb von elf Minuten belohnt“, meinte Metschulat. Zunächst köpfte Niklas Fortmann einen Freistoß von Mel Siegenthaler zum 1:0 in die Maschen – der 31. Saisontreffer des Torjägers (27.). Dann schloss Timo Höfken nach einem Zuspiel von Fortmann überlegt zum 2:0 ab (30.). Und schließlich vollendete Ole Volkmer eine Vorarbeit von Klaassen trocken zum 3:0 (38.). „Die Führung war zur Halbzeit auch in der Höhe verdient“, fand Metschulat. Doch in der zweiten Hälfte wurde es noch einmal eng. Lennart Schönfisch staubte nach einem Lattentreffer zum 1:3 ab (49.). Und gleich nach dem Anstoß nutzte Nino Oeltjebruns einen Fehlpass des ansonsten starken HTB-Verteidigers Jannis Bunzel zum 2:3 (50.). „Dadurch haben wir uns das Leben natürlich selbst schwer gemacht. Trotzdem war ich überzeugt, dass wir das Ding ziehen“, sagte Metschulat. So kam es dann auch. Ab der 60. Minute hatte sich seine Crew wieder stabilisiert und ließ nichts mehr anbrennen. In der Nachspielzeit sah Wardenburgs Lukas Gelnar für ein Foul an Moritz Bätcher noch die Rote Karte (90.+7). „Ich weiß: Es sind noch sechs Spiele. Aber wir gucken nicht groß in die Zukunft. Erstmal interessiert mich nur das Nachholspiel in Wildeshausen“, verschwendet Metschulat noch keine großen Gedanken an die mögliche Meisterschaft und den Aufstieg.

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