Wildeshausen erarbeitet sich ein 1:0

Hehrs Kunstschuss reicht zum Sieg

Viel lief über ihn: Wildeshausens Michael Eberle (vorn, hier gegen Westrhauderfehns Ole Eucken) sorgte vor allem in der ersten Halbzeit mit Chancen und Hereingaben von seiner linken Seite für Gefahr.
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Viel lief über ihn: Wildeshausens Michael Eberle (vorn, hier gegen Westrhauderfehns Ole Eucken) sorgte vor allem in der ersten Halbzeit mit Chancen und Hereingaben von seiner linken Seite für Gefahr.

Wildeshausen – Erster Heimsieg des VfL Wildeshausen in der laufenden Landesliga-Saison – und dann auch noch ohne Gegentor! „Beides war wichtig für uns“, urteilte ein erleichterter VfL-Trainer Marcel Bragula am Sonntagnachmittag nach dem 1:0 (1:0)-Erfolg über TuRa Westrhauderfehn. Doch so sicher stand die Null nicht, weil die Gäste nach der Pause und besonders in der Schlussphase einige Hochkaräter ausließen.

So sah es auch Bragula: „In der ersten Halbzeit hätten wir höher führen müssen, die zweite Halbzeit geht an den Gegner.“ Anlass zur Euphorie bestehe also nicht, verdeutlichte der B-Lizenz-Inhaber. Bis zum nächsten Heimspiel am Sonntag ab 15.00 Uhr gegen GW Firrel „müssen wir sehen, dass wir irgendwie ohne weitere Ausfälle durch die Trainingswoche kommen“, ermahnte er sein personell gebeuteltes Team im Spielerkreis: „Jetzt haben wir wieder einen Mann weniger.“

Müller-Rautenberg sieht Ampelkarte

Der heißt Steven Müller-Rautenberg und sah am Ende binnen fünf Minuten die Ampelkarte. Die erste Verwarnung kassierte er nach einem Schuss in den Winkel, obwohl Schiedsrichter Jost Steenken vorher schon abgepfiffen hatte (83.). „Eine dumme Gelbe Karte“, rügte Bragula. Das zweite Gelb gab’s wegen eines taktischen Fouls am Mittelkreis (88.).

In dieser Phase standen die Kreisstädter ziemlich unter Druck: Pascal Menken zielte freistehend per Flachschuss knapp vorbei (81.), Frank Wadens Versuch aus zentraler Position blieb in den Beinen von VfL-Innenverteidiger Marius Krumland und Rechtsverteidiger Kevin Radke hängen (83.), nochmals Menken schoss ebenfalls haarscharf daneben (90.+1). Zwischendurch scheiterten in Minute 87 erst der starke Michael Eberle und im Nachschuss Lucas Abel am gut reagierenden TuRa-Keeper Enno Bunger. Dies war allerdings erst die zweite Chance der Platzherren im zweiten Durchgang – das hatte sich eine gute Stunde vorher nicht angedeutet.

Einstudierte Ecke beschert Tor des Tages

Denn die Kreisstädter erwischten einen Start nach Maß und jubelten schon nach sechs Minuten: Radke hatte eine Ecke von links kurz auf Mattes Hehr ausgeführt – und dessen Schlenzer fiel am zweiten Pfosten ins Netz. „Das ist auch eine schöne Belohnung für uns als Trainerteam“, meinte Bragula: „Uns war aufgefallen, dass Westrhauderfehn bei kurzen Ecken nur einen Mann rausschickt – und deshalb haben wir diese Variante im Abschlusstraining noch 20 Minuten lang geübt. Eigentlich hätte Mattes zwar flanken sollen – aber egal.“

Der Treffer gab dem VfL Sicherheit, doch Eberle fand zweimal in Schlussmann Bunger seinen Meister (27./32.), und Rene Tramitzke hatte bei zwei Eberle-Hereingaben Pech: Erst traf er – allerdings aus dem Abseits (43.), dann köpfte er knapp drüber (44.). Nach der Pause (nun ohne den wegen Atemnot in der Kabine gebliebenen VfL-Mittelfeldmann Marco Nakelski) entschärfte Bunger einen Tramitzke-Schuss nach Rechtsflanke von Lucas Abel (56.). So blieben die Ostfriesen im Spiel – und griffen engagiert an. Wildeshausen überstand die Halbzeit jedoch schadlos – auch wegen des bärenstarken VfL-Sechsers Alexander Kupka, der vor der Abwehr viele Bälle eroberte.

„Wir haben uns den Sieg erarbeitet“, bilanzierte Bragula: „Man hat heute gesehen, dass beide Mannschaften tabellarisch ziemlich unter Druck standen.“

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