Gravel vermisst Kampfgeistc

VfL Wildeshausen kassiert bei TG Wiesmoor erste Saisonniederlage

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Leon Gravel (vorne, dahinter Linh Nguyen) übernahm im dritten Satz das Zuspiel.

Wildeshausen - Der Höhenflug ist beendet! Nach dem tollen Saisonstart mit sechs Siegen sind die Verbandsliga-Volleyballer des VfL Wildeshausen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Im Spitzenspiel bei der TG Wiesmoor setzte es für den Aufsteiger mit dem 0:3 (16:25, 16:25, 19:25) eine deutliche Klatsche. Zudem löste der bisherige Zweite aus Ostfriesland die Huntestädter als Tabellenführer ab.

Die Wildeshauser agierten in Wiesmoor verkrampft und unerklärlich ängstlich und hatten keine wirkliche Chance auf einen Satzgewinn. „Hatten wir in den letzten Spielen zum Teil auch mit viel Glück noch die erste Niederlage verhindern können, so fehlte diesmal leider auch jeglicher Kampfgeist, um den Kopf aus der Schlinge zu ziehen“, sagte VfL-Spielertrainer Frank Gravel.

Anfangs ohne die beiden Mittelblocker Frederik Bartelt und Marco Backhus, die es nicht pünktlich bis zum Spielbeginn in die Halle geschafft hatten, geriet der VfL im ersten Satz mit 0:4 ins Hintertreffen. Bis zum 10:12 konnten die Gäste den Durchgang offen halten, ehe ihre Annahme ins Schwimmen geriet. Dadurch wurde ihr Angriffsspiel zu durchsichtig. Oft scheiterten die Wildeshauser am starken TG-Block. „Doch anstatt mutig zu bleiben und die Angriffe besser zu sichern, haben wir angefangen zu legen“, monierte Gravel. Das nutze Wiesmoor zu Angriffen, die der VfL-Block nur ganz selten in den Griff bekam. Über 17:10 sicherten sich die Hausherren den ersten Satz.

Mit neuer Aufstellung und Fabian Muhle in der Annahme machten die Wildeshauser im zweiten Durchgang aus dem 0:3 ein 7:7. Doch Wiesmoor konterte mit sechs Punkten in Serie zum 13:7. Libero- und Angreiferwechsel beim VfL brachten nicht den gewünschten Effekt – und auch der zweite Satz war weg.

„Ein heftiges Programm!“

Im dritten Durchgang übernahm Leon Gravel von Paul Schütte das Zuspiel. Zunächst ohne Libero und mit Maik Backhus in der Abwehr, führten die Gäste bis zum 11:10. Um den großen TG-Blockspielern aus dem Weg zu gehen, musste der VfL vermehrt über die Mitte angreifen. Doch zunehmend machte sich die fehlende Abstimmung zwischen Zuspielern und Mittelblockern bemerkbar. Ab dem 12:18 gelangen den Wildeshausern ein paar Abwehraktionen. Dadurch konnten sie bis auf 18:20 verkürzen. Allerdings blieb es ein kurzes Strohfeuer, so dass Wiesmoor auch diesen Satz klar nach Hause brachte.

Die Huntestädter haben jetzt zwei Wochen Zeit, um an ihrer Abstimmung zu arbeiten. Dann geht es zum heimstarken Vareler TB (Sonnabend, 2. Dezember, 15 Uhr). Tags darauf steht in Laatzen die Endrunde um den NWVV-Pokal auf dem Programm. Zum Jahresabschluss wartet dann noch ein Heimspieltag gegen den SV Union Lohne und die TG Wiesmoor (Sonnabend, 9. Dezember, 15 Uhr). „Ein heftiges Programm! Da werden die körperliche und geistige Fitness beansprucht. Mal sehen, wo wir uns am Jahresende wiederfinden werden“, meinte Frank Gravel.

VfL Wildeshausen: Marco Backhus, Frank Gravel, Linh Nguyen, Torben Dannemann, Paul Schütte, Helge Mildes, Frederik Bartelt, Leon Gravel, Fabian Muhle, Christoph Albers, Maik Backhus.

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