Wildeshausen schafft nach einem 1:3-Rückstand ein Wahnsinnsschlussspurt – 3:3

Görke lässt den Krandel beben

Während die Meller Spieler nach dem 3:3 am Boden zerstört waren, feierten die Wildeshauser im Kreis den Punktgewinn. Sascha Görke hatte in der Nachspielzeit mit einem Volley-Knaller den Ausgleich für die Gastgeber besorgt. - Foto: Wiechert

Wildeshausen - Zugegeben: Es waren nur vereinzelte Zuschauer, die am Sonntagnachmittag in der 88. Minute frühzeitig den Krandel verlassen haben. Diese werden sich allerdings in den Allerwertesten beißen. Denn die Mentalitätsmonster des VfL Wildeshausen legten einen Wahnsinnsschlussspurt hin, erkämpften sich durch zwei Tore in den letzten Minuten ein 3:3 (0:2) im Landesliga-Spiel gegen den SC Melle 03.

„Im Sport kannst du mit Wille und Mentalität so viel rausholen“, dozierte ein endorphin-geladener Marcel Bragula nach dem Schlusspfiff. Und Wildeshausens Trainer vertiefte: „Wir waren nach dem 1:3 tot. Wir haben so scheiße gespielt. Aber dann haben wir doch noch das 3:3 erzwungen.“

In der Halbzeit hätten das die Wenigsten für möglich gehalten. Als es zum Pausentee ging, gab Bragula dem Schiedsrichtergespann noch ein „unglaublich“, garniert mit heftigem Kopfschütteln auf den Weg. Er fühlte sich verschaukelt. Bei beiden Gegentoren.

Dem ersten Meller Treffer war ein Foulspiel von Maximilian Seidel an David Liegmann vorausgegangen. Es war keins, meinte der VfL-Trainer. In Folge des Freistoßes traf Alexander Kupka Melles Ustim Schröder am Fuß, Elfer! Diesen verwandelte der Gefoulte per Nachschuss – 1:0 (26.) für die Gäste. 120 Sekunden später holte VfL-Keeper Sebastian Pundsack erneut den Ball aus dem Netz. Einen langen Pass von Lukas Kleine-Kalmer verarbeitete Schröder perfekt – der 28-Jährige vollendete flach ins linke Eck. Allerdings hatte sich Schröder zuvor mit unlauteren Mitteln im Zweikampf gegen Lennart Flege durchgesetzt. „Er blockt ihn weg, hindert ihn am hochspringen“, zürnte auch Bragulas Trainer-Kollege Marco Elia. Allen verständlichen Protesten zum Trotz: Das 0:2 (28.) zählte.

Von den Gästen, die kurzfristig auf Storven Bockhorn (Magen-Darm-Grippe) hatten verzichten müssen, kam wenig. Melle wirkte entschlossener, ging früh drauf, gewann deutlich mehr Zweikämpfe und zweite Bälle. „Unsere ganze Körpersprache war nicht wie sonst“, haderte Elia.

Für Elan sorgte die Einwechslung (60.) von Rene Tramitzke. Erst köpfte der 22-Jährige nach einer Flanke von Kupka noch rechts vorbei (66.). Doch nur vier Minuten später belohnte sich der wuchtige Angreifer für seinen Einsatz. Eine Hereingabe von links verwandelte Tramitzke per Kopf zum 1:2 (70.). Allerdings zeigten sich die Gäste nicht beeindruckt: Matthias Strehl traf nach einem Doppelpass mit Schröder zum 3:1 (76.). Zwei Minuten später scheiterte Liegmann an der Latte. Und in der 84. Minute verpasste der Linksaußen frei vor Pundsack erneut die Entscheidung. „Melle muss das 4:1 oder sogar 5:1 machen“, sagte Bragula: „Das haben sie aber nicht gemacht, und dann werden sie bestraft.“

Eine Halbfeld-Flanke des aufgerückten Keepers Pundsack verlängerte Tramitzke per Kopf, Sebastian Bröcker spielte von der Grundlinie zurück auf Flege – 2:3 (89.). Schließlich der Schlussakkord: In Folge einer Ecke fiel der Ball Sascha Görke vor die Füße – der Mittelfeldspieler drosch die Kugel volley aus 18 Metern zum 3:3 (90.+1) ins linke Eck. Der Krandel explodierte vor Freude. - wie

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