Harpstedter TB wendet drohende Derbyniederlage in der Nachspielzeit ab

Rick Schramm knackt die Dötlinger Mauer – 1:1

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Dötlingens Finn Kipper (M.) stoppt Alexander Krogmann auf dem Weg zum Tor.

Harpstedt - Von Sven Marquart. Praktisch in allerletzter Minuter hat der Harpstedter TB am Freitagabend eine weitere Derbyniederlage in der Fußball-Kreisliga abgewendet: Es lief bereits die Nachspielzeit, als HTB-Kapitän Rick Schramm mit einem direkten Freistoß zum 1:1 (0:0)-Endstand gegen den TV Dötlingen traf (90.+3).

Schramms Gewaltschuss ging mitten durch die Dötlinger Mauer und schlug direkt neben dem verdutzten Torhüter Hendrik Schulz ein. Trainer Georg Zimmermann tobte: „Wozu haben wir denn eine Fünf-Mann-Mauer!?“

Allerdings hatten auch die Gäste bei ihrem Führungstreffer Dusel gehabt: Felix Brand setzte sich gut gegen Rick Schramm durch, und HTB-Innenverteidiger Tobias Abeln fälschte den Schuss des Youngsters zum 0:1 ab (57.). HTB-Keeper Ole Grabowski hatte keine Abwehrchance. Der Neuzugang vom SC Colnrade hatte diesmal den Vorzug vor Christoph Mädler erhalten. „Wir verfügen über zwei sehr gute Torhüter, und Ole hatte sich den Einsatz durch starke Trainingsleistungen verdient“, erläuterte HTB-Coach Marcus Metschulat.

Verdient war letztlich auch die Punkteteilung – darüber waren sich beide Trainer hinterher einig. „Wir bekommen zwei Schüsse aufs Tor – einer davon ist drin. Aufgrund der Spielanteile kann ich mit dem 1:1 nicht zufrieden sein. Allerdings ist es schon glücklich, wenn man in der Nachspielzeit den Ausgleich macht“, meinte Metschulat. „Das 1:1 ist gerecht, weil wir es versäumt haben, das 2:0 zu machen, als Niklas Hiegemann durch war“, bilanzierte Zimmermann.

In den impulsiven 95 Derbyminuten waren Tormöglichkeiten zunächst Mangelware. Das Chancenplus lag in der ersten Halbzeit auf Harpstedter Seite (5:1). Im zweiten Abschnitt wurde es zunehmend hitziger. Nur sechs Minuten nach dem Rückstand gelang HTB-Routinier Christian Goritz der vermeintliche Ausgleich, doch Schiedsrichter Dieter Käufer (VfR Wardenburg) entschied auf Abseits. Von dem tollen Kombinationsfußball, den die Gastgeber am Mittwoch beim 7:2 gegen RW Hürriyet zelebriert hatten, war nichts zu sehen. Stattdessen probierten sie es mit der Brechstange – und hatten Erfolg.

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