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Hartlage bewahrt Beckeln vor einer Blamage

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Von: Sven Marquart

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Colnrades Erik Lindemann (links) grätscht gegen Kleinenknetens Arnd Brengelmann.
Schenkten sich nichts: Colnrades Erik Lindemann (l.) und Kleinenknetens Arnd Brengelmann im Duell. © Tamino Büttner

Landkreis – Zwei Eigentore des Gegners haben dem TSV Ippener in der 1. Fußball-Kreisklasse einen 2:1-Erfolg beim TV Munderloh II beschert. Die Beckelns Fountains mühten sich ebenfalls zu einem 2:1 gegen den TuS Hasbergen. Der SV GW Kleinenkneten und der SC Colnrade trennten sich 2:2, während der Harpstedter TB II eine 1:2-Pleite beim SV Tur Abdin II quittieren musste.

TV Munderloh II – TSV Ippener 1:2 (1:1): „Das war ein schönes Spiel mit guten Ansätzen und Chancen auf beiden Seiten – es hätte auch 3:3 ausgehen können“, sagte Frank Fischer. Aber natürlich wollte sich der TSV-Coach über den Sieg auch nicht beschweren. Zumal seine Crew von zwei Munderloher Eigentoren profitierte. Beim 1:0 lenkte Malte Harms eine Hereingabe von Jason Sander ins Netz (14.). „Wenn er ihn nicht macht, wäre Niklas Lustig dagewesen“, meinte Fischer. Beim 2:1 bugsierte Moritz Hinrichs den von Sander abgesandten Ball in die Maschen (77.). Zwischenzeitlich hatte Lars Hohenstein mit einem von Thomas Lehmkuhl verursachten Foulelfmeter das 1:1 erzielt (38.). Jannes Pleus (77./Latte) und Jakob Wehrenberg (90./Außenpfosten) hatten Pech mit Alutreffern. Der zuletzt fehlende Mike Trojan gab der Gästeabwehr die nötige Stabilität.

SV GW Kleinenkneten – SC Colnrade 2:2 (0:1): Die Colnrader konnten mit der Punkteteilung etwas besser leben. „Wir haben das Spiel dominiert und nur leider die Tore nicht gemacht – deshalb fühlt sich das Unentschieden wie eine Niederlage an“, sagte Kleinenknetens Co-Trainer Fabian Ahlers. „Kleinenkneten hatte mehr Spielanteile“, stimmte ihm Sascha Albers zu. „Aber die Partie hatte keinen Sieger verdient“, urteilte Colnrades Spielertrainer. Bei einem schnell ausgeführten Einwurf war die gesamte GWK-Abwehr unaufmerksam – das nutzte Patrick Zikura zum 1:0 für die Gäste (2.). Im zweiten Abschnitt zeigte das Pressing der Platzherren Wirkung: Angetrieben von Dennis Spittel, der fast jede Offensivaktion initiierte, machten Sebastian Bartelt (47.) und Tom-Ole Schmidt (62.) aus dem Rückstand eine 2:1-Führung. Doch Stefan Bruns stellte nur wenig später auf 2:2 (66.). „Da hatten wir eigentlich schon zweimal geklärt“, haderte Ahlers. Immerhin konnte er dem Spieltag auch noch etwas Positives abgewinnen: „Wir haben den Klassenerhalt geschafft, und das war unser primäres Ziel.“

Beckeln Fountains – TuS Hasbergen 2:1 (0:1): Die vierwöchige Spielpause seit dem 4:4 beim Bookholzberger TB war den Fountains deutlich anzumerken. „Vor allem in der ersten halben Stunde. Erst gegen Ende haben wir das Heft in die Hand genommen. Aber schön war das alles nicht“, erklärte Trainer „Jupp“ Büsing. Letztlich bewahrte Christoph Hartlage den Tabellenvierten gegen den Vorletzten vor einer Blamage. Der Mittelfeldspieler verwertete einen schönen Pass von Thorben Deepe zum 1:1 und erzielte nach einem Eckstoß aus dem Getümmel auch den Siegtreffer (52./70.). Beckeln waren seit der 22. Minute einem Rückstand hinterhergerannt: Vor dem 1:0 durch Sven Holthausen hatte Kian Töllner das Abseits aufgehoben. Die Einwechslung von Janes Evers (65.) und Lennart Lange (67.) belebte Beckelns Spiel merklich. „Die beiden haben richtig Schwung reingebracht. Trotzdem war das ein hartes Stück Arbeit. Wir sind froh, dass wir gewonnen haben“, meinte Büsing.

SV Tur Abdin II – Harpstedter TB II 2:1 (0:0): Schlimmer als die Niederlage war die Verletzung von Außenverteidiger Matthes Brand (21.). Knöchelbruch, lautete die erste Diagnose. In der ansonsten ereignisarmen Partie brachte Valmir Muslijac die Aramäer mit 1:0 in Führung (58.). Vom Anstoß weg besorgte Hendrik Kraft das 1:1 (58.). Den Siegtreffer für die Delmenhorster markierte Spielertrainer David Uyar, der einen schnell vorgetragenen Angriff mit dem 2:1 abschloss (63.). Die Schussversuche von Lennard Radtke (82.) und Janek Lambertz (90.) waren nicht zwingend genug, um noch etwas Zählbares nach Harpstedt zu entführen. „Bei uns hapert es einfach an der Torgefährlichkeit“, sprach HTB-Routinier Michael Würdemann das entscheidende Manko an. An Mittelfeldspieler Lasse Thielsch, der diesmal zwischen den Pfosten aushalf, lag es jedenfalls nicht.

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