Harpstedter TB gewinnt nach Heimrechttausch beim Aufsteiger SVG Berne

Siegenthaler hat beim 3:1 den Blick für die Situation

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Harpstedts Sechser Mel Siegenthaler gewann beim 3:1 in Berne viele Zweikämpfe und bewies Spielübersicht.

Harpstedt - Das Pokalaus haben die Kreisliga-Fußballer des Harpstedter TB offenbar gut verdaut. Vier Tage nach dem sang- und klanglosen 0:4 gegen den VfL Wildeshausen II behauptete sich der HTB im Punktspiel beim Aufsteiger SVG Berne mit 3:1 (1:0).

Beide Mannschaften hatten nach den ergiebigen Regenfällen am Freitag kurzfristig das Heinrecht getauscht. „Bei uns wäre es nicht gegangen“, berichtete HTBCoach Marcus Metschulat. Aber auch auf dem Berner Kunstrasenplatz fand seine Elf gleich gut ins Spiel. Zudem machte sich bezahlt, dass Routinier Christian Goritz eine knappe Stunde vor Spielbeginn doch grünes Licht für einen Einsatz gab, nachdem es zunächst so schien, als solle er berufsbedingt fehlen. Die Partie lief erst eine Viertelstunde, da kombinierten sich die Harpstedter schön durchs Mittelfeld, und Goritz schob überlegt zum 1:0 ein (15.). Es war der elfte Saisontreffer des Torjägers.

Die Gäste hätten nachlegen können, doch Nils Klaassen und Timo Meyer im Nachschuss scheiterten jeweils an Bernes Keeper Daniel Anders (30.). „Trotzdem war die Pausenführung verdient“, sagte Metschulat.

Nach dem Seitenwechsel drängte die Crew von SVG-Spielertrainer Michael „Magic“ Müller auf den Ausgleich. „Aber wir haben gut dagegen gehalten“, meinte Metschulat. Mel Siegenthaler gewann im zentralen Mittelfeld viele Zweikämpfe und sorgte mehrfach dafür, dass die Platzherren nicht gefährlich werden konnten. „Außerdem hat Mel in vielen Situationen gut erkannt, ob er Tempo machen oder den Ball halten muss“, lobte Metschulat seinen Sechser.

Bernes Ausgleichsbemühungen torpedierte Nils Klaassen, der einen Konter zum 2:0 abschloss (54.). Den finalen Pass in die Gasse hatte Christian Goritz abgesandt. Mit einem schönen Schuss von der Strafraumgrenze legte Klaassen auch noch das 3:0 nach (68.). Wenig später verkürzte Nico Kruck auf 1:3 (71.). „Da haben wir nicht aggressiv genug verteidigt“, monierte Metschulat. HTB-Schlussmann Christoph Mädler hatte beim Gegentor keine Abwehrchance.

Die Freude über den siebten Harpstedter Saisonsieg und den Sprung auf den dritten Tabellenplatz bekam kurz vor Schluss noch einen Dämpfer. Markus Würdemann forderte vehement einen Strafstoß, bekam ihn aber nicht. Metschulat reagierte und holte seinen schimpfenden Angreifer vom Platz . Bevor Ersatzspieler Kevin Meyer das Feld betreten hatte, beleidigte Würdemann Schiedsrichter André Bakenhus (SF Littel-Charlottendorf) und sah die Rote Karte (87.). „Weil der Wechsel noch nicht vollzogen war, mussten wir zu zehnt zu Ende spielen“, erläuterte Metschulat. „Schade!“, bedauerte der HTB-Coach, denn in zuvor zehn Partien war seine Crew ohne Platzverweis ausgekommen und hatte bis dahin lediglich 19 Gelbe Karten kassiert.

mar

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