Staffelsieg der Bundesliga Nord verpasst: 1:3-Niederlage gegen Schneverdingen

Heim-DM: ASV verpasst frühzeitigen Halbfinaleinzug

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Aufgrund der 1:3-Niederlage gegen TV Jahn Schneverdingen verpassten die von Edda Meiners (r.) trainierten Ahlhorner Faustballerinnen den frühzeitigen Einzug ins Halbfinale der Deutschen Meisterschaften vor eigener Kulisse. ·

Ahlhorn - Von Daniel WiechertGestern kam es wie von vielen Faustball-Fans erhofft zum absoluten Thriller der Damen in der 1. Bundesliga-Nord. Weil der Ahlhorner SV und der TV Jahn Schneverdingen ihre Spiele gegen MTSV Selsingen zuvor gewonnen hatten, musste das letzte Spiel der Saison die Entscheidung über den Staffel-Sieg liefern. Dort unterlag der ASV schließlich in vier Sätzen.

Vor dem letzten Saisonspiel gegen Schneverdingen hatten die ASV-Faustballerinnen Schwerstarbeit zu verrichten, damit die Hoffnung auf den Staffelsieg nicht vorzeitig begraben werden musste. Gegen MTSV Selsingen fanden die Schützlinge von Edda Meiners überhaupt nicht ins Spiel und zeigten in den entscheidenden Phasen Nerven. So gingen die ersten beiden Sätze mit 10:12 und 9:11 an den Bremervörder Vorort. Daraufhin besannen sich jedoch die Ahlhornerinnen. Sarah Reinecke erkämpfte sich die Bälle, Janna Meiners bereitete mustergültig vor und Schlagfrau Imke Schröder vollendete dieses Erfogsmuster ein ums andere mal. Schröders Punkte sorgten dafür, dass sich die Heimmannschaft im dritten Satz schnell mit 7:3 absetzen konnte. Da machte es auch aus, dass Schröder beim ersten Satzball einen Selsinger Ball annahm, der sonst im Aus gelandet wäre. Schließlich bügelte sie ihren Fauxpas mit dem Satzball zum 11:9 aus.

Heikel wurde es im vierten Durchgang: Beim 7:8 unterlief Celine Minx ein Angabefehler, doch direkt darauf schmetterte sie ein Ass ins Feld. Dies war bezeichnend für die Ahlhorner-Spielerinnen am gestrigen Tag. Die Leistungsschwankungen waren erheblich, oft geschahen Leichtsinnsfehler. Doch als Schröder Selsingens ersten Matchball abwehrte, rissen die ASV-Damen das Ruder rum. 13:11 hieß es. Damit war den MTSV-Spielerinnen der Zahn gezogen. Der Entscheidungssatz ging mit 11:6 an Ahlhorn. „Anfangs haben wir uns durch die Angaben zu sehr unter Druck bringen lassen. Ab Mitte des dritten Satzes waren wir variabler und haben mit mehr Spielwitz für die Wende gesorgt“, resümierte ASV-Trainerin Edda Meiners.

Da der TV Jahn Schneverdingen mit 3:1 (5:11, 11:5, 11:8, 11:9) Selsingen besiegt hatte, kam es zum Duell um die Staffelmeisterschaft der Nord-Bundesliga. Der erste Satz war bis zum 8:8 ausgeglichen, als Schneverdingens Schlagfrau Cindy Nökel Gas gab. Mit drei Punkten sorgte sie für den Satzerfolg ihres Teams. Da hatte auch Celine Minx‘ Ass zum zwischenzeitlichen 9:10 nichts geholfen. Im zweiten Durchgang erwischten die Ahlhornerinnen den besseren Start, zogen schnell auf 7:2 davon. Das schien den TV Jahn zu verunsichern. Zwischenzeitlich wechselte die 17-jährige Allrounderin Theresa Schröder auf die Position der Schlagfrau. Doch es half nichts für Schneverdingen: Der Satz ging mit 11:5 an die Heimmannschaft.

Es schien, als könnte die Meiners-Truppe am letzten Spieltag vielleicht doch noch den Tabellenführer abfangen. Doch dann kam es anders. Angeführt von der überragenden Cindy Nökel holten sich der TV Jahn die Sätze vier (11:9) und fünf (11:8). Damit ist Schneverdingen Staffelsieger und steht gleichzeitig im Halbfinale bei der Deutschen Meisterschaft in Ahlhorn am 17. und 18. August. Die ASV-Faustballerinnen müssen dagegen zunächst in der Qualifikationsrunde bei der Heim-DM ran.

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