Heimstarker TSV Ganderkesee erwartet grippegeschwächte Wildeshauser

Hamid Derakhshan überlässt VfL die Favoritenrolle

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Marco Elia (l.) und Marcel Bragula sahen zuletzt einen spielerischen Rückschritt.

Wildeshausen - Bereits zum dritten Mal in dieser Saison treffen die Fußball-Bezirksligisten TSV Ganderkesee und VfL Wildeshausen aufeinander. In der ersten Bezirkspokalrunde behaupteten sich die Wildeshauser im heimischen Krandelstadion klar mit 3:0. Drei Wochen später hieß es im Punktspiel an gleicher Stelle 3:3. Und heute, 14 Uhr, am Immerweg?

Nicht unwahrscheinlich, dass sich diesmal der Aufsteiger aus Ganderkesee durchsetzt. Schließlich holte die Mannschaft von Trainer Hamid Derakhshan vor eigenem Publikum 20 ihrer insgesamt 24 Zähler und rangiert damit in der Heimtabelle als Vierter sogar einen Platz vor dem VfL Wildeshausen (19).

Für diese Bilanz gibt es jedoch logische Gründe, glaubt man Derakhshan. „Wir hatten bisher die ganzen Spitzenmannschaften auswärts und die Teams von unten zu Hause“, erläutert der TSV-Coach. Hinzu kämen simple Faktoren: „Man kennt den Platz, man kennt das Umfeld und hat keine Anreise in den Knochen.“ Mit rund 20 Kilometern ist die Strecke zwischen Wildeshausen und Ganderkesee jedoch sehr überschaubar.

„Wir haben es ein Mal geschafft, Wildeshausen zu ärgern. Aber für mich ist der VfL der klare Favorit. Sie müssen schon einen ganz schlechten Tag erwischen und wir einen sehr guten, wenn uns eine Überraschung gelingen soll“, meint Hamid Derakhshan, der lediglich auf Nils Walch (Kapselprellung) verzichten muss.

Dagegen grassiert bei den Gästen eine ausgewachsene Grippewelle. VfL-Coach Marcel Bragula, der gestern selbst schniefte und hustete, wird daher erst kurzfristig über seine Aufstellung entscheiden können. Fehlen wird ihm auf jeden Fall Jan Lehmkuhl, der wegen seiner Leistenbeschwerden vom Arzt Schonung verordnet bekam.

Nach der schwachen Vorstellung beim 2:1 gegen den VfL Oldenburg II versuchten Bragula und sein Co-Trainer Marco Elia, die Krandel-Kicker wieder in die Spur zu bringen. „Das war spielerisch ein Rückschritt. Sowas darf nicht sein. Wir fangen plötzlich an, uns im Eins-gegen-eins zu verfummeln anstatt zu kombinieren“, erläutert Bragula. Selbstverständlich wolle er seine Dribbelkünstler nicht ihrer Stärken berauben. Aber dieses Mittel gelte es dosiert einzusetzen, „wenn es angebracht ist“.

Die Mannschaft seines Trainerkollgen Hamid Derakhshan sei sehr gut ausgebildet, findet Marcel Bragula: „Die arbeiten richtig kompakt gegen den Ball – das ist sehr unangenehm.“ Sven Apostel, Manuel Carrilho und Apostolos Papakostas brächten reichlich Erfahrung mit, Robin Ramke eine „brutale Geschwindigkeit“.

mar

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