Wildeshausens Spielertrainer Frank Gravel hadert nach 2:3-Derbypleite mit dem Schiedsrichter

„Das hatte nichts mehr mit Volleyball zu tun“

Keine Chance: Die Wildeshauser Conrad Florian Kramer (von rechts) und Torben Dannemann können dem Ball nur noch hinterher sehen. Foto: Richter

Wildeshausen – Frank Gravel hat während seiner langen Laufbahn schon allerhand erlebt. Doch im Derby bei der VG Delmenhorst/Stenum machte der Spielertrainer des Volleyball-Oberligisten VfL Wildeshausen eine ganz neue Erfahrung. „So viele technische Fehler sind mir beim Zuspiel in meiner gesamten Volleyballkarriere noch nie abgepfiffen worden. Das hatte nichts mehr mit einem Volleyballspiel zu tun – es kamen gar keine Ballwechsel mehr zustande“, ärgerte sich Gravel über Schiedsrichter Alexander Dettmann (Bremen 1860). Durch dessen Pfiffe verunsichert, unterlagen die Huntestädter nach einer guten Leistung und trotz einer 2:0-Satzführung noch mit 2:3 (25:20, 25:19, 21:25, 17:25, 6:15).

Die Gäste beherrschten die Delmenhorster in den ersten beiden Sätzen klar. Im erstenDurchgang war Conrad Florian Kramer mehrfach im Bock erfolgreich. Über 15:8 und 16:14 holten sich die Wildeshauser auch den zweiten Abschnitt.

Bis zum 10:11 verlief der dritte Satz noch ausgeglichen. Anschließend kreidete der Referee den Wildeshausern die ersten technischen Fehler an. Vom 11:17 kämpfte sich der VfL noch einmal auf 21:23 heran, ehe sich die Delmenhorster Satzbälle verschafften. Gleich den ersten nutzten sie durch ein Ass, weil sich die Wildeshauser in der Annahme nicht einig waren.

Die Gäste waren zu Beginn des vierten Satzes merklich verunsichert. „Teilweise mussten wir die Bälle im Zuspiel baggern, um einen erneuten Pfiff zu vermeiden“ berichtete Frank Gravel. Er ging vom Feld, und sein Sohn Leon übernahm das Zuspiel. Es reichte aber nicht mehr, um den Satzausgleich zu verhindern.

Der Start in den Tiebreak missriet den Wildeshausern völlig: ein Netzroller, technische Fehler und ein Ass – schon lagen sie mit 0:5 hinten. Zwar verkürzte der VfL auf 6:10, um dann aber endgültig den Faden und auch das Spiel zu verlieren. Durch die Niederlage rutschten die Wildeshauser auf den dritten Tabellenplatz ab.

„Anscheinend müssen wir die ganze Woche pritschen üben, um beim Heimspieltag gegen Bersenbrück und Ammerland bestehen zu können“, sagte Frank Gravel mit Blick auf den „hammerharten“ ersten Rückrundenspieltag (Sonnabend, 21. Dezember, 15 Uhr).

VfL Wildeshausen: Frank Gravel, Leon Gravel, Torben Dannemann, Maik Backhus, Paul Schütte, Frederik Bartelt, Linh Nguyen, Manuel Meyer, Marco Backhus, Helge Mildes, Conrad Florian Kramer.

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