Doch mehr als das 1:1-Unentschieden springt für Wildeshausen nicht heraus

Görke löst die Handbremse

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Erst mit dem 1:1 löste sich bei Frederik Gralla (links) und Co. der Knoten. ·

Wildeshausen - Von Dennis SchottMike Strahlmann hatte es alles andere als eilig. „Ruhig, ruhig“, sagte der Schlussmann des Fußball-Bezirksligisten SV Brake zu seinem Teamkollegen, der den just ins Toraus geflogenen Ball zu seinem Torwart zurückspielen wollte. Zu diesem Zeitpunkt führten die Braker beim VfL Wildeshausen mit 1:0, und es schien fast so, als wolle der Keeper auf Zeit spielen – trotz einer Restspielzeit von über 70 Minuten.

Das Komische dabei: Die Rechnung von Strahlmann wäre fast aufgegangen. Knapp eine Stunde nach dem 0:1 mühten sich die gastgebenden Wildeshauser mehr schlecht als recht, den Ausgleich zu erzielen. Und als VfL-Stürmer Sascha Görke mit einem fulminanten Linksschuss zum 1:1 (0:1)-Endstand getroffen hatte (71.), hatte es der Braker Torwart noch mehr darauf abgesehen, das Spiel über die Runden zu bringen. Der VfL Wildeshausen wollte nämlich mehr und zeigte nun jenen Willen, den er in der vorangegangenen Spielzeit vermissen ließ. „Es war irgendwie kein Leben in der Mannschaft, vorige Woche gegen Bockhorn war das noch ganz anders“, meinte Co-Trainer Peter Görke, dessen Team sich zwar eine optische Feldüberlegenheit erkämpfte, im Spielaufbau und vor dem gegnerischen Strafraum doch oftmals zu umständlich agierte. Ganz anders die Gäste: Die besaßen während der ersten Hälfte zwar nur eine gefährliche Torchance, doch die mündete prompt in der Führung, nachdem Nico Petrillo einen schnell ausgeführten Freistoß zum 1:0 in die Maschen drückte (15.). „Wir haben vor dem Spiel vor den Standard-Situationen von Brake gewarnt“, schüttelte Görke mit dem Kopf. In der Tat ließ die VfL-Abwehr Brakes Stürmer in dieser Situation sträflich frei zum Kopfball hochsteigen.

Das Bemühen um den Ausgleich war den Gastgebern freilich nicht abzusprechen. Und Sascha Abraham (54.), Sascha Görke (58.) sowie Lukas Schneider (60.) besaßen auch gute Chancen, dennoch platzte der Knoten erst nach dem Treffer von Sascha Görke. „Mit dem Tor ging noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft, obwohl wir uns vor den Kontern von Brake in Acht nehmen mussten“, sah Betreuer Görke nun ein ganz anderes Auftreten. Das Tor von Brakes Keeper Mike Strahlmann wurde heftig attakckiert, aber nicht eingenommen – und so war Strahlmann wohl auch froh, als der gute (aber verspätete) Schiedsrichter Christoph Osterloh die Partie schließlich abpfiff.

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