Harpstedter sieht bei seinem Bundesliga-Debüt gleich die Rote Karte

Yannick Dräger entert die große Handball-Bühne

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Hat den Sprung auf die große Handball-Bühne geschafft: Yannick Dräger (l.) in der Abwehr gegen Bietigheims Tim Dahlhaus.

Harpstedt - Für Yannick Dräger ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Der 20-jährige Harpstedter hat die große Handball-Bühne geentert und für die TSV Hannover-Burgdorf seine ersten Einsätze in der Bundesliga absolviert.

Der 1,98-Meter-Hüne war vor der vergangenen Saison zusammen mit seinem Zwillingsbruder Maurice aus der Jugend des HC Bremen nach Burgdorf gewechselt. Nach einer Spielzeit in der Drittliga-Mannschaft wurde Yannick Dräger nun von Trainer Christopher Nordmeyer ins Bundesliga-Team der „Recken“ berufen. Der Nachwuchsakteur profitierte dabei von der Verletzung des estnischen Halblinken Mait Patrail, der an der Schulter operiert wurde und noch mindestens bis zur WM-Pause im Januar ausfallen wird.

Bis jetzt hat Yannick Dräger fünf Partien für den Tabellenneunten in der Eliteklasse bestritten, die erste beim 29:28-Erfolg über die Füchse Berlin. Bei seinem Debüt sah er jedoch prompt die Rote Karte. „Das war eine unglückliche Aktion, aber die Schiedsrichter meinten, ich hätte meinen Gegenspieler im Gesicht getroffen“, erinnert sich der Auszubildende.

Coach Nordmeyer setzte den hochaufgeschossenen, kantigen Dräger bislang hauptsächlich im Innenblock der 6:0-Deckung ein. Gelegentlich durfte sich der Novize im Angriff sogar auf der Königsposition im linken Rückraum versuchen. Beispielsweise in den Spielen gegen Schlusslicht SG BBM Bietigheim (36:29) und Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen (20:32). Gegen Bietigheim erzielte Dräger auch sein erstes Bundesliga-Tor. Bei der deutlichen Klatsche in Mannheim netzte er sogar zwei Mal.

Allein das Dabeisein ist für ihn bereits ein Erlebnis. „Man bekommt schon Gänsehaut, wenn man vor fast 3000 Zuschauern einläuft – in der dritten Liga sind es häufig nicht einmal 300“, erzählt Dräger. Zusätzlich zu seinen Bundesliga-Einsätzen läuft der Rückraumspieler auch weiterhin für die TSV-Reserve auf. So auch am vergangenen Wochenende, als er zunächst in der Bundesliga gegen HBW Balingen-Weilstetten (29:23) ran durfte und tags darauf zwei Spielklassen tiefer zum 39:25 gegen den Northeimer HC beitrug.

„In der Bundesliga-Mannschaft lerne ich viel vom Abgucken und den Erklärungen meiner Mitspieler“, berichtet Yannick Dräger. Allerdings könnte ihn das Erstliga-Abenteuer die Teilnahme am EHF Beachhandball Champions Cup (31. Oktober bis 2. November) auf Gran Canaria kosten. Für dieses Event hatte sich Dräger mit den „Nordlichtern Oldenburg“ durch den Sieg bei den German Open in Wildeshausen qualifiziert. Sollte er das Turnier verpassen, kann er sich trösten: in der stärksten Liga der Welt.

wz

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