TV Neerstedt kann Oberliga-Aufstieg noch nicht eintüten

Handball: Haverkamp-Team vergibt „Matchball“ – 26:31

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Sichere Siebenmeterschützin: Neerstedts Kirsten Kurok verwandelte sechs von sieben Strafwürfen.

Neerstedt - Die Landesliga-Handballerinnen des TV Neerstedt haben ihren ersten „Matchball“ zum Aufstieg in die Oberliga Nordsee vergeben. Gegen den Tabellenvierten SV Vorwärts Nordhorn kassierte die zuvor fünfmal in Folge siegreiche Mannschaft von Trainer Maik Haverkamp eine deutliche 26:31 (14:17)-Pleite.

Trotz der Niederlage gehen die Neerstedterinnen am Sonntag, 6. Mai, 15 Uhr, als Spitzenreiter in das letzte Saisonspiel beim ASC GW Itterbeck. Ein Zähler beträgt ihr Vorsprung auf Verfolger SG Neuenhaus/Uelsen, deren zwei sind es zum Dritten GW Mühlen.

Nach der verpassten ersten Chance zeigte sich Cordula Schröder-Brockshus ein wenig ratlos. Vielleicht, so die Teammanagerin, seien sich einige Spielerinnen nach dem starken Lauf in den vergangenen Wochen zu sicher gewesen. Auch die volle Halle hätte ihren Teil dazu beigetragen. „Vor so einer Kulisse haben einige der Mädels noch nie gespielt“, merkte Cordula Schröder-Brockshus an.

Von Beginn an liefen die Grün-Weißen einem Rückstand hinterher. Als Agnieszka Blacha zum 2:2 ausgeglichen hatte, stand es letztmals unentschieden (3.). Im weiteren Verlauf der Partie zogen die Gäste bis auf 10:7 (17.) davon. Sechs Minuten vor der Halbzeit war Neerstedts Rückstand auf fünf Tore angewachsen – Kira Kerperin hatte zum 14:9 für den SV Vorwärts Nordhorn getroffen.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel der Neerstedterinnen dann zunächst sicherer. Als Manuela Garms auf 20:21 (38.) verkürzt hatte, lag die Wende in der Luft. Mehr aber auch nicht. Stattdessen bestimmten die Gäste das Schlussviertel der Begegnung. Etwa sieben Minuten waren noch auf der Uhr, da war die Messe gelesen. Per Siebenmeter hatte Nordhorns neunfache Torschützin Kira Kerperin auf 28:22 gestellt.

Das Manko sei der Rückraum gewesen, analysierte Cordula Schröder-Brockshus: „Aus der zweiten Reihe ist einfach zu wenig gekommen.“ Außerdem fehlten die Ideen. Nach langer Anlaufzeit hätten es ihre Teamkolleginnen zwischenzeitlich ganz gut gemacht. Der Sieg der Gäste sei aber nicht unverdient gewesen.

Der finalen Partie in Wilsum blickt Schröder-Brockshus trotz der vierten Saisonniederlage zuversichtlich entgegen. Im zweiten Anlauf werde der TV Neerstedt den Aufstieg perfekt machen. Und wenn nicht? „Dann nutzen wir eben den Weg über die Relegation.“ - prü

TV Neerstedt: von Seggern, S. Huntemann, Marks - Kurok (8/6), Haake (5), Hanuschek (4), Blacha (3), Albes (2), Garms (2/1), Mathieu (1), Menkens (1), Schmidt, Stuffel, L. Huntemann.

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