VfL Wildeshausen II kann nach 3:1 beim FC Hude III für die Kreisliga planen

Höttges-Elf macht Aufstieg perfekt

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Der passt ganz genau: Hauke Glück (r.) nimmt Maß und drischt den Ball zum 2:1 ins Huder Tor.

Hude - Von Sven Marquart. Triumphgesänge? Freudentänze? Sekt- und Bierduschen? Nichts dergleichen! Von Jubelstürmen und Gefühlsausbrüchen war bei den Fußballern des VfL Wildeshausen II nach dem 3:1 (2:1) beim FC Hude III nichts zu sehen. Dabei hatte der Spitzenreiter der 1. Kreisklasse gerade den Aufstieg in die Kreisliga perfekt gemacht.

Allerdings taugte der Erfolg beim Tabellenvorletzten auch nicht für überbordende Emotionen. „Es ist schön, dass wir den Aufstieg geschafft haben. Aber mir war unser Auftritt nicht klar genug. Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht, weil wir nicht konsequent genug und zu langsam waren“, analysierte VfL-Coach Andree Höttges nüchtern.

Dabei hatte die Partie aus Sicht der Krandel-Kicker optimal begonnen. Es waren noch keine zwei Minuten gespielt, da schloss Robin Landgraf einen von Bastian Flege initiierten Angriff mit dem 1:0 ab. Wer nun mit einem lockeren Gang des Klassenprimus gerechnet hatte, sah sich getäuscht. Denn mit ihren überfallartigen Kontern waren die Huder durchaus nicht ungefährlich. Einer dieser Vorstöße brachte das 1:1 durch Benjamin Galden (6.).

„Schön, dass wir den Aufstieg geschafft haben“, freute sich VfL-Coach Andree Höttges (2.v.r.).

Höttges war mit der Darbietung seiner Crew überhaupt nicht einverstanden. „Werdet wach und spielt nicht so kompliziert!“, forderte er von seinen Mannen. Die Wildeshauser kombinierten zwar durchaus gefällig, waren in ihren Bemühungen aber nicht zielstrebig genug und wirkten teilweise zu verspielt. Stattdessen musste sich VfL-Keeper Maik Backhus bei einem Schuss von Oliver Steller ganz lang machen, um einen möglichen Rückstand zu verhindern (23.).

Auf der Gegenseite klärte FC-Schlussmann Sebastian Noparlik zunächst per Fußabwehr gegen Ole Lehmkuhl; den Nachschuss setzte Lehmkuhl an den Pfosten (25.). Der 26-Jährige war neben Philipp Finger und Hauke Glück einer von drei Akteuren aus dem Wildeshauser Bezirksliga-Kader, die auf dem Huder Kunstrasen mitmischten. Lehmkuhl hätte sich den Einsatz aber wohl besser verkniffen. Noch vor der Pause brach seine Oberschenkelverletzung wieder auf, und er musste ausgewechselt werden (40.). „Das ist ein bisschen nervig“, meinte der Mittelfeldspieler.

„Immer wenn wir schnell und mit wenigen Kontakten gespielt haben, wurde es gefährlich – das hat man bei den Toren gesehen“, erklärte Höttges. So wie beim 2:1, als Glück eine Hereingabe von Marcel Fiedler entschlossen unter die Torlatte drosch (28.). Und so wie beim 3:1, als Fiedler ein schönes Solo mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze krönte (50.). „Die zweite Halbzeit war in Richtung Tor ein bisschen besser, allerdings fehlte die Geilheit das durchzuziehen“, monierte Höttges. So hätte es nach einem Fehler von Finger durchaus noch einmal eng werden können, doch Backhaus war beim Schuss von Galden rechtzeitig unten (72.). Wenig später war die Rückkehr in die Kreisliga dann unter Dach und Fach.

Zur Meisterschaft fehlen den Wildeshausern nach derzeitigem Stand noch ein paar Punkte. Aktuell beträgt ihr Vorsprung auf Verfolger KSV Hicretspor, der allerdings drei Partien weniger absolviert hat, 16 Zähler. Aber so viel dürfte sicher sein: Sobald der Titel eingetütet ist, werden die Krandel-Kicker zeigen, dass sie feiern können . . .

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