VfL Wildeshausen nähert sich nach 1:6 beim TuS BW Lohne der Abstiegszone

Rot für Hansch ist das i-Tüpfelchen

Unzufrieden: VfL-Coach Sven Flachsenberger (v.l.), Torwarttrainer Joachim Gomez-Röttger und Co-Trainerin Ellen Gronewold. Foto: Marquart

Wildeshausen – Sven Flachsenbergers Geduld ist allmählich aufgebraucht. „Das kann ich so nicht mehr hinnehmen. Ich kann mich nicht jede Woche hinstellen und sagen, dass wir gut gespielt, aber trotzdem keine Punkte geholt haben. Da muss langsam mal was kommen“, schrieb der Trainer den Bezirksliga-Fußballerinnen des VfL Wildeshausen ins Stammbuch. Durch die 1:6 (0:2)-Niederlage beim TuS BW Lohne rutschten die Krandel-Kickerinnen auf den achten Tabellenplatz ab und haben nur noch drei Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone. Zu allem Überfluss sah VfL-Torhüterin Sabrina Hansch wegen Handspiels außerhalb des Strafraums die Rote Karte. „Das war das i-Tüpfelchen!“, ärgerte sich Flachsenberger.

Die Partie war noch keine sechs Minuten alt, da hieß es bereits 1:0 für Lohne. Nach einem vermeintlichen Foul von Grietje Finke gab es an der Strafraumgrenze Freistoß für die Blau-Weißen. „Ich weiß nicht, ob man das pfeifen muss“, meinte Flachsenberger. Carolin Borgerdings Schuss fälschte die Wildeshauser Mauer so unglücklich ab, dass Sabrina Hansch keine Möglichkeit hatte an den Ball zu kommen. Das 2:0 durch Ida Ruholl begünstigte die VfL-Abwehr durch fehlende Absprachen (13.).

Die Gäste brachten vor der Pause keine nennenswerte Offensivaktion zustande. „Wir waren zu weit weg von den Gegenspielerinnen und nicht bissig genug in den Zweikämpfen – das war wirklich nicht gut“, erklärte Flachsenberger. Er sprach die Mängel in der Kabine an. Und siehe da: Schon kurz nach Wiederbeginn erzielte Violetta Pflaum nach einem Eckstoß von Femke Krumdiek das 1:2 (47.). „Ich hatte das Gefühl, dass ein Ruck durch die Mannschaft gegangen ist“, berichtete Flachsenberger. So boten sich Natascha Helms (50.) und Violetta Pflaum (55.) gute Chancen zum Ausgleich, die sie jedoch nicht nutzten.

„Dann waren wir fünf Minuten überhaupt nicht auf der Höhe“, monierte Flachsenberger. Statt 2:2 hieß es plötzlich 1:5: Luisa Thoben (61./64.) und Sophie Borgerding (63.) nutzten die Wildeshauser Unzulänglichkeiten zu drei weiteren Treffern. Hinzu kam der Platzverweis für Sabrina Hansch (65.).

Für sie ging VfL-Kapitänin Femke Krumdiek zwischen die Pfosten und machte dort einen guten Job. Nur beim 6:1 von Hannah Sieve war sie machtlos (84.). „In Unterzahl haben wir keine schlechte Partie abgeliefert und immer wieder Nadelstiche gesetzt“, sagte Flachsenberger. Doch zu einer Resultatsverbesserung reichte es nicht mehr. „Die erste Halbzeit war unter aller Kanone – darüber sollten alle nachdenken“, forderte Flachsenberger.  mar

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