Harpstedter TB hat seine drei besten Torschützen verloren / Nowotnick neuer „Co“

Coach Metschulat traut Nolte den nächsten Schritt zu

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HTB-Coach Marcus Metschulat (r.) und Co-Trainer Andreas Nowotnick (l.) erhoffen sich von den Neuzugängen Nils Klaassen (v.l.), Alexander Krogmann und Michael Würdemann mehr Stabilität in der Defensive. Auf dem Bild fehlt Jannis Bunzel.

Harpstedt - Von Sven Marquart. Der Qualitätsverlust ist beträchtlich: Mit Roman Seibel (TV Dötlingen), Rene Kube (Ahlhorner SV) und Ole Lehmkuhl (VfL Wildeshausen) hat Fußball-Kreisligist Harpstedter TB seine drei besten Torschützen der vergangenen Saison ziehen lassen müssen. Zusammen erzielten Seibel (15), Kube (13) und Lehmkuhl (10) 38 Treffer – mehr als die Hälfte aller HTB-Tore (67). Es dürfte in der neuen Spielzeit schwer werden, diese Abgänge zu kompensieren.

„Sicherlich haben wir offensiv einiges an Qualität verloren“, bestätigt Marcus Metschulat. „Aber letztlich ist mir wumpe, wer die Tore schießt“, meint der HTB-Coach fast schon ein wenig trotzig. Er hofft vor allem auf Yannik Nolte, der in seinem ersten Herrenjahr sechs Mal getroffen hat: „Ich traue ihm zu, dass er jetzt den nächsten Schritt macht. Bastian Stuckenschmidt weiß auch, wo die Kiste steht. Hendrik Glück, Mel Siegenthaler und Michael Würdemann werden auch ihre Tore machen.“

Unter den vier Neuzugängen ist kein ausgewiesener Goalgetter: Jannis Bunzel ist Verteidiger, die Rückkehrer Michael Würdemann und Nils Klaassen sind Kandidaten für die Mittelfeldzentrale, während Alexander Krogmann die Außenbahnen beackern wird. „Mit ihnen werden wir defensiv besser und kompakter stehen“, ist Marcus Metschulat überzeugt. Mit 62 Gegentreffern stellte Harpstedt in der vergangenen Spielzeit immerhin die siebtbeste Abwehr der Kreisliga.

In der Abschlusstabelle sprang lediglich Platz elf heraus – zu wenig für die eigenen Ansprüche. „Das lief nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben – das war schon ein bisschen enttäuschend“, gibt C-Lizenzinhaber Metschulat zu. Die ambitionierten Harpstedter hatten schon lange vor Saisonschluss nichts mehr mit Auf- und Abstieg zu tun und steckten im grauen Mittelfeld fest. Das nutzte der Übungsleiter, um einiges auszuprobieren.

In der Spielzeit 2014/2015 soll ein einstelliger Tabellenplatz her. „Jetzt geht es wieder bei null los. Die Liga ist in diesem Jahr ausgeglichener“, prognostiziert Marcus Metschulat. Nach dem Aufstieg des TSV Ganderkesee und des SV Atlas Delmenhorst gibt es keine „Über-Mannschaften“ mehr. Als Titelfavoriten nennt Metschulat den TV Munderloh, den VfL Stenum und den SV Baris. Munderloh habe sich gut verstärkt, Stenums bezirksligaerfahrener Kader sei eingespielt, und Baris’ Offensive mit 84 erzielten Treffern überragend: „Jetzt müssen sie nur noch ihre Probleme in der Defensive in den Griff kriegen.“

Beim HTB gilt ab sofort das Vier-Augen-Prinzip, denn mit Andreas Nowotnick steht Marcus Metschulat inzwischen ein Co-Trainer zur Seite. „Wir kennen uns aus Huntloser Zeiten – die Zusammenarbeit war überragend“, erinnert sich der 31-Jährige. Chefcoach Metschulat erhofft sich von seinem Assistenten neben einer Erleichterung der Trainingsarbeit auch zusätzliche Impulse und Denkanstöße. „Und vielleicht ist es ganz gut, wenn die Jungs nicht immer nur von einem was zu hören bekommen.“

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