Mattes Hehr übernimmt Verantwortung

VfL Wildeshausen gelingt mit dem 2:1 bei Frisia Wilhelmshaven der dritte Auswärtssieg in Serie

Rechtsverteidiger Alexander Dreher vom VfL Wildeshausen am Ball.
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Traf sehenswert: Rechtsverteidiger Alexander Dreher vollendete eine schöne Freistoßvariante zum 1:0 für den VfL Wildeshausen.

Wildeshausen – Auf fremden Plätzen fühlt sich Fußball-Landesligist VfL Wildeshausen in dieser Saison offenbar pudelwohl. Nach den Siegen bei TuRa 07 Westrhauderfehn (2:1) und GW Firrel (3:2) – die beiden Erfolge im Bezirkspokal bei Frisia Goldenstedt (3:1) und SFN Vechta (5:4 nach Elfmeterschießen) nicht zu vergessen – triumphierten die Krandel-Kicker nun mit 2:1 (2:0) beim ambitionierten WSC Frisia Wilhelmshaven.

„Dass wir dreimal hintereinander auswärts mit einem Tor Vorsprung gewinnen, zeigt, dass wir unsere Mentalität, die uns über Jahre ausgezeichnet hat, nicht verloren haben“, freute sich Marcel Bragula. Der Sieg im Jadestadion sei aufgrund der starken ersten Halbzeit schon verdient, am Ende aber auch etwas glücklich gewesen. „Deshalb werden wir auf dem Boden bleiben und nicht abheben“, betonte der VfL-Coach.

In den ersten zehn Minuten hatten die Krandel-Kicker ein paar Probleme. „Wir waren zu zögerlich im Spielaufbau. Die Tore haben uns dann Sicherheit gegeben“, berichtete Bragula. Bei einem Freistoß 18 Meter vor dem Frisia-Tor täuschte Mattes Hehr einen Schuss an, legte stattdessen auf die rechte Seite hinaus auf den einlaufenden Alexander Dreher, der die Kugel mit dem ersten Kontakt zum 1:0 in den Winkel hämmerte (24.).

Dann mussten die Wildeshauser wieder einmal Verletzungspech beklagen. Abwehrchef Marius Krumland wurde bei einem Kopfballduell unterlaufen. Nach einer unsanften Landung konnte der VfL-Kapitän wegen starker Schmerzen im Oberschenkel nicht mehr weitermachen. Für Krumland kam Christoph Stolle in die Partie (31.). Stolle ging auf die Achterposition von Hehr, der zu Mika Ostendorf in die Innenverteidigung wechselte. Auch dort zeigte der Dünsener eine tadellose Leistung. „Wie Mattes mit seinen 21 Jahren Verantwortung übernimmt – das macht schon Spaß“, lobte Bragula den früheren Junioren-Bundesliga-Spieler.

Auch nach der Umstellung blieben die Gäste am Drücker. Marco Nakelski bediente Lucas Abel auf dem rechten Flügel. Der lange Angreifer zog den Ball scharf vor das Tor, wo Michael Eberle zum 2:0 vollendete (32.).

„Es war klar, dass Frisia nach der Pause Druck machen würde“, meinte Bragula. Und so kam es dann auch. Fast folgerichtig erzielte Tim Rister, der sich gegen Ostendorf durchgesetzt hatte, das 1:2 (59.). Bragula brachte den genesenen Maximilian Seidel und hoffte auf Konter. Die boten sich seiner Crew dann auch, allerdings konnten weder Seidel, noch Steven Müller-Rautenberg und René Tramitzke Kapital daraus schlagen.

Frisia drängte auf den Ausgleich. Doch Nico Prieto-Falk, der zu seinem ersten Punktspiel für den VfL kam, ließ keinen weiteren Gegentreffer zu. Bragula hatte dem 28-jährigen Keeper den Vorzug vor dessen jüngeren Kollegen Janne Ole Kay (22) gegeben. „Ich hatte im Training das Gefühl, dass Nico ein bisschen mehr Ruhe auf dem Platz hat“, begründete der Trainer sein Wahl. Damit lag er richtig. Allerdings mochte er ob der Wilhelmshavener Überlegenheit im zweiten Durchgang nicht verhehlen, dass ein Unentschieden vielleicht das gerechtere Ergebnis gewesen wäre.

„Aktuell haben wir das Quäntchen auf unserer Seite, wogegen wir uns nicht wehren. Aber wir dürfen das Glück auch nicht überstrapazieren“, mahnte der 47-Jährige. Denn gerade in der zweiten Halbzeit hatte er „Dinge gesehen, die man noch verbessern kann: Da haben wir uns zu viele Ballverluste im Aufbau geleistet und zu viele Fehler gemacht – das kann man sicherlich noch seriöser spielen.“

Stenogramm

WSC Frisia Wilhelmshaven – VfL Wildeshausen 1:2 (0:2)

WSC Frisia Wilhelmshaven: Theil - F. Janssen (62. Karavul), R. Janssen (78. Buchheim), Rister, Degen, Preisinger (46. El Ali), Walles, Weickert, Köhler (62. Veselaj), Röbke, Ilg

VfL Wildeshausen: Prieto-Falk - Krumland (31. Stolle), Nakelski, Hehr, Abel, Müller-Rautenberg, Kant (61. Rothe), Eberle (81. Tramitzke), Ostendorf, Stubbmann (56. Seidel), Dreher

Tore: 0:1 (24.) Alexander Dreher, 0:2 (32.) Michael Eberle, 1:2 (59.) Tim Rister

Schiedsrichter: Theodor Potiyenko (FC Hude)

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