TV Neerstedt verliert nach sechs Spielen ohne Niederlage mit 27:33 in Nordhorn

Haverkamp-Crew hält sich nicht an die Marschroute

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Die zehnfache Torschützin Manuela Ahrens (vorne) wusste als einzige Neerstedterin mit den Räumen in der Vorwärts-Abwehr etwas anzufangen. ·

Neerstedt - Die Serie ist gerissen: Sechs Spiele in Folge sind die Landesliga-Handballerinnen des TV Neerstedt ohne Niederlage geblieben. Doch nach 11:1 Punkten in Folge musste sich die Mannschaft von Trainer Maik Haverkamp beim SV Vorwärts Nordhorn mit 27:33 (13:17) wieder mal geschlagen geben. Dabei nutzte der starke Aufsteiger immer wieder die Neerstedter Angriffsschwäche, um die Gäste auszukontern.

„Meine Mannschaft hat sich kaum an die ausgegebene Marschroute gehalten“, ärgerte sich Maik Haverkamp unmittelbar nach Spielende. Zwar hatte Delia Mathieu den ersten Treffer erzielt (2.), allerdings sollte das 1:0 die einzige Führung der Weiß-Grünen in der gesamten Partie bleiben. Nordhorn antwortete mit vier erfolgreichen Tempogegenstößen in Folge zum 4:1 (6.).

Als die starke Manuela Ahrens zum 8:8 (16.) ausgleichen konnte, keimte bei den Gästen wieder Hoffnung auf. Allerdings war die 28-Jährige an diesem Nachmittag die einzige Neerstedterin, die mit den Räumen, die sich in der Vorwärts-Abwehr boten, etwas anzufangen wusste. „Nordhorn hat eine offensive 6:0-Deckung gespielt mit viel Platz für das Eins-gegen-eins – das haben wir aber zu wenig genutzt“, monierte Maik Haverkamp.

In der Schlussphase der ersten Halbzeit zog der Tabellenvierte vor allem über Konter von 11:9 (22.) und 16:12 (28.) auf 17:13 zur Pause davon. Allein elf Trefer der Grafschafterinnen resultierten aus Gegenstößen. In der Kabine forderte Haverkamp seine Schützlinge noch einmal eindringlich auf, im Angriff stärker ins Eins-gegen-eins zu gehen. Doch seine Worte verhallten nahezu ungehört. „Nordhorn war die cleve rere Mannschaft und hat unsere Fehler eiskalt ausgenutzt“, sagte er.

Nach Wiederanpfiff verkürzte Ahrens auf 15:18 (34.). Aber die Nordhornerinnen antworteten zum 21:16 (40.). Neerstedt steckte nicht auf, und als der Tabellenvierte seinem kraftintensiven Spiel Tribut zollen musste, waren die Gäste da. Angelika Sanders traf per Siebenmeter zum 21:24 (50.). In der Schlussphase dampfte Wiebke Haake den Rückstand sogar auf 26:28 ein (58.). In den letzten zwei Minuten versuchte Haverkamp, mit einer offensiven Deckung, doch noch einen Punkt zu ergattern. Allerdings nutzte Nordhorn den sich nun bietenden Platz geschickt aus und siegte am Ende deutlich.

„Wir hätten hier nicht verlieren müssen, aber meine Mannschaft hat sich nach der guten Serie zu sehr unter Druck gesetzt. Die Niederlage ist trotzdem kein Beinbruch – in Nordhorn kann man verlieren“, bilanzierte Maik Haverkamp. · wz

TV Neerstedt: Marks, Eilers - Wolff (1), Haake (5), Manuela Ahrens (10/1), Sanders (5/3), Hammann, Hanuscheck (1), Schwepe, Saam (1), Ebsen, Anneke Lüschen (2), Spille, Mathieu (2).

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