Hallenkreismeisterschaft: Ganderkesee und Achternmeer weiter, Baris draußen

Dönikes Underdogs ziehen sich achtbar aus der Affäre

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Trotz seiner 39 Jahre immer noch eine Klasse für sich: Ganderkesees vierfacher Torschütze Sven Apostel (r.) lässt den 18 Jahre jüngeren Mert Caki (SV Baris) im Laufduell stehen.

Hude - Von Sven Marquart. Das fußballerische Niveau am ersten Vorrundenspieltag der Hallenkreismeisterschaft war ziemlich überschaubar. „Wer hier nicht weiterkommt, ist selber schuld“, meinte Önder Caki, bevor seine Mannschaft in der dritten Partie des Abends erstmals ins Geschehen eingriff. Da konnte der Trainer des Kreisligisten SV Baris noch nicht ahnen, dass ausgerechnet seine Crew gut zweieinhalb Stunden später in die Röhre schauen würde.

Dabei hatte der Hallenmasterssieger von 2014 einen guten Start hingelegt. Zum Auftakt bezwang Baris den Bezirksligisten TSV Ganderkesee durch einen Treffer von Justin Lentz in der Schlussminute mit 1:0. Anschließend ließen die Delmenhorster ein souveränes 5:0 über den SV Rethorn aus der 5. Kreisklasse, ein 0:0 gegen Kreisliga-Spitzenreiter VfR Wardenburg und ein 2:0 über den TuS Döhlen aus der 3. Kreisklasse folgen. Zehn Punkte und 8:0 Tore vor dem letzten Gruppenspiel – was sollte da noch schiefgehen?

Eine ganze Menge! Im vorletzten Spiel des Abends kassierte Baris seine einzige Niederlage. Der SV Achternmeer war schwach gestartet. Doch nach dem 1:1 gegen den TuS Döhlen und dem 0:1 gegen den TSV Ganderkesee steigerte sich der Kreisliga-Elfte und war dann auf den Punkt voll da: Durch einen Doppelpack von Sebastian Vogelsang (4./6.) sowie einen Treffer von Maik Schmidt (9.) gewann das Team von Trainer Holger Oltmanns mit 3:0 und zog aufgrund des direkten Vergleichs an den punktgleichen Delmenhorstern vorbei.

Besiegelt wurde Baris’ Aus in der abschließenden Partie zwischen dem TSV Ganderkesee und dem VfR Wardenburg. Mit einem Sieg hätten die enttäuschenden Wardenburger den Bezirksligisten aus dem Wettbewerb geworfen. Doch der TSV, der nach der Auftaktpleite gegen Baris in die Spur gefunden hatte, behauptete sich mit 5:2. Auch aufgrund der Klasse von Robin Ramke und Routinier Sven Apostel, die am ersten Abend wie Justin Lentz (SV Baris) vier Treffer erzielten und sich damit an die Spitze der Torschützenliste setzten.

Während der TSV Ganderkesee und der SV Achternmeer recht verhalten den Einzug in die Zwischenrunde (Sonntag ab 10 Uhr) feierten, jubelten die Kicker des SV Rethorn als hätten sie soeben die Champions League gewonnen: Das klassentiefste Team im Feld hatte trotz ansprechender Leistungen seine ersten vier Gruppenspiele verloren. Dabei war dem Tabellenfünften der 5. Kreisklasse nicht einmal ein eigener Treffer vergönnt. „Bitte, nur ein Tor!“, flehte der stark haltende Keeper Max Friedrich nach dem 0:4 gegen den TSV Ganderkesee.

Und er wurde erhört: Jan Philipp Güthler (1.), Yannic Ziegler (4.) und Sebastian Raschen (10.) stellten das abschließende 3:1 gegen den TuS Döhlen sicher und sorgten dafür, dass der zu Saisonbeginn wiederbelebte Verein nicht Gruppenletzter wurde. „Gegen Rethorn kann man mal verlier’n!“, intonierte der Anhang. Als einzige unter den gut 200 zahlenden Zuschauern sorgten die Rethorner Fans für Stimmung. „Dafür, dass wir die klaren Underdogs waren, haben wir uns sehr gut verkauft“, freute sich Trainer Marcel Dönike.

Einen entspannten Abend verlebten die Schiedsrichter Sven Schlickmann (SV Tungeln) und Felix Heuer (TuS Heidkrug). Das Duo musste nur eine Zeitstrafe gegen den Rethorner Johannes Retzlaff für ein Foulspiel beim 0:5 gegen den SV Baris aussprechen.

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