Im Hause Rang dreht sich eine Menge um den Zelluloidball

Eine schlagkräftige Familie

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Helmut Rang genießt es, gemeinsam mit seinen Kindern Fabian (l.), Fenja und Bastian zum Tischtennis-Training zu gehen.

Wildeshausen - Von Carsten Drösemeyer. Tischtennis genießt im Hause Rang einen hohen Stellenwert. Kein Wunder, schließlich wetzt Familienvater Helmut (48) seit nunmehr 41 Jahren dem kleinen Zelluloidball hinterher. Deshalb dauerte es auch nicht lange, bis er seine Kinder Fabian (18), Bastian (13) und Fenja (9) mit dem Ping-Pong-Virus infiziert hatte.

„Die Kids kennen es halt von Kindesbeinen an, dass Vater zum Tischtennis geht. Dabei haben sie auch oft zugeschaut, und irgendwann wollten sie es dann auch selber probieren. Ich habe sie also nicht dazu gedrängt“, schmunzelt der in Wildeshausen bestens bekannte Bauunternehmer. Das Talent hat Rang senior seinen Kindern jedoch praktisch in die Wiege gelegt.

Schließlich kann Helmut Rang auf eine durchaus bemerkenswerte Tischtennis-Karriere zurückblicken. Den Anfang machte er bei seinem Heimatverein VfL Wildeshausen, ehe der Diplom-Bauingenieur nach Stationen in Sandkrug und Delmenhorst nach Emden wechselte, wo er sogar in die Regionalliga – damals die dritthöchste deutsche Spielklasse – aufstieg. „Sportlich war Emden sicherlich das Highlight, aber meine schönsten Jahre hatte ich in Delmenhorst. Wir waren eine tolle Gemeinschaft und als Verbandsligist ja auch recht erfolgreich“, schwärmt Helmut Rang immer noch von der Zeit an der Delme.

Ab 2010 trug Rang entscheidend dazu bei, dass sich der VfL Wildeshausen mittlerweile bis in die Bezirksoberliga vorgekämpft hat. Ein nettes Bonbon, denn in erster Linie hatte es den kompromisslosen Angriffsspieler wegen seiner Kinder zurück an die Hunte gezogen. „Beide Söhne hatten gerade in Wildeshausen angefangen, und so konnten wir alle zusammen zum Training gehen. Das hat mich zur Rückkehr bewogen. Außerdem war es auch ein ziemlicher Ritt nach Delmenhorst, zumal sich unsere Truppe ohnehin praktisch aufgelöst hatte. Wieder für den VfL zu spielen, war die logische Entscheidung“, erinnert sich Rang.

Bereuen musste er seinen Entschluss auch noch keine Sekunde. In Guido Grützmacher und Carsten Scherf schlossen sich auch alte Delmenhorster Weggefährten dem VfL an. Und ab der kommenden Rückrunde geht Helmut Rang sogar erstmals gemeinsam mit seinem ältesten Spross auf Punktejagd. „Fabian hat sich diese Chance durch starke Leistungen im Reserveteam in der 1. Bezirksklasse absolut verdient. Für seine erst 18 Jahre ist er technisch schon sehr weit“, lobt Vater Helmut. Für die Zukunft kann er sich sogar ein Zusammenspiel mit beiden Söhnen vorstellen: „Das ist zwar nicht unser vordergründiges Ziel, aber möglich und reizvoll ist es natürlich.“ Und sogar denkbar, da der 13-jährige Bastian ebenfalls über großes Potenzial verfügt. Bei den C-Schülern qualifizierte er sich bereits für die Landesmeisterschaft.

Ob auch die neunjährige Fenja das Rang’sche Tischtennis-Gen vererbt bekommen hat, ist noch nicht sicher. „Das muss man abwarten. In dem Alter entscheiden sich besonders Mädchen gerne mal wieder um“, mag sich ihr Vater noch nicht festlegen. Wohl aber hinsichtlich seiner Ehefrau: „Bärbel spielt zwar selbst kein Tischtennis, hat sich aber immer dafür eingesetzt. Ohne ihre Unterstützung wäre dieses zeitintensive Familienhobby nicht möglich“, erklärt Helmut Rang.

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