„Eine fette Eins mit Sternchen“

Wachendorf ist der entscheidende Faktor

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Mit seiner Routine wurde HSG-Linkshänder Matthias Wachendorf in der Schlussphase zum entscheidenden Faktor.

Wildeshausen - Zumindest die Vizemeisterschaft bleibt für die Regionsoberliga-Handballer der HSG Harpstedt/Wildeshausen weiter in Reichweite. Durch das 23:22 (10:10) beim TSV Großenkneten schloss die Crew von HSG-Coach Tim Remme bis auf zwei Zähler zum Tabellenzweiten Bürgerfelder TB auf. „Spielerisch war das kein Meisterwerk“, gestand Remme. Doch für die tolle kämpferische Leistung gab er seinen Mannen „eine fette Eins mit Sternchen“.

Bei den Gästen fehlte Abwehrchef Philipp Gröper. Dafür rückte Timo Kern ins Team. Weil Kian Töllner und Henning Fastenau ebenfalls nicht zur Verfügung standen, gab Markus Ertelt den Back-up für Keeper Maik Bitter. Gröpers Fehlen machte sich von Beginn an bemerkbar. Vorne ging die HSG nicht konsequent genug zu Werke und ließ sich das Spiel der Hausherren aufzwingen. Zudem war Jan Witscher bereits in der ersten Minute mit dem Fuß umgeknickt. Zumindest für die erste Halbzeit war der Spielmacher außer Gefecht gesetzt.

Paul Bovensmann sorgte mit dem Treffer zum 7:6 (15.) für die einzige Gästeführung vor der Pause. Durch Ballverlust fing sich die HSG immer wieder Kontertore ein. „Zum Glück hat Maik Bitter Schlimmeres verhindert“, meinte Remme. So ging es beim Stand von 10:10 in die Kabinen.

Zunächst wenig Neues nach dem Wechsel

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig. „Die Jungs haben nichts von dem umgesetzt, was wir besprochen hatten“, ärgerte sich Remme. Er probierte mehrere taktische Varianten, doch keine fruchtete. So setzte sich die Großenkneter bis auf 16:12 (42.) durch Jan Fischer ab. Ihr Vier-Tore-Vorsprung hatte auch noch beim 20:16 (50.) durch Markus Vierke Bestand.

Remme nahm eine Auszeit und stellete seine Abwehr um. Zudem biss Witscher auf die Zähne und kurbelte nun den Angriff an. Routinier Matthias Wachendorf kam für den agilen Lutz Menkens. „Es war Erfahrung nötig, um hier noch Punkte zu entführen“, hatte Remme erkannt. Durch einen Doppelpack von Patrick Gralla sowie Treffer von Henning Meyer und Jan Witscher war beim 20:20 der Ausgleich geschafft (54.). Wachendorf und Gralla legten sogar noch zweimal zum 22:20 (58.) nach. Als Paul Bovensmann eine Zeitstrafe absaß, verkürzte Stefan Hillers zwar noch einmal auf 21:22 (59.), doch mit dem 23:21 (59.) machte Wachendorf alles klar. „Matthias war der entscheidende Faktor“, lobte Remme den 38-jährigen Linkshänder.

HSG Harpstedt/Wildeshausen: Ertelt, Bitter - N. Kern (1), Thurow, H. Meyer (2), Wachendorf (4), Kayser, Kunsch (1), Witscher (1), Bovensmann (1), S. Meyer (4), T. Kern (1), Menkens, Gralla (8/1).

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