Goscinski kann sich nach Carstens’ Verletzung nicht über Derbysieg freuen

Leistungsabfall beim 30:33 ist Rademacher unerklärlich

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TSG-Rechtsaußen Marco Kirschen hindert Eike Kolpack (mit Ball) am Wurf.

Neerstedt - Jörg Rademacher war mächtig angefressen. Allerdings ärgerte sich der Trainer des Handball-Oberligisten TV Neerstedt nach dem 30:33 (18:13) bei der TSG Hatten-Sandkrug weniger über die Niederlage an sich als über das Zustandekommen der zweiten Saisonpleite.

Vor fast 400 Zuschauern fanden beide Mannschaften nur schwer in die Partie. In der zerfahrenen Anfangsphase erarbeiteten sich die Gäste eine 6:4-Führung (8.). Aufbauend auf ihre gewohnte 3:2:1-Deckung, konnten die Grün-Weißen ihren Vorsprung über 12:9 (18.) auf 15:11 (25.) ausbauen. Zur Pause lag die Mannschaft des Ex-Profis klar mit 18:13 in Front.

Zu diesem Zeitpunkt war die Welt für Rademacher noch in Ordnung. Doch nach Wiederanpfiff lief bei seiner Crew nicht mehr viel zusammen. Zwar konnte Neerstedt bis auf sechs Treffer davon ziehen (20:14/33.), aber danach kamen die Gastgeber Tor um Tor heran. Vor allem gegen Sandkrugs wurfgewaltigen Rückraumlinken Simon Carstens fand die Neerstedter Defensive kein Mittel. Mehrfach wechselte Rademacher den Torhüter, aber weder Christoph Kuper noch Tristan Depenbrock konnten entscheidende Akzente setzen.

Dann sah Linksaußen Thomas Schützmann wegen eines vermeintlichen Nachschlagens gegen Boris Bruns, der ihn beim Tempogegenstoß gefoult hatte, die Rote Karte (46.). In Überzahl konnten die Hausherren zum 27:27 ausgleichen (48.). Die Neerstedter waren nun völlig von der Rolle. Nichts wollte ihnen mehr gelingen. In dieser Phase machte sich das Fehlen von Tim Schulenberg besonders negativ bemerkbar. Der Spielmacher weilte mit der Bremer Auswahl in Springe.

Die Gastgeber gingen nun ihrerseits mit 31:29 (51.) in Führung. In der Restspielzeit hätte der Tabellenfünfte durchaus die erneute Wende schaffen können, ließ aber selbst beste Chancen ungenutzt. Auch eine Deckungsumstellung auf eine 4:2-Formation brachte nicht den gewünschten Erfolg.

Kurz vor dem Ende musste die Partie unterbrochen werden, als Björn Wolken beim Schlagwurf Carstens unglücklich im Gesicht erwischte. Der elffache TSG-Torschütze brach sich dabei das Jochbein, weshalb sich TSG-Trainer Grzegorz Goscinski auch nicht über den Sieg freuen konnte. „Ich hoffe, dass Carstens schnell wieder auf die Beine kommt“, sagte Rademacher. Der Leistungsabfall seiner Mannschaft machte ihn ratlos. „Wie man so ein Spiel noch aus der Hand geben kann, ist mir unerklärlich“, meinte er. „Wir haben hier zwei Punkte liegen gelassen, und uns damit aus der Spitzengruppe endgültig verabschiedet.“

wz

TV Neerstedt: Kuper, Depenbrock - Goyert (6), Hüsener (n.e.), Reuter (2), Tytus, Schützmann (2), Kolpack (6), Kasper (2), Wolken (9/2), Busse (1), Kunz (2).

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