Heute Abend krasser Außenseiter im Kreispokal-Endspiel gegen den SV Atlas

Neue Saison, altes Finale: Dötlingens gedämpfte Freude

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Nachdenklich: Dötlingens Coach Georg Zimmermann.

Dötlingen - Das Kreispokal-Finale als krönender Abschluss einer formidablen Saison, als Highlight, als i-Tüpfelchen. So hatte es sich der TV Dötlingen vorgestellt. Doch die Realität sieht völlig anders aus. Weil das für den 28. Mai geplante Endspiel gegen den SV Atlas Delmenhorst wegen starker Regenfälle buchstäblich ins Wasser fiel, musste ein anderer Termin her. Und der ist heute Abend um 19.00 Uhr. Auf der Anlage des Delmenhorster TB wird die alte Saison quasi abgeschlossen – obwohl die neue schon begonnen hat.

Dötlingens Trainer Georg Zimmermann findet das alles „nicht so toll. Am Ende der vergangenen Saison war die Euphorie bei uns riesig, da hätten wir gerne gespielt.“ Der TVD hatte die Serie in der 1. Kreisklasse als ungeschlagener Meister beendet, strotzte nur so vor Selbstvertrauen und wollte voller Schwung in sein erstes Kreispokal-Finale starten. Inzwischen aber ist die Stimmung „etwas gedämpfter“, urteilt Zimmermann.

Aus mehreren Gründen. Zum einen ist der Gegner laut des Dötlinger Trainers noch stärker einzuschätzen. Die Delmenhorster hatten sich unter Trainer Jürgen Hahn als Kreisliga-Vizemeister durch die Relegation gekämpft und sind inzwischen Bezirksligist. Für die höhere Klasse brauchte der Club höhere Qualität im Kader. „Atlas hat ganz schön aufgerüstet“, weiß Zimmermann. Zum anderen muss sich seine eigene Mannschaft derzeit an Gefühle gewöhnen, die den Dötlingern lange fremd waren – nämlich wie es ist, Spiele zu verlieren. Erst das bittere 3:4 nach Elfmeterschießen gegen Bezirksligist Ahlhorner SV im Bezirkspokal, dann das 0:1 zum Kreisliga-Start gegen Titelaspirant TV Munderloh – mit dem entscheidenden Gegentor in der 88. Minute. Die Reaktionen darauf waren im Team unterschiedlich, berichtet Zimmermann: „Einige sind so ehrgeizig, die waren am Boden zerstört. Andere sind realistischer und sagen: Das musste gegen stärkere Gegner ja mal kommen. Insgesamt sind aber alle bereit, aus solchen Spielen zu lernen.“

Zerrung: Torjäger

Seibel fällt aus

Gegen Delmenhorst droht nun sogar die dritte Pleite hintereinander. „Wenn beide Mannschaften ihre beste Leistung abrufen, haben wir keine Chance. Wir sind krasser Außenseiter“, meint Zimmermann: „Wenn der Gegner aber ein bisschen überheblich ist, uns unterschätzt und wir selbst hoch konzentriert sind, ist vielleicht etwas möglich.“ Allerdings muss Dötlingen ohne Marko Müller, Gerrit Schüler (beide privat verhindert) und Torjäger Roman Seibel (Oberschenkelzerrung) auskommen.

Trotz des unglücklichen Termins freut sich Zimmermann auch auf das Finale – wenn es denn tatsächlich ausgetragen werden kann. „Ich hoffe, es gibt kein Gewitter“, sagt der TVD-Trainer und schmunzelt.

mr

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