Abwehrspieler erzielt 3:3 in Heidkrug

Marek Harms belohnt Colnrades Kampfgeist

Colnrades Abwehrspieler Marek Harms (links) zieht wuchtig ab.
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Premiere: Sein Treffer zum 3:3-Endstand in Heidkrug war für Colnrades Abwehrspieler Marek Harms (l.) das erste Tor im Herrenbereich.

Landkreis – Tolle Moral hat der SC Colnrade am letzten Spieltag vor der Winterpause bewiesen: Nach einem 0:3-Rückstand erkämpfte sich der Tabellenzwölfte der 1. Fußball-Kreisklasse beim TuS Heidkrug II noch ein 3:3. Die Beckeln Fountains zementierten mit ihrem 4:0-Erfolg über Schlusslicht TSV Ganderkesee II Rang drei. Der Harpstedter TB II (1:4 gegen den SV Tungeln) und der TSV Ippener (0:1 gegen den SV Tur Abdin II) mussten Niederlagen einstecken.

Harpstedter TB II – SV Tungeln 1:4 (1:4): Harpstedt fand überhaupt nicht in die Partie. Die erste Viertelstunde ging ganz klar an Tungeln. Als die HTB-Reserve kurzzeitig in Unterzahl spielte – Dauerbrenner Marlo Schoppe hatte sich einen Außenbandriss im Sprunggelenk zugezogen – erzielte Yannik Maskow mit einem abgefälschten 16-Meter-Schuss, der sich unhaltbar hinter Keeper Luca Müller ins Netz senkte, das 1:0 für Tungeln (15.). Christian Lüschen legte zum 2:0 nach (27.), ehe Jelko Meyer eine Linksflanke von Michael Würdemann direkt zum 1:2 verwandelte (30.). Doch mit ihren Freistoßtreffern bescherten Rene Jürgens (37.) und Pascal Buchholz (39.) den Gästen eine komfortable 4:1-Pausenführung – zugleich das Endergebnis. Denn trotz guter Chancen durch Tilmann Kraft, Janek Lambertz, Lennard Radke und Murad „Cano“ Ali (2) wollte der Crew von HTB-Coach Dirk Lenkeit kein weiteres Tor gelingen. „Man muss den Jungs hoch anrechnen, dass sie selbst bei einem Rückstand nicht aufgeben und weiter versuchen Fußball zu spielen. Es fehlt ihnen nur ein bisschen die Cleverness“, sagte HTB-Routinier Michael Würdemann.

Beckeln Fountains – TSV Ganderkesee II 4:0 (1:0): Der Tabellendritte tat sich trotz vieler guter Chancen sehr schwer. „Ich hatte schon befürchtet, dass es mit 0:0 in die Pause geht“, gestand Beckelns Übungsleiter Matthias „Jupp“ Büsing. Doch dann erkämpfte sich Jonas Evers den Ball am Strafraumeck, lief noch ein paar Schritte und vollstreckte zum 1:0 (37.). Weil Beckelns Abwehr um den souveränen Malte Sander nichts anbrennen ließ, wurde Ganderkesee allenfalls bei Standards gefährlich. Dennoch geriet die zweite Hälfte aus Büsings Sicht zu einem „Ritt auf der Rasierklinge, weil davon auch mal einer reingehen kann“. Das 2:0 von Jens Kruse, der wie Rabah Madjer 1987 im Finale des Landesmeister-Cups mit der Hacke erfolgreich war (80.), beruhigte dann Büsings Nervenkostüm. Die Vorarbeit kam von Jonas Evers, der auch das 4:0 von Timo Gralheer vorbereitete (88.) und nach Flanke von Christoph Hartlage das 3:0 erzielte (82.). „Das war ein Arbeitssieg. Das Ergebnis geht vom Spielverlauf in Ordnung. Wenn wir unsere Chancen besser nutzen, hätte es aber auch zweistellig ausgehen können“, resümierte Büsing.

TuS Heidkrug II – SC Colnrade 3:3 (2:0): „Das war ein Punkt für die Moral. Nach einem 0:3 muss man mit dem Unentschieden zufrieden sein. Wenn ich allerdings unsere Chancenverwertung sehe, graust es mir schon wieder“, sagte Colnrades Trainer Sascha Albers. Denn statt 0:2 hätte es aus seinem Blickwinkel zur Pause auch 3:0 heißen können. Beide Male hieß der Torschütze Marius Hamann (34./43.). Im zweiten Abschnitt legte Hamann das 3:0 nach (53.). Wieder war SC-Keeper Tobias Kuraschinski machtlos. Colnrades „Edelfan“ (Albers) bestritt seinen ersten Einsatz seit mehreren Jahren. Die Gäste zeigten Kampfgeist – und wurden belohnt. Zunächst verkürzte Patrick Zikura auf 1:3 (79.). „Da hätte man auch Foul pfeifen können“, räumte Albers ein. Sein Bruder Dominik erzielte nach Doppelpass mit Jörg Schliehe-Diecks das 2:3 (90.+2). Für die Colnrader Jubeltraube sorgte schließlich Abwehrspieler Marek Harms, der nach einem Eckstoß von Zikura das 3:3 erzwang (90.+4). „Für Marek hat es mich besonders gefreut, weil es sein erstes Tor im Herrenbereich war“, erklärte Albers.

TSV Ippener – SV Tur Abdin II 0:1 (0:1): „In Summe ist es ein glücklicher Sieg für Abdin“, bilanzierte Ippeners Trainer Frank Fischer. Diesmal schaffte es der drittbeste Angriff der Spielklasse einfach nicht, das Runde im Eckigen unterzubringen. Was vor allem an Jens Dekarski lag. Der Ex-Ippeneraner im Abdin-Gehäuse sorgte mit tollen Paraden gegen Sebastian Hohnholz (88.), Jannes Pleus (90.) und Matthias Ideker (90.+5) dafür, dass die Null stand. Den einzigen Treffer der Partie erzielte David Uyar. Nachdem der starke Houssein Hazimeh Ippeners Daniel Timmermann den Ball stibitzt hatte, musste Abdins Spielertrainer nur noch zum 1:0 einschieben (31.). „Die erste Halbzeit war schwach von uns, die zweite war dann deutlich besser“, meinte Fischer. Vor allem der eingewechselte William Hennig machte auf der rechten Mittelfeldseite ordentlich Dampf. Zählbares sprang aber nicht dabei heraus.

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