Beachvolleyballer des VfL Wildeshausen triumphieren in der Ü53

Frank Gravel und Dirk Meyer holen den nordwestdeutschen Meistertitel im Sand

Frank Gravel vom Volleyball-Oberligisten VfL Wildeshausen beim Aufschlag.
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Entschärfte die gegnerischen Angriffe: Frank Gravel wehrte vor allem im zweiten Satz des Halbfinales viele Bälle ab.

Wildeshausen – Der Ausflug in die Sandkiste hat sich gelohnt: Bei der nordwestdeutschen Beachvolleyball-Meisterschaft in Bremen haben der Wildeshauser Frank Gravel und sein Partner Dirk Meyer in der Seniorenklasse IV den Titel „ausgebuddelt“. Für das Duo war es der erste Start bei einem Ü 53-Beachvolleyballturnier.

Bislang hatten Dirk Meyer, der normalerweise für den VSK Osterholz-Scharmbeck aktiv ist, und Frank Gravel nur in der Halle gemeinsam für das Seniorenteam des VfL Wildeshausen auf dem Feld gestanden. Nun folgte die Premiere im Sand.

Zur Vorbereitung hatten Meyer/Gravel in den vergangenen drei Wochen jeweils zweimal gemeinsam trainiert und sich langsam aufeinander eingestellt. „Nach der langen Coronapause war das kein leichtes Unterfangen“, berichtete Gravel. Doch offensichtlich passte die Abstimmung. Meyer übernahm den Part des Blockspielers, während Gravel die Bälle in der Abwehr kratzen sollte. Bei der Annahme agierte Meyer links, Gravel rechts.

Bei den Titelkämpfen auf der Anlage von Bremen 1860 waren insgesamt zwölf Teams am Start. In der Vorrunde wurde zunächst in vier Dreiergruppen gespielt. Der Modus war auf zwei Gewinnsätze bis 15 festgelegt worden, die Netzhöhe betrug 2,35 Meter.

Zum Auftakt gewannen die Wildeshauser klar mit 2:0 (15:5, 15:3) gegen die deutlich älteren Lutz-Peter Dittmann/Heiko Stührenberg (VSG Ammerland). Im zweiten Spiel wurden die Wildeshauser deutlich mehr gefordert. Die kurzen Poke-Shots von Jörg Dißmann/Ivo Eiberle (VV Human Essen/SC Leipzig) bereiteten ihnen einige Probleme. Trotzdem konnten sie auch dieses Spiel in zwei Sätzen gewinnen (15:10, 15:11).

Als Gruppensieger trafen Gravel/Meyer im Viertelfinale auf die Vorrundenzweiten Andreas Gronwald und Axel Thuernagel – zwei gute Bekannte. Schließlich spielt das Gespann vom Veranstalter Bremen 1860 in der Halle ebenfalls für die Senioren des VfL Wildeshausen. Mit druckvollen Aufschlägen nahmen Meyer und Gravel die Annahme der Bremer auseinander. Sie dominierten die Partie nach Belieben und siegten klar mit 2:0 (15:7, 15:2).

Der erste Satz des Halbfinales gegen Matthias Ocklitz/Matthias Uelschen (TuS Vahrenwald) war hart umkämpft. Die Wildeshauser führten mit 14:11. Ihre ersten beiden Satzbälle konnten die Hannoveraner noch abwehren, ehe Dirk Meyer den dritten zum 15:13 knallhart versenkte. Inzwischen hatte sich Gravel auf die gegnerischen Angriffe eingestellt. Er konnte einige Bälle entschärfen, so dass der zweite Abschnitt klar mit 15:8 an das VfL-Duo ging.

Durch die glatten Siege konnten Gravel/Meyer bei der herrschenden Hitze bis zum Endspiel Kräfte sparen. Die lange Pause vor dem Finale tat ihnen aber offensichtlich nicht gut. Im Goldmatch bekamen sie es erneut mit ihren Vorrundengegnern Dißmann/Eiberle zu tun. Den ersten Satz verpatzten die Huntestädter (13:15). Im zweiten Durchgang traten sie deutlich stabiler auf und schafften mit druckvollen Aufschlägen und platzierten Angriffen den Satzausgleich (15:8). Im Entscheidungssatz zog das VfL-Tandem nach guten Aufschlägen von Meyer auf 14:8 davon. Mit dem zweiten Matchball machten die Wildeshauser den Finalsieg schließlich perfekt (15:9).

Mindestens ein weiteres Beach-Turnier wollen die frischgekürten nordwestdeutschen Meister noch bestreiten, und zwar am 17. Juli in Bersenbrück, dann allerdings in der Konkurrenz der Ü 47-Senioren.

Dirk Meyer

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