Torhüter verlässt TV Neerstedt

Hendrik Legler nicht zu halten: Wechsel nach Cloppenburg

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Vor knapp einem Monat feierte Hendrik Legler (rechts, mit Teamkollege Marcel Reuter) mit den Neerstedter Fans noch den Derby-Sieg gegen die HSG Barnstorf/Diepholz, bald jedoch jubelt der Torhüter im Dress des TV Cloppenburg.

Neerstedt - Er hatte maßgeblichen Anteil am Aufwärtstrend des TV Neerstedt. Doch ab der neuen Saison müssen die Oberliga-Handballer von Trainer Björn Wolken ohne ihren starken Torhüter Hendrik Legler auskommen. Der 24-Jährige schließt sich ab Sommer Liga-Konkurrent TV Cloppenburg an. Das gaben die Südoldenburger gestern offiziell bekannt. Bereits am Mittwoch hatte Neerstedts Nummer eins seine Teamkollegen davon unterrichtet.

„Die Stimmung in der Mannschaft war natürlich nicht die beste“, räumte Wolken mit einem gequälten Lächeln ein: „Aber es war eindeutig sauberer, als wenn er es erst nach unserem Spiel gegen Cloppenburg gesagt hätte.“ Dieses Duell gegen Leglers künftigen Verein verloren die Grün-Weißen am Samstagabend bekanntlich mit 27:35 (16:18), „aber das lag nicht an Hendrik“, stellte Wolken klar.

Der Schlussmann war im Sommer 2016 vom damaligen Drittligisten HSG Varel/Friesland, der jetzigen SG VTB/Altjührden, zu den Grün-Weißen gekommen.

Übriger Kader bleibt zusammen

Der Versicherungskaufmann hatte damals vor allem berufliche Gründe für den Gang in die Oberliga genannt – die Trainings- und Arbeitszeiten ließen sich in Neerstedt besser vereinbaren. Schon in der Serie 2016/17 hatte der Zweitliga-erfahrene Keeper dem TVN einige Punkte gerettet, inzwischen spielte er sich durch zunehmend stärkere Leistungen auf die Wunschzettel vieler Clubs. Unter anderem sollen Verbandsliga-Spitzenreiter HSG Delmenhorst mit dem ehemaligen TVN-Trainer Jörg Rademacher und Oberligist VfL Edewecht die Fühler nach ihm ausgestreckt haben. Nun machten aber die Cloppenburger das Rennen.

Wolken bedauerte gestern den Abschied, unterstrich jedoch: „Wir sind ans Äußerste und bis an die Schmerzgrenze gegangen, um ihn bei uns zu halten. Aber die Cloppenburger hegen offenbar größere Pläne, und Hendrik hat da für sich die besseren Perspektiven gesehen“, schilderte der TVN-Coach mit Blick auf die Drittliga-Ambitionen des TVC. Zudem ging er davon aus, dass dieses Angebot auch finanziell interessanter war: „Solche Vereine haben da andere Möglichkeiten im Vergleich zu uns.“

Somit endet Leglers Zweijahresvertrag in Neerstedt, den er damals noch mit Rademacher ausgehandelt hatte. Im Nachhinein ist Wolken froh über diese Laufzeit, „denn eigentlich hatte Hendrik schon vor dieser Saison seine Wechselabsichten geäußert. Aber wir konnten ihn nicht ziehen lassen.“

Inzwischen hat sich der Trainer schon auf die Suche nach einer neuen Nummer eins für die Serie 2018/19 begeben. Nachwuchskeeper Kevin Pecht genießt zwar weiterhin das Vertrauen, der Youngster soll aber behutsam aufgebaut werden: „Wir brauchen schon jemanden in ungefähr dem Alter von Hendrik“, verdeutlicht der TVN-Coach.

Das wird schwierig genug. Umso erleichterter ist der 35-jährige Wolken, dass er nicht noch weitere Lücken schließen muss: „Ansonsten haben mir alle aus der Mannschaft für die neue Saison zugesagt.“

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