Hektik pur beim 28:28 zwischen TV Neerstedt II und HSG Harpstedt/Wildeshausen

Meike Meyenburg behält im Fehlerfestival den Durchblick

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Miriam Wachsmann (l.) und Katharina Abeln nehmen Neerstedts Sarah Schwarz in die Zange.

Neerstedt - Von Sven Marquart. Hektik, Fehlwürfe und Ballverluste haben das Derby zwischen den Weser-Ems-Liga-Handballerinnen des TV Neerstedt II und der HSG Harpstedt/Wildeshausen geprägt. In der zerfahrenen Partie hatten beide Mannschaften Chancen zum Sieg. Es passte jedoch ins Bild, das am Ende ein 28:28 (12:12) auf der Anzeigentafel stand.

„Nimmt man nur die letzten Minuten, haben wir einen Punkt gewonnen. Dem Spielverlauf nach war aber mehr drin“, resümierte Cordula Schröder-Brockshus. Neerstedts Trainerin meinte damit die Zeitstrafe für Rieke Lehmkuhl 1:28 Minuten vor dem Ende. Die Schiedsrichter Andreas Dunkel/Roland Janßen (TSG Hatten-Sandkrug) wollten bei Neerstedts mit acht Treffern erfolgreichster Werferin einen Wechselfehler gesehen haben. „Eine krasse Fehlentscheidung!“, schimpfte Schröder-Brockshus.

In Überzahl schafften es die Gäste in der verbleibenden Spielzeit nicht, den Siegtreffer zu setzen. Sie hatten sogar Glück, dass sie sich nach einem Ballverlust nicht noch das 28:29 fingen. Wenige Sekunden vor Schluss parierte Neerstedts Keeperin Meike Meyenburg gegen Fenja Schröder von rechtsaußen. Meyenburg hatte sich nach der Halbzeit in ihrem „Lieblingstor“ erheblich gesteigert und war eine der wenigen, die in dem Fehlerfestival den Durchblick behielten.

Beide Teams begannen hypernervös. So dauerte es 6:24 Minuten, ehe Katharina Abeln das erste Tor der Partie erzielte. Anschließend führten die Gäste immer mit einem oder zwei Treffern Vorsprung. „Wenn wir nicht bei den ganzen Tempogegenstößen die Bälle verlieren, können wir sogar mit 8:4 oder 9:4 führen“, ärgerte sich HSGCoach Udo Steinberg. Stattdessen konnte die gut aufgelegte Nicole Ebsen zum 7:7 ausgleichen. Beim 10:9 durch Grit Breuer lagen die Grün-Weißen erstmals vorn (23.). Doch auch der Aufsteiger schaffte es nicht, sich abzusetzen.

Im zweiten Durchgang ein ähnliches Bild: Keine der beiden Mannschaften konnte einmal weiter als bis auf zwei Tore davonziehen. „Wir haben zu viele Chancen von außen liegen lassen und besonders bei den wichtigen Dingern immer halbhoch geworfen“, meinte Steinberg. Außerdem monierte er, dass seine Crew nicht rechtzeitig heraustrat, wenn Neerstedts Halblinke Rieke Lehmkuhl den Ball bekam. „Aber lieber einen Punkt als gar keinen“, bilanzierte Steinberg.

TV Neerstedt II: Meyenburg, Stolle - Jüchter, Stuffel, Hohnholt (4), Garms, Oltmann, Ebsen (6), Breuer (1), Dölemeyer, Lehmkuhl (8/1), Schwarz (3), Rasche (1), Schulze (5) - HSG Harpstedt/Wildeshausen: N. Schröder, M. Krieger - Wachsmann (4), Görke (3/1), Abeln (1), Kniffki (3), Meyer-Ebrecht (3/1), Wolter, Oehlerking (4), M. Kracke (1), F. Schröder (3), Idel (4), Schaper (2/1), Kellmann.

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