Handballverbände Bremen und Niedersachsen wollen enger zusammenrücken

Spiel ohne Grenzen

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Monika Wöhler und Jens Schoof erläuterten den Vertretern der Vereine das geplante Vorgehen.

Neerstedt - Der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) und der Bremer Handball-Verband (BHV) werden aller Voraussicht nach noch enger zusammenrücken. So soll der BHV neben seinem Status als Mitglied des Landessportbundes Bremen und des Deutschen Handball-Bundes auch eine Gliederung im HVN werden wie beispielsweise die Handball-Region Oldenburg (HRO).

Hintergrund: Besonders in den unteren Spielklassen im Jugendbereich wird es aufgrund von Struktur- und Nachwuchssorgen immer schwieriger, einen vernünftigen Spielbetrieb im BHV zu gewährleisten.

Bereits im zweiten Jahr ist der Spielbetrieb oberhalb der Regionen sowohl bei der Jugend als auch bei den Erwachsenen gemeinsam organisiert. Zudem gibt in dieser Saison erstmals den gemeinsamen Pokalwettbewerb im Erwachsenenbereich. Jetzt wollen die Verantwortlichen noch einen Schritt weitergehen und den BHV in den HVN integrieren. Während der Herbsttagung in Altwarmbüchen einigte sich das erweiterte HVN-Präsidium in einem Vorratsbeschluss darauf, den BHV als sogenannte Gliederung zu integrieren. Voraussetzung ist, dass die Bremer auf ihrem Verbandstag am 17. April 2015 einen entsprechenden Antrag verabschieden. HVN-Präsident Wolfgang Ullrich sagte bereits, dass die Bremer eine Art „Sonderstatus“ erhalten würden.

Anfang Dezember hat sich nun das BHV-Präsidium um Präsidentin Monika Wöhler die Legitimation für weitere Verhandlungen mit dem HVN von seinen Vereinen abgeholt. Die zahlreich anwesenden Vereinsvertreter aus Bremen und Bremerhaven erfuhren zudem, dass neben dem geplanten Spielbetrieb ohne Grenzen auch Synergieeffekte in den Bereichen Aus- und Fortbildung, Talentförderung und Schiedsrichterwesen genutzt werden sollen.

Sollte der BHV auf seinem Verbandstag nach erfolgter Satzungsänderung einen Antrag auf Aufnahme in den HVN stellen, würde zur Saison 2015/16 ein Pilotprojekt im Bereich der A-Jugend (männlich/weiblich anlaufen. Hier soll unter Federführung von Bremens Jugendspielwart Olaf Bunge der gesamte Spielbetrieb unterhalb der Landesliga dieser Altersklasse zentral verwaltet werden. Läuft das Projekt erfolgreich an, soll zur Saison 2016/17 der gesamte Spielbetrieb unterhalb der Landesligen und im jüngeren Jugendbereich freigegeben werden. Damit ist ein Wechsel von Vereinen aus der hiesigen Region nach Bremen gar nicht mehr nötig.

„Es ist sowieso fraglich, in wieweit der Landessportbund Bremen einem solchen Massenphänomen zustimmen würde“, sagte Jens Schoof, Vizepräsident Spieltechnik des BHV. Worte, die beispielsweise in Delmenhorst nicht unbedingt gerne gehört werden. Hofft die HSG doch auf einen Beitritt zur neuen Region Bremen.

Etwa anders beurteilt das Präsidium des BHV die Aufnahme der Vereine aus dem Bereich Landkreis Osterholz. Diese Vereine gehören seit Jahrzehnten auch spieltechnisch in allen Bereichen zu Bremen. Auf jeden Fall werden nun die Verhandlungen intensiviert. Am 14. Januar soll in Verden bereits das weitere Prozedere auf Präsidiumsebene besprochen werden.

wz

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